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DFB-Pokal: Starker FC Bayern München deklassiert den VfB Stuttgart

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DFB-Pokal - Achtelfinale  

Starke Bayern deklassieren den VfB Stuttgart

12.02.2010, 15:32 Uhr | t-online.de

Jubelnde Bayern nach der Demontage des VfB. (Foto: dpa)Jubelnde Bayern nach der Demontage des VfB. (Foto: dpa) Der FC Bayern München ist mit einer Weltklasseleistung durch ein brillantes 5:1 (3:0) beim zuvor unter Teamchef Markus Babbel noch ungeschlagenen VfB Stuttgart ins DFB-Pokal-Viertelfinale eingezogen. "Das war Fußball, wie man sich ihn vorstellt. Bei uns läuft alles", sagte Manager Uli Hoeneß nach dem Kantersieg im Süd-Gipfel.

Der zweifache Torschütze Bastian Schweinsteiger (14./54./Foulelfmeter), Franck Ribéry (16.), Luca Toni (43.) und Zé Robérto (59.) bescherten dem Rekordmeister einen rundum gelungenen Start und machten das Debakel der Schwaben perfekt. Daran konnte auch der Ehrentreffer des ansonsten blassen Mario Gomez (84.) nichts ändern.

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Klinsmann von seinem Team begeistert

Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann zeigte sich angesichts des hohen Sieges sogar ein wenig überrascht: "In der Deutlichkeit hätte ich unseren Sieg nicht erwartet. Wir hatten im Hinterkopf, die ersten 20, 25 Minuten zu überstehen. Die Mannschaft hat dann aber schnell kapiert, dass sie hier nach vorne spielen, Druck machen und Tore erzielen kann."

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Schweinsteiger: "Können noch besser spielen"

Auch bei den Spielern des Rekordmeisters herrschte nach der Demontage des VfB Zufriedenheit. "So einfach kann Fußball sein, wenn man aggressiv spielt, wenn man defensiv gut organisiert steht. Offensiv haben wir natürlich überragende Qualitäten. Wenn man 5:1 in Stuttgart gewinnt, ist das schon ein klares Zeichen“, sagte Philipp Lahm nach dem Spiel. Der zweifache Torschütze Bastian Schweinsteiger drohte der Konkurrenz gar: „Wir wussten, dass wir gut drauf sind. Im Paket haben wir sehr gut gespielt. Wir sind auf einem guten Weg, aber wir können noch ein bisschen besser spielen.“

Löw von den Bayern beeindruckt

Der Tabellen-Zweite der Bundesliga erteilte den Schwaben eine Lehrstunde in modernem Fußball. "Sie spielen nach Ballgewinn wahnsinnig schnell nach vorne", lobte Bundestrainer Joachim Löw das Bayern-Spiel und stellte in der Pause fest. "Das 3:0 geht voll in Ordnung. Sie hätten sogar noch höher führen können."

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Heldt: "Die Leistung ist mir unerklärlich"

Beim VfB Stuttgart ist die Aufbruchstimmung, die unter Teamchef Babbel herrschte, bereits nach dem ersten Pflichtspiel des Jahres Makulatur. "Das ist sehr bitter für uns. Wir waren viel zu ängstlich und haben alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind vor Ehrfurcht erstarrt und haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden", sagte Babbel nach der verheerenden Niederlage. Manager Horst Heldt konnte sich die desolate Leistung nicht erklären: "Da fällt mir auch nichts mehr ein, was ich da noch schönreden soll. Wir waren viel zu weit weg vom Gegner und haben ohne Mumm gespielt. Das ist unerklärlich. Der Gegner konnte schalten und walten."

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Boka leitet die Niederlage ein

Ein Fehlpass von Arthur Boka, der völlig unbedrängt in Strafraumnähe den Ball auf Schweinsteiger spielte, leitete den Anfang vom Ende für die Hausherren ein. Der Nationalspieler fackelte nicht lange und ließ VfB-Keeper Jens Lehmann mit einem strammen Schuss keine Chance. Nur 120 Sekunden später war aus dem mit Spannung erwarteten Südschlager praktisch die Luft raus. Nach einer von Ribéry eingeleiteten Traum-Kombination über mehrere Stationen erzielte der beim prickelnden Bundesliga-Duell (2:2) im Hinrunden-Finale noch verletzt fehlende Franzose höchstpersönlich das 2:0.

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Bedauernswerter Lehmann

Mit einem völlig überheblich und zu lässig geschossenen, von Boka verschuldeten Handelfmeter vergab Ribéry zunächst die klare Chance zum dritten Bayern-Treffer. Doch davon unbeeindruckt spulten die Münchner weiter souverän und nie ernsthaft gefordert ihr Pensum ab. Vor allem Ribèry war nicht zu stoppen. Auch bei seiner genialen Vorarbeit für Toni, der mit einem schlitzohrigen Heber den bedauernswerten VfB-Keeper Lehmann noch vor der Pause zum dritten Mal überwand, leistete er die Vorarbeit.

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Marica im Pech

Die Taktik von Babbel, nach dem Ausfall von Cacau nur mit einem Stürmer sein Glück zu suchen, zahlte sich nicht aus. Erst nachdem schon alles verloren war, stellte der 36-Jährige auf sein etatmäßiges 4:4:2-System um, brachte Ciprian Marica. Die Offensiv-Variante hätte sich beinahe ausgezahlt, doch Bayern-Torhüter Michael Rensing konnte einen Schuss von Jan Simak (47.) mit dem rechten Fuß abwehren. Es war die erste Chance der Gastgeber gewesen. Zu Recht gab der gut leitende Schiedsrichter Herbert Fandel wenig später ein Tor des Rumänen Marica wegen einer Abseitsstellung nicht.

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Gomez gelingt der Ehrentreffer

Damit war das VFB-Strohfeuer vorbei, das muntere Scheibenschießen der Bayern ging weiter. Der gut aufgelegte Schweinsteiger erzielte per Foulelfmeter, zuvor war Zé Roberto von Lehmann von den Beinen geholt worden, seinen zweiten Treffer. Fünf Minuten krönte Zé Roberto seine gute Leistung mit einem fein herausgespielten Tor. Beinahe hätte der für Toni gekommene US-Boy Landon Donovan Sekunden nach seiner Einwechslung das halbe Dutzend perfekt gemacht. Sechs Minuten vor Schluss stand dann Gomez zum Abstaubertor richtig.

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