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Champions League 2015: Buffon kehrt ins Olympiastadion zurück

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Buffons Rückkehr nach Berlin  

Dem "Unersättlichen" fehlt nur der Henkelpott

06.06.2015, 09:57 Uhr | SeS, t-online.de

Champions League 2015: Buffon kehrt ins Olympiastadion zurück. Turins Torwart-Legende Gigi Buffon hofft auf den Titel in der Königsklasse: "Für mich persönlich ist das ein großes Ziel." (Quelle: dpa)

Turins Torwart-Legende Gigi Buffon hofft auf den Titel in der Königsklasse: "Für mich persönlich ist das ein großes Ziel." (Quelle: dpa)

Im Sommer 2006 war Gianluigi Buffon ganz oben. Er holte mit Italien gegen Frankreich den WM-Titel im Berliner Olympiastadion. Aber der Torwart war auch ganz unten. Er musste im selben Sommer mit dem großen, stolzen Klub Juventus Turin wegen Spielmanipulationen in die zweite Liga zwangsabsteigen. Knapp neun Jahre später ist Buffon wieder in Berlin. Wieder in einem großen Finale. Diesmal mit Juventus, dem einstigen Zwangsabsteiger.

An diesem Samstag (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) trifft Turin im Endspiel der Champions League auf den FC Barcelona. "Nach neun Jahren kehre ich wieder zurück nach Berlin. Und ich bin gespannt darauf, ob die Gefühle die gleichen sein werden", sagt Buffon.

Selbst die WM 2018 bleibt ein Ziel

Er ist einer von drei Spielern bei Juventus, die 2006 beim Gewinn des WM-Titels schon dabei waren. Die beiden anderen sind Andrea Pirlo (damals beim AC Mailand) und Andrea Barzagli (2006 bei US Palermo). Weltmeister Fabio Grosso (wechselte nach der WM von Palermo zu Inter Mailand) ist mittlerweile Jugendtrainer in Turin.

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Buffon ist inzwischen 37 Jahre alt. Er mag nicht mehr in der Form sein, die ihm vier Mal bei der Wahl zum Welttorhüter die meisten Stimmen eingebracht hat. Aber er gehört immer noch zu den Besten. Seinen Vertrag im Verein hat er bis 2017 verlängert. Selbst die WM 2018 hat Italiens Rekordnationalspieler im Blick.

Schon einmal ganz knapp am Ziel vorbei

"Der Unersättliche", wie ihn die "FAZ" kürzlich nannte, will endlich Europas Krone: "Für mich persönlich ist das ein großes Ziel. Es ist ein großes Ziel, weil meine Karriere schon lange dauert." Seit 2001 ist er bei Juve, kam für die Ablöse von 53 Millionen Euro. Zuvor war er sechs Jahre beim AC Parma. Dort stand er als 17-Jähriger erstmals in der Serie A im Tor.

2003 war Buffon ganz nah dran am Gewinn der Champions League. Im Endspiel gegen den AC Mailand hielt er für Juventus zwei Versuche im Elfmeterschießen. Aber sein Gegenüber Dida parierte noch einen Elfer mehr – der Held des Spiels hieß nicht Buffon, sondern Dida.

Nachdem Juve in die Serie B versetzt worden war, gingen viele Stars. Buffon, der Kameruns früheren Nationaltorwart Thomas N’Kono als Vorbild hat und seinen eigenen Sohn Louis Thomas nannte, blieb. "Die in der Serie A können mich mal", teilte er danach in einem Interview mit dem Magazin "11Freunde" mit.

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Er hatte schon vor allem in der Frühzeit seiner Karriere nicht nur für positive Schlagzeilen gesorgt. Sei es, dass er sich an einer Uni in Parma für Jura einschrieb, ohne das Abi zu haben. Oder dass er ein Shirt mit einem faschistischen Spruch trug.

In der zweiten Liga lief Buffon nicht mehr gegen die großen Klubs aus Rom oder Mailand, sondern gegen Spezia Calcio, FBC Treviso und Rimini Calcio auf. Als Weltmeister. Am Ende ging Turin – trotz der Hypothek von neun Minuspunkten –mit 17 Zählern Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz wieder hoch. Doch bis zur Rückkehr in Italiens Spitze dauerte es. Erst 2011 holte die "Alte Dame" erneut den Meistertitel. Und seitdem vier Mal in Folge.

Im Herbst 2014 absolvierte Buffon sein 500. Pflichtspiel für den Klub, mit dem er acht Meistertitel gewann (wovon zwei später wieder aberkannt wurden).

Jubeln wie im Sommer 2006?

Turin kommt als Außenseiter ins Olympiastadion. Buffon beziffert die Chancen für seine Mannschaft auf  weniger als 35 Prozent. Um die sattsam bekannte Gefährlichkeit von Barcelonas Lionel Messi zu charakterisieren, wählt er einen interessanten Vergleich: "Messi ist ein Alien, das sich dafür entschieden hat, mit uns Menschen zu spielen. Die einzige Hoffnung ist, dass er am Samstag wie einer von der Erde spielt, wie der Rest von uns."

Doch mit 37 Jahren, als Weltmeister, UEFA-Cup-Sieger, vielfacher Italienischer Meister und vierfacher Welttorhüter muss man im Fußball vor niemandem Angst haben: "Juventus steht nicht von vornherein als Opfer fest. Wir haben einige Waffen um mitzuhalten, und Wege, Barcelona das Leben schwer zu machen", sagt Buffon. Am Ende will er wieder jubeln. In Berlin. Wie im Sommer 2006.

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