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Bayer Leverkusen: Michael Schade hofft auf Coup in Madrid

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Fußball  

Bayer-Boss Schade hofft auf Coup in Madrid

16.03.2015, 11:02 Uhr | dpa

Bayer Leverkusen: Michael Schade hofft auf Coup in Madrid. Michael Schade traut seinen Leverkusenern in Madrid noch einiges zu.

Michael Schade traut seinen Leverkusenern in Madrid noch einiges zu. Foto: Jan-Philipp Strobel. (Quelle: dpa)

Leverkusen (dpa) - Bayer Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade ist vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag beim spanischen Fußball-Meister Atlético Madrid realistisch, aber auch optimistisch.

"Für uns gilt - und das ist keine Tiefstapelei: Madrid bleibt der Favorit, wenngleich unsere Ausgangsposition deutlich besser geworden ist", sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Ein Viertelfinal-Einzug wäre aber "ein Traum".

Der FC Schalke hat mit dem 4:3 bei Real Madrid fast das Fußball-Wunder in Spanien geschafft! Ist diese Leistung Vorbild und Ansporn für das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League von Bayer bei Atlético Madrid? Immerhin gewann Leverkusen in der Hinpartie 1:0.

Schade: Das, was die Schalker gezeigt haben, war sehr überzeugend. Ich glaube aber, ohne die Leistung schmälern zu wollen, dass Real Madrid in der derzeitigen Verfassung nicht mit dem Team von 2014 zu vergleichen ist. Atlético ist im Moment in einer besseren Form, das haben auch die jüngsten Resultate in Spanien gezeigt. Für uns gilt - und das ist keine Tiefstapelei: Madrid bleibt der Favorit, wenngleich unsere Ausgangsposition deutlich besser geworden ist. Unsere Team wird alles tun, um ein großes Spiel abzuliefern und das Traumziel zu erreichen, erstmals seit 2002 wieder im Viertelfinale zu stehen.

Sie erwarten in Madrid sicher erheblich mehr Gegenwehr?

Schade: Man kann davon ausgehen, dass Atlético mit der ungeheuren Heimstärke, seiner bekannten Kampfesbereitschaft und den fanatischen Fans im Rücken im eigenen Stadion alles tun wird, um das Ergebnis zu drehen. Sie werden kratzen, beißen, treten, provozieren - was wir so alles kennen. Und dass sie Fußballspielen können, wissen wir auch. Sonst wird man nicht spanischer Meister und kommt nicht ins Champions-League-Finale. Es wird für uns unglaublich schwer. Wir waren der totale Außenseiter und jetzt sind wir immer noch in der Außenseiterrolle. Doch wenn wir noch einmal so eine Leistung wie vor zwei Wochen abrufen könnten, haben wir eine Chance.

Bayer hat fünf Pflichtspiele in Serie gewonnen, dabei aber nicht immer überzeugend gespielt. Stärkt der Erfolgslauf dennoch das Selbstbewusstsein vor dem schweren Rückspiel in Madrid?

Schade: Erfolge tragen immer dazu bei, das Selbstvertrauen zu steigern. Selbst, wenn wir in manchen Spielen der vergangenen Tage keinen Schönheitspreis gewonnen haben, darf man nicht verkennen, dass unsere Spielweise zuletzt sehr erfolgreich gewesen ist. Wir wurden vor Monaten für Hurra-Fußball gelobt und werden jetzt als Ergebnis-Maschine verschrien. Auf Dauer hoffe ich, dass wir uns irgendwo in der Mitte zwischen diesen beiden Polen stabilisieren - eine gute Mischung aus Attraktivität und Erfolg. Das ist noch ein langer Weg, wir brauchen Zeit und Geduld. Aber wir vertrauen dem Trainer, seinem Konzept und dem Team.

Ihr Trainer Roger Schmidt war angetreten, um attraktiven, modernen Fußball mit Bayer zu bieten. Dies ist gerade zuletzt nicht immer gelungen. Wie sehen Sie die Entwicklung?

Schade: Der Trainer hat zuletzt die eine oder andere Umstellung vorgenommen, um aus einer gefestigten Defensive zu spielen. Die Ergebnisse sprechen für sich - nichts ist erfolgreicher als der Erfolg. Ich hoffe, wenn die Mannschaft das System ein Jahr gespielt hat und wir die eine oder andere personelle Verstärkung eingebaut haben, werden wir zur Ursprungsvariante zurückkehren.

Vor drei Jahren erlebte Bayer ein 1:7-Debakel beim FC Barcelona. Haben Sie Angst, in Spanien wieder so unterzugehen?

Schade: So etwas kann natürlich gegen Spitzenmannschaften immer wieder passieren. Wir hatten in den vergangenen Jahren ein paar Erlebnisse dieser Art - vor allem, wenn wir im deutschen Free-TV gezeigt wurden. Im Prinzip ist uns gegen Atlético in dieser Hinsicht der Durchbruch gelungen mit einer wirklich vorzeigbaren Leistung. Ich will deshalb nicht von einem Fluch reden. Fakt ist: Wir sind damals auf eine Mannschaft des FC Barcelona getroffen, die zu dem Zeitpunkt für unser Team kaum zu schlagen war. Schachtjor Donezk ist auch eine Klassemannschaft. Die hat sieben Tore vom FC Bayern bekommen. Und bei AS Rom gewannen die Münchner mit 7:1. Ich hoffe, dass uns so etwas erspart bleibt. Ich kann es mir auch nicht vorstellen. Dafür ist die Mannschaft derzeit zu gefestigt und willensstark.

Es gab Spekulationen um Bayer-Profi Hakan Calhanoglu. Europäische Topclubs sollen Interesse an ihm haben. Dies berichtet zumindest sein Berater. Ist da etwas dran?

Schade: Bei uns gibt es keine Anfragen, beim Berater wohl, das ist richtig. Ich kann dennoch ruhig schlafen. Mich würde es nervös machen, wenn sich drei Monate lang niemand um einen unserer Spieler bemühen würde. Dann würde ich Rudi Völler fragen, ob wir noch den richtigen Kader haben. Solange es Wechselgerüchte und Anfragen gibt und die europäischen Spitzenclubs an unseren Spielern interessiert sind, können wir in unserer Strategie und Kaderplanung nicht alles falsch gemacht haben. Was mich zudem völlig relaxt sein lässt: Ich kenne natürlich die Verträge unserer wichtigsten Leistungsträger. Die sind alle langfristig an uns gebunden. Wenn es irgendwann zu einem Wechsel kommen sollte, werden wir wirtschaftlich sicher gut abschneiden.

Liebäugelt denn Calhanoglu mit einem Wechsel?

Schade: Er will nicht weg - und wir denken auch nicht im Traum daran, ihn abzugeben. Der Junge ist 21 Jahre alt. Vielleicht könnte er in einem anderen Land mehr Geld verdienen. Doch er ist einer, der Wertschätzung braucht. Hakan könnte nicht wie Torwart Marc-André ter Stegen beim FC Barcelona mal auf der Ersatzbank sitzen und mal nicht. Er weiß, dass er sich in einem Team wie unserem hervorragend entwickeln kann, dass wir auf ihn setzen und der Trainer voll zu ihm steht. Bei uns ist er der Held der Fans, wenn er mit seinen Freistößen wichtige Spiele entscheidet.

Der Einzug ins Viertelfinale der Champions League wäre auch finanziell lukrativ.

Schade: Ich denke in diesem Zusammenhang ausnahmsweise mal nicht ans Geld. Ich würde mich viel mehr über den Image- und Prestigegewinn freuen. Wir sind dabei, uns neu zu positionieren. Das Stadion ist bei fast jedem Spiel ausverkauft. Wir haben einen tollen Aufschwung im Zuspruch bei unseren Fans ausgelöst. Nun müssen natürlich Erfolge kommen. Da fehlt mal ein Kracher, den man uns nicht zutraut. Der dritte, vierte Platz in der Bundesliga ist schön und wirtschaftlich wichtig, aber ein Viertelfinaleinzug in der Champions League wäre ein solcher positiver Ausreißer, bei dem uns keiner auf der Rechnung hätte. Das wäre schon ein Traum.

ZUR PERSON: Michael Schade ist seit Oktober 2013 Sprecher der Geschäftsführung vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. Zuvor war er in der Bayer AG für die globale Kommunikation verantwortlich.

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