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Champions League: Bayer Leverkusen muß jetzt punkten

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Trotz Aufholjagd  

Bitteres Ende für Leverkusen in Rom

05.11.2015, 07:56 Uhr | t-online.de, dpa

Champions League: Bayer Leverkusen muß jetzt punkten. Schwerer Stand: Bayer Leverkusen (am Ball Stefan Kießlling) ist beim AS Rom gefordert.  (Quelle: dpa)

Schwerer Stand: Bayer Leverkusen (am Ball Stefan Kießlling) ist beim AS Rom gefordert. (Quelle: dpa)

Das wird noch einmal ganz knifflig: Bayer Leverkusen muss um das Achtelfinale der Champions League bangen. Die Werkself verlor trotz einer deutlichen Steigerung nach der Pause bei AS Rom in einem erneut verrückten Spiel mit 2:3 (0:2). Die Aufholjagd nach klarem Rückstand wurde nicht belohnt, vielmehr stand ein bitteres Ende.

Bayer rutschte durch die Niederlage auf den dritten Platz der Gruppe E ab. In den abschließenden Spielen gegen BATE Borissow und den FC Barcelona muss der Bundesligist nun unbedingt punkten und auf einen Ausrutscher des italienischen Vizemeisters hoffen, um noch in die nächste Runde der Königsklasse einzuziehen.

"Das ist ärgerlich", befand Bayer-Keeper Bernd Leno und kritisierte vor allem die schwache Leistung seiner Truppe vor der Pause. "Die erste Halbzeit war wirklich schlecht, da musste man froh sein, dass Rom uns überhaupt noch am Leben ließ."

K.o. in der Schlussphase

Bayer wurde in Rom kalt erwischt: Denn gleich mit dem ersten Angriff gingen die Gastgeber durch Salah in Führung (2. Minute), der frühere Wolfsburger Torjäger Edin Dzeko legte zum 2:0 nach (29.). Doch nach der Pause glichen die Gäste innerhalb von sieben Minuten durch Admir Mehmedi (45.) und den Mexikaner Javier Hernández (51.) aus - der Spielverlauf war komplett auf den Kopf gestellt.

Die Rote Karte für Kapitän Ömer Toprak nach einer Notbremse (79. Minute) und der anschließende Siegtreffer für die Roma durch den Foulelfmeter von Miralem Pjanic (80.) versetzten Leverkusen den K.-o.-Schlag.

Schon nach 101 Sekunden in Rückstand

Wie beim verrückten Hinspiel in Leverkusen, als beim 4:4 gleich acht Tore fielen und Bayer schon 2:4 hinten lag, fand die Mannschaft von Bayer-Trainer Roger Schmidt noch einmal ins Spiel zurück. Dabei fing es nicht gut an: Toprak verlor einen Zweikampf im Mittelfeld, der frühere Wolfsburger Edin Dzeko schickte Salah mit einem Traumpass auf die Reise, Bayer-Keeper Bernd Leno war gegen den Linksschuss des Ägypters machtlos. Das 1:0 nach 101 Sekunden war das schnellste Tor der Römer in der europäischen Königsklasse.

Rom spielte nach der Führung weiter nach vorn, vor allem Torschütze Salah und der Ivorer Gervinho machten mächtig Dampf. Gervinho war schon durch und lief allein auf Leno zu, stand aber knapp im Abseits (15.). Die Gäste wirkten geschockt und waren erst einmal um Sicherheit bemüht.

Später kam der Bundesliga-Siebte gegen den Dritten der Serie A zwar etwas besser ins Spiel. Doch mehr als zwei halbe Torchancen des Mexikaners Javier Hernández vor der Pause sprangen nicht heraus. Hinten taten sich Riesen-Löcher auf, vorn fehlten zündende Ideen. Das machten die Italiener viel besser.

Mit 0:2 noch gut bedient

Dzeko baute die Führung nach feinem Pass von Radja Nainggolan aus. Schon im Trikot von Wolfsburg hatte der Bosnier zweimal gegen die Bayer-Elf getroffen. Eine Minute später vergab Dzeko den Matchball, als er alleinstehend aus bester Position über das Tor zielte. Mit dem 0:2 zur Pause war die Werkself noch gut bedient.

Nach der Pause kam Bayer wie ausgewechselt aus der Kabine. Und die Gäste glichen binnen weniger Minuten aus. Zum Punktgewinn reichte es nach unglücklichen Aktion von Toprak aber letztlich nicht.

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