Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > DFB-Pokal >

Verlängerung im Fernsehstudio

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Dortmund - Werder Bremen  

Verlängerung im Fernsehstudio

12.02.2010, 23:05 Uhr | von Jörg Hausmann

Uneins: Thomas Doll (l.) und Thomas Schaaf (Foto: imago)Uneins: Thomas Doll (l.) und Thomas Schaaf (Foto: imago) Hätte auch Diegos zweiter Elfmeter gesessen, es wäre in Dortmund wohl mindestens zur Verlängerung eines spannenden DFB-Pokal-Achtelfinales gekommen. So aber blieb es beim 2:1 für die gastgebende Borussia, und die beiden Trainer – Thomas Doll und Thomas Schaaf – verlegten die Nachspielzeit kurzerhand vor die Studiokameras der übertragenden ARD. Über die Berechtigung der beiden Elfmeterpfiffe des erfahrenen FIFA-Schiedsrichters Herbert Fandel war absolut keine Einigung zu erzielen. Doll wollte in beiden Fällen partout kein Elfmeter würdiges Foul erkannt haben.

#
Achtelfinale Dortmund dank Ziegler im Viertelfinale
Achtelfinale Bayern mit Mühe weiter, Rostock draußen
Live-Ticker zum Nachlesen Das Achtelfinale im DFB-Pokal
Aktuell Paarungen und Ergebnisse im DFB-Pokal

Doll legt vor

Sieger Doll – schon, weil er eher zur Analyse eines packenden Pokalabends erschienen war – durfte seine Sicht der Dinge zuerst darlegen. Es war nicht zu erwarten, dass sie sich mit der Schaafs decken würde. Folgerichtig begann es in dem langjährigen Bremer Übungsleiter spätestens dann zu gären, als die beiden Dortmunder Tore abgearbeitet waren und die Schlussphase unter die (Zeit-)Lupe genommen wurde. Doll ließ keinen Zweifel aufkommen: Sebastian Kehls Einsteigen gegen Bremens Angreifer Markus Rosenberg habe nur dem Ball gegolten. Der Nationalspieler im Wartestand sei "nicht auf die Knochen“ gegangen, betonte der frühere Dribbelkünstler. Und solange der Ball dazwischen sei, sei es auch nie ein Elfmeter.

Ein Blick der keiner Worte bedarf

Noch schwieg der mittlerweile süffisant grinsende Schaaf. Unübersehbar aber wanderte der auf Erstaunen und völligem Unverständnis gründende Blick des 46-Jährigen nach links – zu seinem fast genau fünf Jahre jüngeren Kollegen. Doch spätestens als Doll dem Bremer Angreifer Rosenberg unterstellte, gegen Kehl theatralisch gefallen zu sein, konnte Schaaf nicht mehr schweigend zuhören. "Jetzt muss ich aber mal einschreiten“, sagte ein um Fassung bemühter Bremer Coach. "Unser Spieler ist ganz klar abgeräumt worden." Immerhin konnte sich der BVB-Coach dazu durchringen Kehl ein "ungeschicktes Verhalten" zu attestieren. Ein Elfmeter sei das aber noch lange nicht gewesen.

Schaaf winkt ab

Als es an die zweite Elfmeterszene ging, setzte Doll noch einen drauf. Im Brustton der Überzeugung gab er Rosenberg die alleinige Schuld und übersah großzügig, dass der BVB-Manndecker Martin Amedick zuvor dem Bremer Angreifer im Strafraum kräftig am Trikot zog. Doll: "Der springt doch in unseren Torwart rein." Spätestens jetzt war Schaaf endgültig die Lust auf eine weitere Diskussion längst vergangen: "Lass’ uns weiterkommen“, bat er ARD-Mann Gerhard Delling mit einer abwinkenden Handbewegung um den nächsten Einspieler.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal