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Fußball: Dortmund und Leipzig Punktelieferanten in der Königsklasse

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Dortmund und Leipzig Punktelieferanten in der Königsklasse

02.11.2017, 14:29 Uhr | dpa

Fußball: Dortmund und Leipzig Punktelieferanten in der Königsklasse. Die RB-Spieler Kevin Kampl (l-r), Bruma, Willi Orban, Naby Deco Keita und Marcel Sabitzer schauen nach der Führungstor der Gastgeber enttäuscht drein.

Die RB-Spieler Kevin Kampl (l-r), Bruma, Willi Orban, Naby Deco Keita und Marcel Sabitzer schauen nach der Führungstor der Gastgeber enttäuscht drein. Foto: Jan Woitas. (Quelle: dpa)

Porto/Dortmund (dpa) - Das Achtelfinale der Königsklasse in fast unerreichbarer Ferne, selbst der Trostpreis Europa League nicht sicher. Borussia Dortmund und RB Leipzig kämpfen in der Champions League weiter mit dem eigenen Unvermögen.

"Wir machen es uns selbst kaputt, weil wir zwei Standards fressen. Das ist brutal", meinte Kapitän Willi Orban nach dem 1:3 des Neulings beim FC Porto. Der BVB gab mit dem 1:1 gegen Fußball-Zwerg APOEL Nikosia eine miserable Empfehlung für den Bundesliga-Schlager gegen den FC Bayern ab.

Beide Teams bestätigten den Eindruck der bisherigen internationalen Saison: Mit den deutschen Clubs ist - bis auf München - nicht viel Staat zu machen. Leipzig und Dortmund ist mit vier beziehungsweise zwei Punkten nach vier Spielen noch nicht einmal der dritte Platz sicher. Zumal der BVB noch gegen Tabellenführer Tottenham Hotspur und bei Real Madrid antreten muss.

Mit ihrer Geduld langsam am Ende sind auch die Dortmund-Fans, die den Auftritt gegen Zyperns Meister am Mittwochabend mit Pfiffen quittierten. Zumindest in einer Hinsicht konnte Trainer Peter Bosz der anhaltenden Formkrise seines Teams für Samstag Positives abgewinnen: "Vielleicht kommt das Spiel gegen die Münchner zum richtigen Moment. Vielleicht erwartet man weniger von uns."

Nach nur einem Sieg in den letzten sechs Spielen leistete sich Marcel Schmelzer in der ersten Enttäuschung über den schlechtesten Champions-League-Start der Vereinsgeschichte einen verbalen Lapsus. In einem Interview mit Sky rutschte dem Kapitän das verbotene Wort "Krise" heraus, das er schnell in "schlechte Situation" korrigierte. Schließlich hatte Vereinsboss Hans-Joachim Watzke unlängst all jene Medienkommentare über eine Krise als "krank" bezeichnet.

Nur Raphael Guerreiro (29. Minute) traf gegen den Außenseiter, Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang ging zum vierten Mal in Serie leer aus. Ähnlich wie Bosz hofft auch Nuri Sahin nun auf ein befreiendes Erfolgserlebnis. "Die Partie gegen die Bayern kommt eigentlich perfekt. Da kann man mit einem Spiel sehr viel gerade biegen", sagte der Mittelfeldspieler am Donnerstag nach dem morgendlichen Training. Demonstrativ stärkte er dem zuletzt für seine offensive Ausrichtung kritisierten Trainer den Rücken: "Das Vertrauen der Mannschaft zu ihm hat null komma null gelitten."

Auch die Leipziger ärgerten sich maßlos über sich selbst. Nicht mal die Rückreise vom erneuten Null-Punkte-Trip lief für RB nach Plan. Der Co-Pilot fiel krankheitsbedingt aus, der Flug sollte am Tag nach der womöglich vorentscheidenden Niederlage in Portugal über drei Stunden später starten. Dabei geht es für den Tabellendritten in der Bundesliga bereits am Samstag weiter gegen Hannover 96.

Den Leipzigern droht nun das Ende der wundersamen Reise durch Europa zumindest in der Meisterklasse. "Es ist Wahnsinn, dass wir uns mit schlecht verteidigten Standards um die Früchte unserer Arbeit bringen", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl. Und nach vier Treffern von den fünf Gegentoren durch Porto nach Standardsituationen ist die größte Schwäche derzeit auch für die Konkurrenz in der Bundesliga offensichtlich. "Das ist einfach unnötig. Da machst du dir einfach die Spiele kaputt", sagte Offensivkraft Marcel Sabitzer.

Erst das DFB-Pokal-Aus im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern, dann das 0:2 in München in der Meisterschaft und nun der Rückschlag in Porto. "Drei Niederlagen in so kurzer Zeit sind nicht einfach, das tut weh", gab Sabitzer zu. Der 23-Jährige forderte: "Wir müssen aufstehen und Samstag gegen Hannover gewinnen." Tröstlich für den Coach der Leipziger war immerhin das Tor-Comeback von Timo Werner nach gut fünf Wochen: "Das tut einem Stürmer enorm gut."

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