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FC Bayern München: Die Lehren aus dem Halbfinal-Aus

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FC Bayern: Die Lehren aus dem Barcelona-Spiel

13.05.2015, 12:40 Uhr |

FC Bayern München: Die Lehren aus dem Halbfinal-Aus. Nachdenklich: Auch Xabi Alonso (links) und Bastian Schweinsteiger könnten beim FC Bayern auf dem Prüfstand stehen. (Quelle: Reuters)

Nachdenklich: Auch Xabi Alonso (links) und Bastian Schweinsteiger könnten beim FC Bayern auf dem Prüfstand stehen. (Quelle: Reuters)

Aus München berichtet Thomas Tamberg

"Mia san Mia, heut‘ schiaß ma vier!" Mit diesem Slogan stimmte ein Fanartikelverkäufer vor der Allianz Arena die Zuschauer auf das Spiel ein. Letztlich reichte es dann für den FC Bayern München in der Champions League immerhin zu einem 3:2-Sieg im Halbfinal-Rückspiel gegen den FC Barcelona. Danach waren sich alle einig. "Wir haben die Sache in Barcelona verloren", sagte nicht nur Trainer Pep Guardiola mit Blick auf die 0:3-Pleite aus dem Hinspiel.

Unmittelbar nach dem letzten großen Saison-Höhepunkt bemühten sich alle Beteiligten um eine erste Einordnung dieser Spielzeit. "Wir haben uns auf keinen Fall blamiert", sagte Thomas Müller. "Wir waren immerhin im Halbfinale und das zum vierten Mal in Folge, also ist alles okay", ließ Vereinsboss Karl-Heinz Rummenigge verlauten. "Es war kein Sieg für das Finale, aber vielleicht ein Sieg gegen die Kritiker und für die Ehre", gab wiederum Guardiola zu Protokoll.

Neuer hat komisches Gefühl

Manuel Neuer brachte es schließlich auf Punkt. "Wir sind enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben, ins Finale einzuziehen. Trotzdem kann man der Mannschaft jetzt nichts vorwerfen“, sagte der Nationaltorhüter und sprach von einer "komischen Gefühlslage". Diese Beschreibung trifft ziemlich gut auch auf den gesamten Saisonverlauf des FC Bayern zu.

Durch den Sieg gegen Barcelona ist es den Münchnern jedenfalls gelungen, etwas Dampf aus dem Kessel zu nehmen. Zuletzt mehrten sich Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang Guardiolas und einen personellen Umbruch so stark, dass bei einer neuerlichen Pleite gegen die Katalanen eine gefährliche Eigendynamik hätte einsetzen können. Diese Entwicklung ist jedenfalls vorerst gebremst worden.

Wie sieht der Umbruch aus?

Und doch werden Fragen zum Kader aufkommen. Ist er stark genug, um in der kommenden Saison nach der Krone in der Königsklasse greifen zu können? Oder braucht es Verstärkungen? Es müssen Lehren gezogen werden. Gut möglich, dass für Xabi Alonso nach nur einem Jahr in München schon wieder Schluss ist. Gegen Barcelona war zu sehen, dass der 33-Jährige auf höchstem Niveau das Tempo nicht mehr mitgehen kann.

Für die offensiven Außenbahnen dürften sich die Bayern ebenfalls nach Alternativen umsehen. Arjen Robben und Franck Ribéry sind einfach zu verletzungsanfällig. Auch auf der Position des rechten Außenverteidigers könnten die Verantwortlichen Handlungsbedarf sehen.

Schweinsteiger ist bereit für die nächste Saison

Angesprochen auf einen möglichen Umbruch, wiegelte Bastian Schweinsteiger ab. "Das ist eine Frage, die müssen sie dem Vorstand stellen", sagte der 30-Jährige. Er jedenfalls fühle sich gut.

Der emotionale Leader hat eine "sehr gute Saison" des FC Bayern gesehen. "Dass wir so früh die Meisterschaft entscheiden, ist keine Selbstverständlichkeit", sagte er und verwies auf die Vergangenheit. "Ich habe ja auch Zeiten mitgemacht, da haben wir im UEFA-Cup gespielt und keine Titel gewonnen."

Schritt nach vorn

In der Tat. Betrachtet man die Entwicklung des FC Bayern über einen längeren Zeitraum, so stellt man fest, dass der Klub einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht hat. Schied man früher in der Königsklasse regelmäßig im Viertel- oder gar im Achtelfinale aus, gehört jetzt die Halbfinale-Teilnahme zum Standardprogramm. "Das ist nicht selbstverständlich", warnte Philipp Lahm vor überzogenem Anspruchsdenken.

Und doch bleibt trotzdem dieses "komische Gefühl", von dem Neuer sprach. Der Rücktritt von Teamarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, die Diskussionen um Guardiolas Zukunft und so manche taktische sowie personelle Entscheidung des Trainers sorgen für ein wackliges Gesamtbild. Dass Müller zum Auswechselkandidaten Nummer eins aufgestiegen ist, können in München nur wenige nachvollziehen, ebenso die Tatsache, dass Mario Götze immer weniger Einsatzzeiten erhält.

Guardiola spaltet

Gegen Barcelona lief sich Götze fast die gesamte zweite Hälfte warm, kam aber erst drei Minuten vor Schluss zum Einsatz. Fehlen dann die Ergebnisse, macht sich auch Guardiola angreifbar. Längst hat der 44-Jährige nicht mehr den Status eines Super-Super-Trainers. Seine Aura hat in den vergangenen Monaten Kratzer abbekommen.

"Das war ein sehr hartes Jahr. Das ist ein Jahr der Wahrheit gewesen, ein sehr viel härteres Jahr als das letzte. Wir hatten viele Probleme", zog Guardiola sein Saisonfazit, zeigte sich dabei aber auch kämpferisch. "Wir werden es im nächsten Jahr noch einmal angehen."

Es wird wohl sein letztes Jahr in München sein. Dann wird man sich nicht mit dem Halbfinale zufrieden geben. Schließlich haben die Bayern den Spanier geholt, um die Champions League zu gewinnen. 

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