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Champions League: FC Bayern München spürt heute "kleine Drucksituation"

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Ancelotti bleibt sich treu  

Vor CL-Duell: FC Bayern spürt "kleine Drucksituation"

19.10.2016, 13:01 Uhr | dpa

Champions League: FC Bayern München spürt heute "kleine Drucksituation". Bayern-Trainer Carlo Ancelotti beim Abschlusstraining vor dem CL-Duell gegen PSV Eindhoven.  (Quelle: dpa)

Bayern-Trainer Carlo Ancelotti beim Abschlusstraining vor dem CL-Duell gegen PSV Eindhoven. (Quelle: dpa)

Krise? "Dafür ist es zu früh", verkündete Carlo Ancelotti auf dem Pressepodium der Münchner Arena. Der Italiener besitzt als Trainer nach über 20 Jahren in den größten Fußballvereinen Europas die Gabe, auch in angespannten Momenten wie aktuell beim FC Bayern München nicht in Aktionismus zu verfallen.

"Ich muss mir selbst treu bleiben", lautete darum auch Ancelottis Kernaussage vor dem plötzlich so extrem wichtigen Gruppenspiel in der Champions League gegen die PSV Eindhoven (heute ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker).

Ribéry muss passen, Vidal im Training dabei

"Es ist mein Job, ruhig zu bleiben und Lösungen zu finden mit meinen Spielern", erklärte Ancelotti an seinem 100. Tag beim deutschen Rekordmeister. Vertrauen ist sein Lösungsansatz: "Die Spieler hier sind sehr professionell, sehr intelligent."

Drei Spiele ohne Sieg und der lautstarke Warnruf von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge haben die Münchner Stars aufgerüttelt. "Wir haben schon eine kleine Drucksituation", verkündete Nationalspieler Mats Hummels nach dem geheimen Abschlusstraining, das überraschend auch der angeschlagene Arturo Vidal mitmachte. Nur Franck Ribéry (Oberschenkel) fällt gegen Eindhoven definitiv aus.

Hummels ist "ganz guter Dinge"

Die Mannschaft sieht die Bringschuld bei sich und nicht bei ihrem Trainer, über dessen menschliche Art plötzlich viel diskutiert wird. "Es ist ein Spielerding, dass wir nicht die Leistung gezeigt haben", sagte Hummels. Im Training sei "ein ganz anderes Feuer" zu spüren gewesen, berichtete der Weltmeister.

Das stimme ihn zuversichtlich: "Ich bin ganz guter Dinge, dass wir gegen Eindhoven das richtige Gesicht an den Tag legen." Das hieße: Dominant, top motiviert, gierig nach Toren und dem 14. Heimsieg nacheinander in der Champions League.

Rummenigge fordert "andere Gangart"

"Er ist lieb und nett - aber nicht immer", berichtete Hummels über Ancelotti: "Es ist nicht so, dass er sagt, alles locker, alles okay." Sichtbares Zeichen dafür war, dass die Spieler erstmals in Ancelottis Münchner Amtszeit die Nacht vor einem Heimspiel im Hotel verbringen sollten. "Es ist hilfreich, die Sinne zu schärfen", sagte Hummels zu der Maßnahme, die der Trainer selbst nicht überbewerten mochte: "Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass es vor besonderen Spielen ins Hotel geht. Und am Mittwoch ist es ein besonderes Spiel."

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In der Tat. Bayern-Boss Rummenigge hatte nach dem 2:2 bei Eintracht Frankfurt "eine andere Gangart" befohlen. Die erwartet auch der Trainer. "Wir haben gelernt, dass wir ohne Intensität, ohne Ordnung nicht gewinnen können", sagte Ancelotti. Von Strafaktionen gegen seine Spieler hält er aber nichts. Der von ihm spontan angekündigte große Startelfumbau fällt aus: "Wir müssen die Einstellung wechseln, nicht die Spieler."

Lewandowski wieder in der Startelf

Robert Lewandowski wird nach überstandenen Wadenproblemen wieder von Beginn an stürmen. "Wir haben nur drei Punkte im Kopf", versprach der Torjäger. Beim angeschlagenen Kämpfer Vidal will Ancelotti kein Risiko eingehen: "Wir haben gute Mittelfeldspieler."

Das gilt aktuell besonders für Jungstar Joshua Kimmich. Die Spieler hätten untereinander viel diskutiert und analysiert, verriet Hummels. Die interne Vorgabe laute, wieder "ans Leistungsmaximum zu gehen".

Ancelotti warnt vor Eindhoven

Unterschätzen sollten Hummels und Co. den Gegner nicht. Der 23-malige niederländische Meister mit den früheren Bundesligaprofis Daniel Schwaab, der zuletzt mit dem VfB Stuttgart abgestiegen war, Luuk de Jong (Gladbach) und Andres Guardado (Leverkusen) scheiterte in der vergangenen Saison im Achtelfinale denkbar knapp im Elfmeterschießen an Atlético Madrid, Bayerns Halbfinal-Bezwinger.

"PSV ist ein sehr gutes Team, gut organisiert", mahnte Ancelotti. Das aktuelle Problem von Eindhoven, das mit einem Punkt in Gruppe D hinter den Bayern (3) auf Platz drei rangiert, ist das Toreschießen. "Ich wünsche es ihnen von Herzen, dass es so bleibt", sagte Hummels schmunzelnd. 

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