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Gladbach - ManCity: Borussia hadert mit unfassbarer Elfmeter-Seuche

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"Müssen uns hinterfragen"  

Gladbach hadert mit unfassbarer Elfmeter-Seuche

01.10.2015, 15:58 Uhr | t-online.de

Gladbach - ManCity: Borussia hadert mit unfassbarer Elfmeter-Seuche. Frust pur: Gladbachs Raffael verschoss gegen Manchester City einen Elfmeter. (Quelle: Reuters)

Frust pur: Gladbachs Raffael verschoss gegen Manchester City einen Elfmeter. (Quelle: Reuters)

Aus Mönchengladbach berichtet Marc L. Merten

Borussia Mönchengladbach hat sich sein Heimdebüt in der Champions League selbst vermasselt. Gegen Manchester City setzten die Fohlen ihre unheimliche Elfmeter-Serie fort und verloren das Spiel in der 90. Minute noch mit 1:2 (0:0).

Zu allem Überfluss zog sich Torhüter Yann Sommer einen Nasenbeinbruch zu. Der Schweizer war in der Nachspielzeit der Partie von seinem Teamkollegen Oscar Wendt unglücklich mit dem Knie im Gesicht getroffen worden. Wie lange die Fohlen auf ihren Schlussmann verzichten müssen, ist noch unklar.

Die große Frage im Borussia-Park lautet aber: Wann besiegen die Gladbacher endlich ihre Elfer-Seuche?

Alles hätte so schön werden können: Die Mannschaft von Trainer André Schubert war auf dem besten Wege gewesen, einen perfekten Abend in der Königsklasse zu krönen. Die Fohlen spielten eine Stunde lang gegen die Millionen-Truppe aus Manchester groß auf, erarbeiteten sich eine Großchance nach der nächsten und gingen schließlich verdient durch Lars Stindl in Führung (54.). Doch was mit einer gigantischen Fan-Choreografie über alle Tribünen hinweg begonnen und sich 60 Minuten auf den Rasen übertragen hatte, endete Sekunden vor Schluss in Frust und ungläubigem Staunen.

Standards bleiben Gladbachs Achillesferse

Erst sorgte eine Ecke für den befürchteten Ausgleich im ausverkauften Borussia-Park: Nicolas Otamendi zog ab und Andreas Christensen lenkte den Ball unhaltbar ins eigene Tor (65.). Es war bereits das neunte Gegentor in dieser Saison nach einem Standard. Schubert lobte zwar hinterher, auch im dritten Spiel unter seiner Führung "noch ohne Gegentor aus dem Spiel heraus" geblieben zu sein. Doch was hilft es, wenn Standards weiterhin die Achillesferse bleiben?

Weil ein Unglück aber selten alleine kommt, folgte in der Schlussminute der fast schon logische K.o. - durch den neunten Elfmeter im zehnten Pflichtspiel. Sergio Agüero wurde von Fabian Johnson im Strafraum gefoult, trat selbst an und traf mit seinem Tor zum 2:1 (90.) die Borussia ins Champions-League-Herz. "Das ist kaum in Worte zu fassen", sagte hinterher Patrick Herrmann, der in der ersten Halbzeit selbst zwei Großchancen hatte liegen lassen. "Das ist extrem bitter. Es war eine überragende Stimmung, wir haben alles gegeben. Und mit etwas Glück und mehr Cleverness hätten wir hier heute was mitnehmen können."

"Das darf nicht passieren"

Doch es war gerade die fehlende Cleverness, die dem Schubert-Team wie schon beim 0:3 beim FC Sevilla das Genick brach. Zwei Auftritte in der Königsklasse, drei Elfmeter gegen sich - zu viel, um auf dem höchsten Niveau eine Chance zu haben. "Wir müssen uns jetzt echt mal hinterfragen", schimpfte Herrmann. "Das sind einige zu viel. Das darf auf keinen Fall passieren."

Das sah auch Trainer Schubert so, der nach zwei Siegen die erste Niederlage unter seiner Leitung hinnehmen musste. "Wir müssen den Gegner stellen, ohne wild zu werden. Wir sind da zu ungeschickt im Zweikampf, nicht kontrolliert genug. Das müssen wir jetzt versuchen abzustellen." Schließlich schlug sich die Borussia einmal mehr selbst. Denn Manchester City, die Scheich-Truppe mit einem vollkommen blassen Kevin De Bruyne, war an diesem Abend alles andere als eine Übermannschaft gewesen.

Sommers Nase "sah schon mal besser aus"

In der ersten Halbzeit vergab die Elf vom Niederrhein beste Chancen in Serie. Die größte ließ Raffael liegen, der in Minute 20 die Elfer-Serie der Borussen verschlimmerte, indem er einen eigenen Strafstoß verschoss. Joe Hart hatte ihn ebenso pariert wie reihenweise andere Möglichkeiten, sei es durch Raffael, Herrmann oder Stindl. Erst in der 54. Minute war Hart dann machtlos gewesen, als sich Gladbach sehenswert über die rechte Seite durch die City-Abwehrreihen kombinierte und Stindl aus 14 Metern frei zum Schuss kam.

Alleine, der Jubel währte nicht lange. Und am Ende blieb selbst der Freudenschrei über einen Punkt in der Gruppe D den Gastgebern im Halse stecken. "Wie wir heute aufgetreten sind, mit welchem Mut, war außerordentlich gut. Wir können stolz sein, wenn man bedenkt, wo wir vor zwei Wochen noch gestanden haben", fand Schubert trotzdem lobende Worte für seine Mannschaft.

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