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Champions League: FC Schalke 04 glaubt nicht an Madrid-Wunder

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"Das wird nicht passieren"  

Schalke glaubt nicht ans Weiterkommen gegen Real

10.03.2015, 16:11 Uhr | sid

Champions League: FC Schalke 04 glaubt nicht an Madrid-Wunder. Schalkes Max Meyer (re.) rechnet sich gegen Cristiano Ronaldo und Real Madrid keine Chancen auf ein Weiterkommen aus. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Schalkes Max Meyer (re.) rechnet sich gegen Cristiano Ronaldo und Real Madrid keine Chancen auf ein Weiterkommen aus. (Quelle: Jan Huebner/imago)

Als die Profis von Schalke 04 am Montagmittag eine Viertelstunde früher als geplant auf dem Flughafen Madrid-Barajas landeten, empfingen sie strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen. Die Vorfreude hielt sich dennoch in Grenzen, die Dienstreise zu Cristiano Ronaldo und Co. steht ganz im Zeichen des Abschieds aus der Champions League. An ein königsblaues Wunder glaubt niemand mehr. "Dass wir weiterkommen, wird nicht passieren", sagte Jungstar Max Meyer vor dem Achtelfinalrückspiel bei Real Madrid (Dienstag, ab 20.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker).

Nach dem 0:2 im Hinspiel ist das Aus schon besiegelt, daran haben auch die Schalker selbst keinen Zweifel. "Wir sind klar ausgeschieden, da kann man nichts schönreden", betonte Linksverteidiger Christian Fuchs. Es geht beim dritten Achtelfinal-K.-o. in Folge eigentlich nur noch um das Wie. "Wir haben nichts zu verlieren", sage Meyer, "aber wenn wir uns abschlachten lassen, stehen wir wie echte Verlierer da."

Schalke kassiert rund 30 Millionen Euro

Auch Fuchs will nicht "nur zum Gratulieren" ins Estadio Santiago Bernabeu. "Wir gehen nicht auf Kaffeefahrt", sagte Sportvorstand Horst Heldt, bevor sich die Schalker mit Flug DE9184 auf ihre womöglich letzte Europacup-Reise der Saison machten. Die siebte Champions-League-Teilnahme der Königsblauen ist eigentlich schon abgehakt, erneut sind rund 30 Millionen Euro aus UEFA-Prämien, Marktpool-Beteiligung und Zuschauereinnahmen verbucht. Die entscheidende Frage ist aber: Für wie lange verabschiedet sich Schalke aus der Königsklasse?

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Mit dem 3:1 gegen 1899 Hoffenheim haben die Gelsenkirchener zwar ihre jüngste Negativserie mit nur einem Punkt aus drei Bundesligaspielen beendet, als Fünfte laufen sie den Konkurrenten um die begehrten Tabellenplätze drei und vier aber weiter hinterher.

Boateng fehlt in Madrid

Weil die nächsten Punktspiele bei Hertha BSC und gegen Bayer Leverkusen deutlich wichtiger sind, wird Trainer Roberto Di Matteo im Bernabeu kein Risiko eingehen. Die angeschlagenen Marco Höger, Benedikt Höwedes, Klaas-Jan Huntelaar und Eric Maxim Choupo-Moting flogen zwar mit nach Madrid. Ob sie allerdings spielen, ist fraglich. "Wir werden eine Mannschaft aufstellen, die fit und stark ist", kündigte Di Matteo an.

Bei der vermutlich letzten Dienstreise in der Champions League fehlt Kevin-Prince Boateng. Der Zehn-Millionen-Einkauf, gegen Hoffenheim 90 Minuten auf der Bank, ist gesperrt. Doch ob der 28-Jährige noch einmal für Schalke im Europacup aufläuft, darf bezweifelt werden. Die Verantwortlichen sind mit dem vermeintlichen Anführer unzufrieden, der Mittelfeldstar wirkt isoliert. Vieles deutet auf einen vorzeitigen Abschied im Sommer hin.

Real-Coach Ancelotti steht unter Beschuss

Bei Real ist indes die Stimmung ähnlich wie vor einer Woche auf Schalke. Nachdem Weltmeister Toni Kroos und Co. mit dem 0:1 bei Athletic Bilbao die Tabellenführung in der Primera Division verspielt hatten, prasselte harsche Kritik von allen Seiten auf die Königlichen ein - wie auf die Königsblauen nach dem blamablen 0:3 im Revierderby in Dortmund. Dennoch sagte Di Matteo: "Ich glaube nicht an eine Krise bei Real."

Vor allem Trainer Carlo Ancelotti steht unter Beschuss: "Ich akzeptiere meine Verantwortung", sagte der Italiener, "wir spielen derzeit schlecht, und das Titelrennen ist für uns schwieriger geworden. Aber es ist noch nicht vorbei." Dass die Partie gegen Schalke nicht mehr als ein besseres Trainingsspiel wird, erwarten alle. Real könne "zumindest unter der Woche mal durchatmen", schrieb ein Kommentator.

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