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Bayer Leverkusen nach Elfer-Krimi gegen Atletico Madrid untröstlich

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Fußball  

Bayer nach Elfer-Drama untröstlich: "Abhaken geht nicht"

18.03.2015, 14:17 Uhr | dpa

Bayer Leverkusen nach Elfer-Krimi gegen Atletico Madrid untröstlich. Stefan Kießlings Teamkollegen trösten den unglücklichen Elfmeterschützen.

Stefan Kießlings Teamkollegen trösten den unglücklichen Elfmeterschützen. Foto: Juanjo Martin. (Quelle: dpa)

Madrid (dpa) - Das Bankett von Bayer Leverkusen nach dem denkwürdigen Elfmeter-Debakel bei Atlético Madrid wirkte wie eine Trauerfeier. "Wenn man drei Elfmeter verschießt, ist das bitter. Wir waren ganz nahe dran", klagte Rudi Völler nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League.

"Abhaken geht nicht heute Abend. Danach müssen wir aber den Kopf wieder hochnehmen. Es geht weiter! Im nächsten Jahr wollen wir es besser machen", versuchte der Sportdirektor dem Team dennoch Mut zu machen.

Untröstlich waren die Bayer-Profis, die wie ein Häuflein Elend nach dem Abpfiff vor ihren Spinden saßen. "Es herrschte Totenstille in der Kabine", berichtete Trainer Roger Schmidt. "Wenn man soviel investiert hat und am Ende mit leeren Händen dasteht, ist das extrem enttäuschend." Da gebe es "keine Worte der Welt", um in so einer Situation eine Mannschaft aufbauen zu können. "Wir haben alles gegeben, mehr war nicht möglich", befand er.

Besonders unter die Haut ging das Elfmeter-Desaster den Fehlschützen Hakan Calhanoglu, Ömer Toprak und besonders Stefan Kießling. Der Torjäger donnerte den letzten Elfer über das Tor und besiegelte den K.o. "Das ist bitter für jeden Spieler. Doch man muss auch erstmal den Mut haben, sich dem zu stellen. Einfacher ist, nicht zu schießen", verteidigte Kapitän Simon Rolfes den Unglücksraben.

Kießling weinte nach dem kapitalen Fauxpas hemmungslos und verließ wortlos das Estadio Vicente Calderón. "Einfacher ist es, zu sagen, ich schieße nicht", erklärte Rolfes.

Auch die anderen Mitspieler vermieden es, das nicht zielsichere Trio an den Pranger zu stellen. "Wir gewinnen und wir verlieren zusammen. Wir werden da alle rauskommen", meinte Torwart Bernd Leno. Leichter gesagt als getan. "Das tut richtig weh, einen Elfmeter zu verschießen", bekannte Mittelfeldspieler Calhanoglu. "Ich bin besonders traurig, weil ich im ersten Spiel das Siegtor erzielt und nun den Elfmeter verschossen habe."

Mario Suarez in der 27. Minute hatte für Spaniens Fußball-Meister die Hinspiel-Niederlage egalisiert. Nach der torlosen Verlängerung einer niveauarmen Partie nahm dann das Bayer-Drama seinen Lauf.

Endstation Achtelfinale hieß es für die Leverkusener schon 2005, 2012 und 2014. Nun will der Bundesligavierte in der kommenden Saison einen neuen Anlauf machen, um nach 2002 das Ziel Viertelfinaleinzug zu erreichen. "Wir werden uns jetzt noch intensiver auf die Bundesliga konzentrieren", kündigte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade vor dem nächste Spiel am Samstag gegen den FC Schalke 04 an.

Unverblümt gab er zu, dass für ihn die Champions League zählt und das Erreichen der Europa League nicht attraktiv wäre: "Ich sage offen und ehrlich. Wir verlieren lieber einmal in Madrid, als irgendwo am Ural zu gewinnen."

Das Selbstbewusstsein, sofort und stärker in die Königsklasse zurückzukehren, bezieht der Werksclub auch aus der unglücklichen Niederlage bei den Madrilenen. "Diesmal war es ein anderes Achtelfinal-Aus", urteilte Bayer-Torwart Bernd Leno. "Wir hatten bis zur letzten Sekunde die Chance, weiterzukommen. Die Male davor war es meistens schon im Hinspiel vobei." Ähnlich sah es Völler: "Das Ausscheiden ist nicht das gleiche wie in den letzen Jahren. Wir haben gezeigt, auf Achtelfinal-Niveau mithalten zu können."

Vereinsboss Schade weiß aber auch, dass nun die oft aufgetretene Versagensangst des Werksclubs in entscheidenden Situationen wieder zum Thema wird. "Der eine oder andere wird sagen: Typisch, immer wenn es darauf ankommt, schafft es Bayer 04 nicht", sagte er. "Doch das wäre zu kurz gesprungen." Immerhin haben sie 120 Minuten dagegen gehalten. Und das Elfmeterschießen sei eben auch ein "Lotteriespiel", ergänzte sein Sportchef Völler. Diesmal zog Bayer die Niete.

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