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VfB Stuttgart: Armin Veh schweigt aufgrund Platzsperre für Mario Gomez

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DFB-Pokal - Achtelfinale  

Meister Stuttgart gibt seine Antwort auf die Platzsperre

12.02.2010, 23:03 Uhr | t-online.de

Mario Gomez (Foto: imago)Mario Gomez (Foto: imago) Dreifachtorschütze Mario Gomez fühlte sich "verarscht", und sein Cheftrainer Armin Veh gab seine Antwort, indem er schwieg: Der VfB Stuttgart erlebte im Bremer Weserstadion gegen Werders Amateure einen ganz und gar nicht alltäglichen Pokalabend. Das lag nicht am letztlich knappen 3:2-Erfolg des Meisters beim Fünften der Regionalliga Nord. Nicht die 90 Minuten sorgten bei den Gästen vom Neckar zuerst für Kopfschütteln, dann für eine Trotzreaktion auf dem Rasen und letztlich für einen leeren Stuhl im Presseraum. Es war jene unerklärliche Verbannung vom frisch verlegten Grün auf einen Nebenplatz, die Veh und sein Personal missstimmte. Der VfB fühlte sich wie auf dem Dorf: "Wir machen uns auf so einem Acker warm", beschwerte sich Gomez am ZDF-Mikrofon, "und dann schicken sie uns in eine Kabine, in die wir zu dritt reinpassen..."

Mittwochspartien Gomez' Hattrick in Bremen
Dienstagspartien Bayern mit Mühe - Rostock ist raus

Rasenschonung

Was ritt die Bremer Verantwortlichen, derart peinliche Schlagzeilen zu schreiben? "Da müssen sie sich Gedanken machen", riet ihnen Gomez, der seinen Frust in einen blitzsauberen Hattrick umsetzte. "Das erste ist für die Kabine, das zweite ist für den Warmmachplatz und das dritte für die Mannschaft." Hatte es einer letzten Motivationsspritze für die Schwaben bedurft, so lieferten sie die Bremer frei Haus. Mit der Begründung, die Spielfläche für den Rückrundenstart der Profis gegen den VfL Bochum vier Tage später zu schonen, erging die Anweisung, das Aufwärmen außerhalb zu absolvieren.

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Vehs Sitzstreik im Mannschaftsbus

Veh stimmte auch der beileibe nicht ungefährdete Sieg seiner Mannschaft nicht fröhlicher. 48 Stunden vor seinem 47. Geburtstag blieb der frühere Profi einfach im Mannschaftsbus sitzen, während sein Gegenüber Thomas Wolter alleine Rede und Antwort stand. Auch Stuttgarts Manager Horst Heldt, der am 28. April 1999 just in Bremen sein Nationalmannschaftsdebüt gab, fragte sich, ob denn beim Aufwärmen gegrätscht würde und somit akute Gefahr für das Geläuf bestünde. Nochmals Gomez: "Ich weiß nicht, wieso sowas im DFB-Pokal passieren darf. Schließlich spielen wir hier in der Arena, damit sie schön viele Zuschauer bekommen."

Ihre Meinung

Das Thema beschäftigte am frühen Morgen schon auch die T-Online User. Einer schrieb: "Die Verlegung des Spiels von Platz elf in das Weser-Stadion war angesichts von etwas mehr als 10.000 Zuschauern weder wirtschaftlich nachvollziehbar noch sinnvoll hinsichtlich der Stimmung. Den größeren Effekt hätten die Herren von Werder Bremen mit vollen Tribünen auf dem Nebenplatz erzielt." Denn: "Mit einem kleinen Hexelkessel im Rücken hätte man auf sportlicher Ebene mit seiner exzellenten Regionalligatruppe und den tollen Fans gegen den Meister sicher gewinnen können - das zeigt ja das knappe Endergebnis. So bleibt ein schlechter Nachgeschmack." Gomez und Veh hätten "die richtige Antwort gegeben". "Es war schon sehr befremdlich für viele Anwesenden, nicht nur für mich, was da abgelaufen ist. Auf die Nummer mit der Rasenschonung gehe ich nicht ein. Das ist einfach zu lächerlich", urteilte der Kommentator.

Schalke schenkt einmal mehr ein 1:0 her

Lächerlich auch, wie leichtfertig der viermalige Pokalsieger Schalke 04 in Wolfsburg in buchstäblich letzter Sekunde den Sieg aus der Hand gab. Ein Eckball und Manuel Neuers erfolgloser Sprung nach dem Ball leiteten ursächlich das Aus der Königsblauen ein. Einmal mehr musste Chefcoach Mirko Slomka anschließend beklagen, dass seine Mannschaft eine 1:0-Führung nicht über die Zeit gebracht hatte: "Da muss man nochmal richtig da sein, richtig gut verteidigen. Und das war nicht der Fall bei der Ecke." Auf Seiten des VfL feierte Jentzsch-Nachfolger Diego Benaglio im Elfmeterschießen einen Traumeinstand - weil er "richtig da war", als es zählte. Der Schweizer Nationaltorhüter mochte nach seinem Coup gegen Mladen Krstajic allerdings nicht als Held dastehen: "Wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen."

Hain lässt ihn rein

Wenn dies Mathias Hains Bielefelder Vorderleute auch so sehen, dann wird der erfahrene Kapitän von Vorwürfen in den Katakomben des Ernst-Abbe-Sportfeldes in Jena verschont geblieben sein. Immerhin ermöglichte der Lapsus des ansonsten so zuverlässigen 35-Jährigen Jenas späten Ausgleich durch Nils Petersen (84.). Kurz vor Ende der Verlängerung machte dann Jan Simaks Foulelfmeter dem Erstligisten den Garaus. "Es lag mit Sicherheit daran, dass ich die Flanke nicht runtergeholt habe", redete Hain im ZDF um seinen Anteil am Ausscheiden beim Vorletzten der 2. Bundesliga nicht herum. "Vielleicht sollte ich da gar nicht hingehen. Aber ich wollte die Flanke unbedingt haben, wollte Verantwortung übernehmen."

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