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Champions League: Dem FC Bayern droht nächstes Spanien-Trauma

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Bayern verärgert über Rasen  

Spanien-Fluch: Pep droht das erneute Aus

28.04.2016, 06:57 Uhr | t-online.de

Champions League: Dem FC Bayern droht nächstes Spanien-Trauma . Trainer Pep Guardiola und die Ersatzspieler des FC Bayern wirken ratlos.  (Quelle: dpa)

Trainer Pep Guardiola und die Ersatzspieler des FC Bayern wirken ratlos. (Quelle: dpa)

Von Mark Weidenfeller 

Wenn der FC Bayern eine Auswärtsreise antritt, dann erfährt das selbstverständlich die ganze Welt. In den sozialen Netzwerken wimmelt es von Selfies gutgelaunter Profis (vor dem Spiel) und Selfies jubelnder Profis (nach dem Spiel). Sobald der Rekordmeister in den vergangenen Spielzeiten jedoch in Richtung Spanien abhob, brach die Fotoserie aufgrund von Erfolglosigkeit meist nach der Hälfte abrupt ab. So auch in diesem Jahr. 

Denn die Mannschaft von Pep Guardiola steht nach der 0:1 (0:1)-Niederlage im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals bei Atletico Madrid zum dritten Mal in Folge vor dem Aus gegen ein Team aus dem Heimatland ihres Trainers. Glückliche Mienen für einen gelungenen Schnappschuss nach Abpfiff: vergeblich gesucht.

"Kein tolles Ergebnis"

"Das Ergebnis ist kein tolles Ergebnis", bestätigte Guardiola in den Katakomben des altehrwürdigen Estadio Vicente Calderon die gedrückte Laune der Münchner, deren Fluch gegen spanische Teams weiter anhält. Nach dem 0:1 bei Real Madrid in der Saison 2013/14 und dem 0:3 beim FC Barcelona im vergangenen Jahr folgte in dieser Saison also die Pleite gegen Atletico. Wieder ohne erzielten Auswärtstreffer.

Champions League 
Guardiola hadert nach Partie mit der Chancenverwertung

Der FC Bayern München verliert das Halbfinal-Hinspiel bei Atletico Madrid mit 0:1. Video

Das ersehnte Finale in der Königsklasse wurde bei den vorangegangen beiden Versuchen nie erreicht, eine Wiederholung der Geschichte soll unter allen Umständen verhindert werden. "Wir schauen, dass uns das nächsten Dienstag nicht wieder passiert", versprach der Bayern-Coach. "Aber wir müssen 90 Minuten gut spielen."

Erste Halbzeit geht an Atletico

Genau das war dem designierten Deutschen Meister, bei dem Thomas Müller und Franck Ribéry überraschend nur auf der Bank gesessen hatten, in der spanischen Hauptstadt nämlich nicht gelungen. In den ersten 45 Minuten dominierten die von Trainerfuchs Diego Simeone bestens eingestellten und motivierten Hausherren die Partie beinahe nach Belieben und lagen nach einem wunderbaren Treffer von Saul Niguez (11. Minute) völlig verdient in Führung. Mit frühem Pressing und hart geführten Zweikämpfen brachten sie das Münchner Star-Ensemble ein ums andere Mal in große Schwierigkeiten und hätten mit ein bisschen Glück sogar höher führen können.

Neuer: Wir hatten zu wenig Mut

"Wir haben die Aggressivität und den Mut vermissen lassen", kritisierte Torhüter Manuel Neuer die zu lasche Herangehensweise seiner Mitspieler in der Anfangsphase. Vor allem Xabi Alonso, der im ersten Durchgang lediglich 25 Prozent seiner Zweikämpfe gewann, und der komplett indisponierte Thiago wirkten teilweise überfordert. Beim Gegentreffer durch Niguez schafften es gleich vier Bayern-Spieler nicht, den Sololauf des jungen Spaniers zu stoppen.

"Wir haben nicht so ins Spiel gefunden, wie wir uns das vorgestellt haben", gab auch Innenverteidiger David Alaba zu, der neben den starken Gastgebern allerdings noch einen weiteren Grund für die Probleme der Bayern nannte: "Der Platz war sehr, sehr trocken. Damit haben wir uns ungemein schwer getan", sagte er.

Rasen nicht gewässert

Die Gastgeber hatten wie bereits im Viertelfinale gegen Barcelona bewusst darauf verzichtet, ihren Rasen zu wässern und das vermeintliche Grün zudem erst nach einer offiziellen Beschwerde der Bayern auf die offiziell zugelassene Höchstlänge von 2,5 Zentimetern gestutzt. "Der Rasen ist der Rasen, wir haben so viel über dieses Thema gesprochen", ärgerte sich Guardiola. "Aber wenn die UEFA das so akzeptiert, dann müssen wir das annehmen."

Die Folgen für das Spiel waren dennoch beachtlich. Ein gepflegtes Kurzpassspiel oder Kombinationen waren so gut wie nicht möglich, das auf Kampf bedachte Team aus der spanischen Hauptstadt war deshalb im Vorteil. "Es ist viel leichter auf so einem Platz zu verteidigen", bestätigte Lahm.

"Nicht in Eins-gegen-Eins-Situationen gekommen"

Ein Blick auf die Zahlen belegt das. Mit 74 Prozent Ballbesitz waren die Bayern zwar wie erwartet das dominierende Team, in der letztlich aber wohl wichtigeren Zweikampfwertung hatten sie mit gerade einmal rund 40 Prozent gewonnener Duelle jedoch klar das Nachsehen. "Wir sind nicht in die Eins-gegen-Eins-Situationen gekommen", sagte Alaba. "Das haben wir erst in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Da haben wir die Zweikämpfe angenommen, unser Spiel gespielt und uns auch Chancen erarbeitet."

Nach dem Seitenwechsel fanden die Bayern tatsächlich viel besser ins Spiel und hätten in einer Drangphase direkt nach Wiederanpfiff den Ausgleich verdient gehabt. Alaba mit einem Distanzschuss an die Latte (54.) sowie Abwehrkollege Javi Martinez mit einem zu unplatzierten Kopfball nach einer Ecke (56.) ließen jedoch gute Einschuss-Möglichkeiten ungenutzt. "Es ist schade, dass wir uns dafür nicht belohnt und ein Auswärtstor erzielt haben", haderte Keeper Neuer, der dennoch optimistisch ins Rückspiel geht. "Wir glauben daran, dass wir ins Finale einziehen."

Lahm stellt neuen Rekord auf

Diese Zuversicht teilt auch Kapitän Lahm, der nach seiner 104. Partie in der Königsklasse nun alleiniger deutscher Rekordspieler ist. Dieser Statistik sollen noch in dieser Saison zwei weitere Spiele hinzugefügt werden, so Lahm. "Es macht viel Mut, dass wir uns in 45 Minuten so viele Chancen erarbeitet haben", sagte er. "Im Rückspiel bleiben uns jetzt 90 Minuten Zeit für einen Treffer."

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