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Aufgepasst, FC Bayern! Darum ist der FC Porto so gefährlich

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Angriffsfußball wie Dortmund 2011  

Achtung, FC Bayern! Darum ist der FC Porto so gefährlich

14.04.2015, 15:44 Uhr | rdsc, t-online.de

Aufgepasst, FC Bayern! Darum ist der FC Porto so gefährlich. Zwei neue Gesichter des Erfolges: der Algerier Yacine Brahimi (li.) und der Spanier Oliver Torres. (Quelle: imago/GlobalImages)

Zwei neue Gesichter des Erfolges: der Algerier Yacine Brahimi (li.) und der Spanier Oliver Torres. (Quelle: GlobalImages/imago)

Von Ricardo Da Silva Campos

Auf dem Papier scheint der vermeintliche Favorit FC Bayern München im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Porto (Mittwoch, ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) die Nase vorn zu haben. Die bisherige Bilanz spricht mit zwei Siegen, zwei Remis und einer Niederlage zumindest für den Rekordmeister. Und auch den Vergleich des aktuellen Gesamtmarktwerts entscheiden die Münchner eindeutig für sich: 551 Millionen Euro duellieren sich mit 213 Millionen Euro. Und dennoch wird der FCP, der seit 2009 erstmals wieder unter den besten Acht ist, keine Laufkundschaft für Lahm, Lewandowski und Co. sein. (Lesen Sie auch: "Der unglaublich erfolgreiche Transfer-Wahnsinn des FC Porto")

Die Truppe von Bayern-Coach Pep Guardiola darf gewarnt sein, denn Porto ist als einziger Viertelfinalist (Bayern verlor 2:3 in der Gruppenphase gegen ManCity) in dieser CL-Saison noch unbesiegt. Auch wenn die bisherigen Gegner mit Bate Borisov, Athletic Bilbao, Schachtar Donezk und dem FC Basel keine Hochkaräter waren - alle wurden souverän aus dem Weg geräumt. Keine Frage, die Drachen brennen auf den ersten Halbfinal-Einzug seit 2004.

Porto seit zwölf Partien ungeschlagen

21 Tore schoss das Team in acht CL-Partien, die Abwehr kassierte hingegen lediglich fünf Gegentreffer. Den Bayern gelangen zwei Tore mehr, allerdings klingelte es hinten auch zwei Mal mehr. In der Liga steht Porto zwar aktuell hinter dem Erzrivalen Benfica Lissabon mit drei Zählern weniger auf Rang zwei, doch die seit 12 Ligaspielen unbesiegte Mannschaft befindet sich eindeutig im Aufwind. Wettbewerbsübergreifend ist der Klub in Liga und CL seit 13 Partien unbesiegt.

Das ist der Trainer

Großen Anteil am Erfolg hat der neue spanische Trainer Julen Lopetegui. Der frühere Coach von Reals Talentschmiede Castilla war zuvor für Spaniens Junioren-Nationalmannschaften verantwortlich. Mit der U19 gewann der gebürtige Baske 2012 den EM-Titel, ein Jahr später klappte dies auch mit der U21.

Der ehemalige Torhüter Lopetegui und Guardiola kennen sich übrigens gut, denn zwischen 1994 und 1997 spielten beide für den FC Barcelona. Zusammen gewannen sie 1997 die Copa del Rey sowie den Europapokal der Pokalsieger. Auch als Gegner kennen sich beide aus der Primera Division: so blieb Guardiola mit Barcelona im Jahr 2000 in beiden Duellen gegen Lopetegui und dessen Ex-Klub Rayo Vallecano sieglos (0:2, 2:2).

Lopetegui galt bei Portos Klubführung als absoluter Wunschkandidat für das Traineramt. Aus der jungen (Durchschnittsalter: 24,5) und international bunt gemischten Truppe aus Porto hat er ein schwer zu schlagendes Ensemble geformt.

Mit dem Flügelstürmer Cristian Tello (FC Barcelona), dem offensiven Mittelfeldspieler Oliver Torres (Atletico Madrid) und dem Sechser Casemiro (Real Madrid) integrierte der 48-Jährige gleich drei hoffnungsvolle Jungprofis aus Spaniens Elite-Klubs in den Kader. Tello wird allerdings beide Partien wegen eines Muskelfaserrisses verpassen.

Quaresma in Topform 
Porto ballert sich für den FC Bayern warm

Die Portugiesen tanken jede Menge Selbstvertrauen. Video

Das sind die Stärken des Teams

Die beiden brasilianischen Außenverteidiger Danilo und Alex Sandro gehören zu den spielstärkeren Abwehrspielern. Sie interpretieren ihre Rolle sehr offensiv und schalten sich bei Angriffen immer mit ein. Als Backup auf den Flügeln sichern sie bei drohenden Kontern das Konstrukt nach hinten sicher ab und machen die Räume eng.

Das Prunkstück der Portugiesen ist die variable Mittelfeld-Achse. In dem meist praktizierten 4-2-3-1 sowie dem offensiveren 4-3-3-System leitet die kompakte Abwehr (Ligabestwert mit zwölf Gegentoren) ohne große Umwege die Bälle schnell an die Schaltzentralen Casemiro oder Hector Herrera weiter, die taktisch sehr diszipliniert spielen und ständig in Bewegung sind. Alternativ steht mit dem erst 18-jährigen Ruben Neves ein weiteres Top-Talent aus der eigenen Schmiede im defensiven Mittelfeld zur Verfügung.

Im Mittelfeld geht der Ball entweder über Torres, Juan Quintero oder Evandro meist auf die Flügel, die links mit Shooting-Star Yacine Brahimi (fünf CL-Treffer, davon zwei Freistoßtore) und rechts mit dem erfahrenen Rückkehrer Ricardo Quaresma und dem talentierten Hernani exzellent besetzt sind. Alle drei Akteure sind enorm passsicher, technisch hoch versiert, dynamisch, dribbelstark und verfügen über eine hervorragende Schusstechnik. Generell sind Fernschüsse ein probates Mittel: 7 der 21 CL-Tore fielen von außerhalb des Strafraums.

Es folgen überfallartige Angriffe, die an den unbekümmerten BVB aus den Erfolgsjahren 2011 und 2012 erinnern. Oft suchen die Flügelstürmer selbst den Abschluss über die Mitte, oder es segeln präzise geschlagene Flanken in den Strafraum. Im Sturm warten mit dem bulligen Jackson Martinez (bereits 26 Saisontore) oder seinem Ersatzmann Vincent Aboubakar (sieben Treffer) zwei physisch äußerst robuste, wendige und abschlussstarke Angreifer, die am Boden wie auch in der Luft nur sehr schwer vom Ball zu trennen sind. Allerdings wird Star-Angreifer Martinez im Hinspiel wegen einer Muskelblessur wohl noch aussetzen müssen.

Das sind die Schwächen des Teams

Torhüter Fabiano ist nicht der sicherste Rückhalt. Bei hohen Flanken unterlief der Brasilianer auch in dieser Saison bereits so manchen Ball. Auch bei Fernschüssen zeigte er ab und zu Schwächen. Zudem ließ er einige Abschlüsse der Gegner gefährlich in die Mitte abklatschen, woraus neue Torchancen entstanden. Auf der Linie zeigt er allerdings starke Reflexe.

Mit den Abgängen der beiden gestandenen Innenverteidiger Eliaquim Mangala (jetzt Manchester City) und Nicolas Otamendi (FC Valencia) sind zwei wichtige Stützen weggebrochen. Zwar verfügt Porto mit dem Niederländer Bruno Martins Indi (kam von Feyenoord Rotterdam) und dem Brasilianer Maicon über adäquaten Ersatz, doch wenn einer der beiden ausfällt, wird es eng. Denn der 22-jährige Mexikaner Diego Reyes ist noch zu unerfahren, der Spanier Ivan Marcano fehlt im Hinspiel wegen einer Gelbsperre.

Zudem hat die Kreativabteilung im Mittelfeld den Weggang von Schlüsselspieler Joao Moutinho (jetzt AS Monaco) noch nicht verkraftet. Der portugiesische Nationalspieler war als klassischer Zehner der Dreh- und Angelpunkt in der Offensive. Seine "tödlichen Pässe" hebelten zahlreiche Abwehrverbunde reihenweise aus. Die Nachfolger Quintero und Torres zeigen gute Ansätze, doch ein adäquater Ersatz sind sie (noch) nicht.

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