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CL 2016: Gladbach freut sich mit angezogener Handbremse

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Raffael-Aus schmerzt Gladbach  

Freude mit angezogener Handbremse

29.09.2016, 14:14 Uhr | t-online.de

CL 2016: Gladbach freut sich mit angezogener Handbremse. Die Gladbach-Spieler bedanken sich nach der Niederlage gegen Barca bei ihren Fans. (Quelle: dpa)

Die Gladbach-Spieler bedanken sich nach der Niederlage gegen Barca bei ihren Fans. (Quelle: dpa)

Von Marc L. Merten

Borussia Mönchengladbach verliert ein Spiel, das es nicht hätte verlieren müssen. Einmal mehr zahlen die Fohlen in der Champions League Lehrgeld. Ausgerechnet gegen den großen FC Barcelona verspielt Gladbach eine Führung und verliert mit 1:2 (1:0).

Acht Spiele in der Königsklasse hat Borussia Mönchengladbach inzwischen in seiner Klub-Historie stehen. Die Bilanz: ein Sieg. Die Gegner, sie waren bislang allesamt Hochkaräter. Ob der FC Sevilla, Juventus Turin oder Manchester City im letzten Jahr, ob erneut die Citizens oder der FC Barcelona in diesem Jahr. Spiele, die man sicherlich nicht gewinnen muss. Aber Spiele, die Mönchengladbach in der Mehrheit durchaus hätte gewinnen können.

So wie am Mittwochabend gegen Barca. Das erste Mal überhaupt in der Geschichte beider Teams standen sie sich auf internationalem Terrain gegenüber: die Fohlen und die Katalanen, der aufstrebende Klub vom Niederrhein und das vermeintlich beste Team der Welt. Der vermeintlich beste Spieler der Welt, Lionel Messi, fehlte zwar verletzt. Trotzdem, was sollte Gladbach schon ausrichten gegen Luis Suarez, Neymar, Iniesta und Co.?

Furioser Fohlen-Start

Eine ganze Menge, lautete die Antwort von der ersten Spielminute an. Es war das erste Spiel nach der Vertragsverlängerung mit André Schubert. Der Fohlen-Coach, der vor einem Jahr von Lucien Favre übernommen hatte, schien eine Art Dauer-Interimslösung zu sein. Doch Anfang dieser Woche machten die Gladbacher Nägel mit Köpfen. Er bleibt bis 2019. Die Borussia ist von ihm überzeugt, glaubt, in ihm den Mann zu haben, der die Fohlen nicht nur national, sondern auch international zu Erfolgen führen kann.

In Manchester vor zwei Wochen war seine Mannschaft noch brutal entzaubert worden. Eine 0:4-Klatsche setzte es gegen das Team von Pep Guardiola. Eine Lehre, aus der die Schubert-Elf gegen die Superstars von Luis Enrique die richtigen Schlüsse ziehen wollte. Und gezogen hatte. Die Borussia absolvierte eine bemerkenswerte, eine starke, eine überzeugende erste Hälfte.

Konter zeigt Gladbacher Klasse

Gladbach ließ Barca in einem 5-3-2 gegen den Ball kommen, presste blitzartig im Mittelfeld, wenn Iniesta, Rakitic und Co. nicht damit rechneten und spielten ihre besten Konter. So wie in der 34. Minute, als Mahmoud Dahoud das Leder eroberte, Raffael den Konter einleitete, Dahoud wieder übernahm und Thorgan Hazard nach einem 50-Meter-Vollsprint den Ball über die Linie drückte. In unter zehn Sekunden von 0:0 auf 1:0 – ein überfallartiger Konter, der Gladbachs ganze Klasse zeigte.

Raffael-Aus leitet Wende ein

Das Problem: Während der FC Barcelona sehr wohl auch ohne Lionel Messi im Offensivspiel gefährlich wurde, brach Gladbachs Gefährlichkeit nach dem Seitenwechsel in dem Moment weg, in dem Raffael verletzt vom Feld musste. "Auch ohne Messi ist Barcelona ziemlich gut", hatte Schubert vor der Partie über den Gegner gesagt. Hinterher gestand er über seine eigene Mannschaft: "Raffael verfügt gerade bei Kontern über unfassbare Qualität und hat uns später gefehlt." Die Lehre des Abends: Barcelona konnte ohne Messi, Gladbach aber nicht ohne Raffael.

Und auch nicht ohne einen Torhüter in Bestform. Yann Sommer hatte nicht seinen besten Tag erwischt. In der ersten Hälfte bei einem Schuss von Rakitic noch im Glück, verließ es ihn in der zweiten Hälfte. Beim Ausgleich durch Arda Turan noch aufgrund der kurzen Distanz beim Abschluss nur das letzte Glied einer Fehlerkette, war er beim 1:2 durch Pique das entscheidende. Zwar stellte sich Gladbach beim Verteidigen eines Eckballs nicht Königsklasse-reif an und ließ Suarez aus zwölf Metern völlig frei zum Schuss kommen. Sommer aber ließ den zentralen Schuss nach vorne prallen und Pique staubte ab.

Sommer: "Fehler passieren"

"Fehler passieren“, sagte der Unglücksrabe hinterher. "Ich kann es nicht ändern. Der Ball springt mir weg." Der Schweizer hätte zum Helden des Abends werden können. Am Ende stand sein Team ohne Punkte da, er dafür mit zwei Gegentoren, die er hätte verhindern können. Insbesondere das zweite, das die Niederlage besiegelte. "Die Mannschaft hätte einen Punkt verdient gehabt. Wir haben viel geackert", sagte Sommer. "Das ist sehr schade. Es wäre möglich gewesen zu punkten. Wir sind extrem enttäuscht."

Und so blieb Gladbach einmal mehr nur, sich über einen "großartigen Champions-League-Abend" zu freuen, wie Manager Max Eberl sagte. Eine Freude mit angezogener Handbremse, denn wieder einmal war die Borussia ein allzu guter Gastgeber gewesen, eine Mannschaft, die offenbar noch immer nicht richtig fassen kann, dass sie fünf Jahre nach dem Fast-Abstieg plötzlich im zweiten Jahr in der Königsklasse gegen die absoluten Superstars der Szene antreten darf.

Eberl "bedröppelt"

"Bedröppelt" fühlte sich Eberl nach den 90 Minuten gegen Barcelona. Und Schubert resümierte: "Wir haben gerade am Anfang ein fantastisches Spiel gemacht, taktisch klug." Doch dann schloss er mit den Worten, die bisher auf die meisten internationalen Auftritte der Gladbacher in den letzten zwei Jahren zutreffen: "Aber wir haben es nicht mit 100 Prozent zu Ende bekommen."

Dass der Kampf um die nächste Runde nicht nach dem zweiten Spiel schon vorbei ist, dafür können sich die Fohlen bei Celtic Glasgow bedanken. Die Schotten trotzten Manchester City ein 3:3 ab und hielten die Gruppe somit noch offen. Nun muss die Borussia im Celtic Park ran.

Schlüsselspiel gegen Celtic

Das erste Spiel überhaupt in der Champions League mit einem Gegner auf Augenhöhe, vielleicht sogar mit Gladbach in der leichten Favoritenrolle. Dann können Schubert und seine Spieler zeigen, ob sie wirklich Königsklasse können. Bislang sind die Fohlen nicht mittendrin, sondern nur dabei.

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