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Champions League: Thomas Müller sichert dem FC Bayern Sieg bei Olympiakos Piräus

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Späte Tore bei CL-Auftakt  

Müller und Götze sichern Bayern glanzlosen Sieg

16.09.2015, 22:48 Uhr | dpa

Champions League: Thomas Müller sichert dem FC Bayern Sieg bei Olympiakos Piräus. Thomas Müller (re.) sei Dank: Sein Treffer bringt den FC Bayern auf die Siegerstraße. (Quelle: Reuters)

Thomas Müller (re.) sei Dank: Sein Treffer bringt den FC Bayern auf die Siegerstraße. (Quelle: Reuters)

Im gefürchteten Stadion von Olympiakos Piräus hat der FC Bayern München dank Torgarant Thomas Müller und Joker Mario Götze die Tradition seiner Auftaktsiege in der Champions League souverän fortgesetzt. Der deutsche Meister gewann sein 200. Spiel in der Königsklasse hochverdient mit 3:0 (0:0).

Der lange unglücklich agierende Müller mit einer kurios anmutenden Bogenlampe (52. Minute), der eingewechselte Götze (89.) und erneut Müller per Foulelfmeter (90.+2) sorgten für die Treffer.

Damit wurde das Team von Trainer Pep Guardiola seiner Favoritenrolle mit dem zwölften Auftaktsieg in Serie vollauf gerecht. Im nächsten Spiel gegen Dinamo Zagreb, das zum Auftakt überraschend Arsenal London bezwang, können die Münchner schon die Weichen in Richtung Achtelfinale stellen.

Ausschreitungen vor dem Anpfiff

Und natürlich war es Müller, der den Führungstreffer erzielte. Fast von der Außenlinie überlistete er den spanischen Keeper Roberto. Mit Auge habe er das gemacht, scherzte der am Sonntag 26 Jahre alt gewordene Torjäger noch auf dem Platz. Für den Weltmeister waren es bereits der zehnte und elfte Treffer im siebten Pflichtspiel seit dem Bundesliga-Auftakt.

"Wir wissen, dass wir in den letzten Jahren immer durchmarschiert sind in der Gruppenphase. Das wollen wir beibehalten", hatte Kapitän Philipp Lahm angekündigt. Entsprechend ging der deutsche Meister in der aufgeheizten Atmosphäre vor rund 33.000 Zuschauern im ausverkauften Karaiskakis-Stadion auch zu Werke. Abgeklärt und mit hohen Ballbesitz-Anteilen dominierten und kontrollierten die Münchner das Spiel.

Alonso als Strippenzieher

Die Suche nach der Lücke im dichten Defensivverbund des griechischen Rekordmeisters gestaltete sich aber mitunter sehr schwierig. Denn Piräus zeigte großen Respekt, zog sich weit zurück und setzte nur auf einige wenige Konter. Eine Taktik, die in der 20. Minute fast sogar zum Erfolg führte: Nach einer abgefälschten Flanke von Pardo kam Ideye Brown frei zum Kopfball, doch die Aktion war eher eine Rückgabe zu Manuel Neuer, der zum 50. Mal in der Königsklasse spielte.

Danach lief die Partie aber weiter in Richtung Olympiakos-Tor. Und mit zunehmender Spieldauer wurden die Aktionen auch zwingender. So hatte Robert Lewandowski nach Freistoß von Xabi Alonso die große Chance zur Bayern-Führung, als sein Kopfball erst auf der Torlinie geklärt wurde (26.). Ein unplatzierter Schuss von Douglas Costa in die Arme von Piräus-Keeper Roberto (34.) und eine weitere Chance von Lewandowski (35.) blieben ebenso erfolglos wie ein Distanzschuss von Xabi Alonso kurz vor der Pause (43.).

Alonso war beim Vorjahres-Halbfinalisten Dreh- und Angelpunkt im Spiel. Umsichtig verteilte der Routinier die Bälle und war im Mittelfeld sehr präsent. Dort hatte Mario Götze wieder keinen Platz gefunden. Der WM-Held, der am Wochenende gesundheitlich angeschlagen war, musste mit der Reservistenrolle vorliebnehmen. Ohnehin hatte Guardiola im Vergleich zum Augsburg-Spiel (2:1) nur eine Änderung vorgenommen: Für Rafinha rückte Juan Bernat in die Startelf.

Müller vollstreckt kurios

Gleiches Bild auch im zweiten Durchgang: Bayern drückte und hatte mit Distanzschüssen weitere Chancen. Schließlich war es Müller, der die griechischen Fans verstummen ließ. Der Torgarant hätte kurz darauf sogar mit einer Doppelchance noch erhöhen können (67.). Aber auch auf der Gegenseite musste Neuer bei einem Schuss von Ideye mal seine Klasse zeigen (56.).

Unschöne Szenen hatte es vor Anpfiff bei einem Polizeieinsatz im Bayern-Block gegeben. Nach Provokationen der Fans waren die Polizisten unverhältnismäßig hart mit Schlagstöcken vorgegangen. Dabei sind offenbar einige Anhänger verletzt worden, wie Videoaufnahmen aus dem Innenraum zeigten. Die Begegnung war ohnehin als Hochrisikospiel eingestuft worden.

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