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FC Bayern - Atletico Madrid: Guardiola zum Siegen verdammt

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Triple-Traum oder Alptraum-Triple?  

Bayern gegen Atletico zum Siegen verdammt

03.05.2016, 13:59 Uhr | sid

FC Bayern - Atletico Madrid: Guardiola zum Siegen verdammt. Thomas Müller wird vermutlich im Rückspiel in der Startelf der Bayern stehen. (Quelle: imago/Marca)

Thomas Müller wird vermutlich im Rückspiel in der Startelf der Bayern stehen. (Quelle: Marca/imago)

Jetzt brauchen die Bayern mal wieder eine magische Fußballnacht. Triple-Traum oder Alptraum-Triple lautet die extreme Gratwanderung für Trainer Pep Guardiola und die Münchner Stars beim großen Kampf ums Champions-League-Finale gegen Atlético Madrid

Nach dem 0:1 in Spanien müssen die seit Wochen nicht mehr beschwingt auftretenden Münchner (Dienstag ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) in der Festung Allianz Arena läuferisch und gerade auch spielerisch ans Limit gehen.

"Wir dürfen nicht den Fehler machen, zu denken, wie viele Tore wir schießen müssen. Was wir brauchen, ist eine gute Verteidigung", forderte der enorm fokussierte Guardiola knapp 24 Stunden vor dem auch für die Benotung seiner Arbeit so wichtigen Duell. "Wir müssen Fußball spielen, so gut wie möglich."

Die Heimstärke macht Mut

"Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert und wollen unbedingt den Weg nach Mailand gehen", erklärte Welttorhüter Manuel Neuer. Egal wie, aber nach 90 Minuten, womöglich auch erst nach Verlängerung und einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen soll gejubelt werden. "Wir wissen, dass wir einen starke Defensivleistung brauchen und haben mindestens 90 Minuten Zeit, um erstmal das 1:0 hinzubekommen", sagte Neuer.

Mut macht die beeindruckende Heimstärke. Elf Königsklassen-Partien in Serie haben die Bayern daheim gewonnen. "Wir wissen, was für eine Stimmung in der Allianz Arena sein kann, wenn die Fans mitgehen", sagte Kapitän Philipp Lahm.

"Nicht nach vorne rennen wie kleine Kinder"

Spieler und Trainer werden die passenden Mittel sowie die richtige Mischung aus Leidenschaft und klugem Spiel finden müssen. "Nur mit Aggressivität werden wir nicht gewinnen", mahnte Guardiola vor seinem letzten Heimspiel als Bayern-Coach in der Königsklasse. Geduld ist gefragt: Er will nicht wie vor zwei Jahren beim 0:4 gegen Real Madrid, als das Hinspiel in Spanien ebenfalls 0:1 ausgegangen war, noch einmal ins Verderben rennen.

"Wir müssen zielstrebig nach vorne spielen, dürfen aber nicht blind nach vorne rennen wie kleine Kinder", erklärte Thomas Müller. Der bedeutendste Titel der Saison steht auf dem Spiel, für Guardiola ist es in seiner Münchner Zeit gar "die letzte Patrone", wie er sagte.

Bayern muss das Abwehr-Bollwerk knacken

Triple-Traum oder Alptraum-Triple - darum geht es gegen Atlético. Noch winken Guardiola zum Abschied Meistertitel, DFB-Pokalsieg und Champions-League-Triumph. Ein Ausscheiden dagegen würde für Pep den dreimaligen Halbfinal-K.o. mit dem FC Bayern in der Königsklasse gegen Vereine aus seinem Heimatland bedeuten: 2014 Real Madrid, 2015 FC Barcelona, 2016 Atlético. "Peps Traum war es, hier das Triple zu gewinnen. Dafür muss er gewinnen", sagte Ex-Präsident Uli Hoeneß.

Die Bayern müssen Lösungen finden, um Atléticos Abwehrbollwerk zu knacken. Die Defensivkünstler können in München wohl wieder mit ihrem Abwehrchef Diego Godín antreten, der im Hinspiel verletzt fehlte. Von 53 Pflichtspielen in dieser Saison hat die kampfstarke Truppe von Trainer Diego Simeone acht verloren - aber keines mit mehr als einem Tor Unterschied. Genau das aber müssen die Bayern schaffen.

Darf diesmal auch Müller ran?

In Madrid brachte Guardiola nur einen seiner beiden Topstürmer. Im Rückspiel aber wird erwartet, dass er Robert Lewandowski und Müller von Anfang an bringt. 16 der 28 Bayern-Tore im laufenden Wettbewerb hat dieses Duo erzielt, jeder traf achtmal. "Ich bin nicht einer, der sich in großen Spielen versteckt", warb Müller für sich.

Mutige Spieler sind gefragt. Akteure, die auch in besonderen Drucksituationen funktionieren. Abwehrchef Jerome Boateng nach seinem 68-Minuten-Comeback gegen Gladbach in ein derartiges Endspiel zu schicken, könnte jedoch ein zu großes Wagnis sein. Franck Ribéry will trotz Rückenproblemen unbedingt auflaufen - ein Risiko. Alle Bayern wollen mit aller Macht ins Finale nach Mailand. "Der Wille, das Herz, die Leidenschaft muss immer dabei sein", formulierte Lahm.

Torres: "Wir sterben füreinander"

Nicht auskontern lassen, lautet die oberste Marschroute, auch wenn Atlético keine "spezielle Kontermannschaft" sei, wie Müller meinte. Über gefährliche Angreifer verfügt Atleti mit Fernando Torres und Antoine Griezmann aber allemal. "Wir sterben füreinander. Das ist eine Schlacht da draußen", versprach Torres.

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