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DFB-Pokal: Klinsmann als Meister der Ausreden

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DFB-Pokal - Viertelfinale  

Der Meister der Ausreden

12.02.2010, 22:52 Uhr | t-online.de

Aus Düsseldorf berichtet Patrick Brandenburg

Trainer Jürgen Klinsmann wirkt ratlos ob der Leistungen seines Teams. (Foto: imago)Trainer Jürgen Klinsmann wirkt ratlos ob der Leistungen seines Teams. (Foto: imago) Vor nicht allzu langer Zeit wäre das eine spannende Aufgabe für "Wetten, dass...?“ gewesen: Anhand des Gesichtsausdrucks von Pokerface Jürgen Klinsmann auf das Endergebnis eines Bayern-Spiels zu schließen. Doch spätestens nach der Münchner 2:4-Pleite im DFB-Pokal gegen Bayer 04 Leverkusen ist Deutschlands stabilstes Dauerlächeln ein wenig leichter zu interpretieren.

Unsichere Kicherer bei kritischen Fragen weichen die Fassade auf. Klinsmann ist angeschlagen nach der sechsten Pflichtspielniederlage und sucht nun sein Heil in der Defensive: sportlich mit der Mannschaft, die mehr Wert auf die Abwehr legen soll und auch argumentativ, als Meister der Ausreden.

Soll Klinsmann die Gangart bei den Bayern verschärfen? Sagen Sie uns ihre Meinung im Kommentarfeld am Ende der Seite!

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Im Alltag ohne Biss

"Es ist menschlich nachvollziehbar, dass die Mannschaft ihr Format aus der Champions League nicht auf Bundesliga und Pokal übertragen kann“, erklärte der Trainer der Münchner eine lange Zeit erschreckende Leistung seiner Mannschaft im Düsseldorfer Ausweichstadion von Bayer 04. Eine souveräne Gruppenphase in der Königsklasse sowie der Kantersieg zuletzt über Außenseiter Sporting Lissabon müssen als Entschuldigung für die enormen Mühen des Alltags herhalten - für das Brot- und Butter-Geschäft, das doch gerade der FC Bayern jahrelang auch im Parallelbetrieb meisterlich beherrschte.

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Klinsmann fordert Konstanz ein

Mit Saisonanfangs-Rhetorik versucht der frühere Bundestrainer inzwischen, die verschiedenen, immer wieder auftretenden Defizite seines Teams zu verkaufen: die taktische Unordnung, die mangelnde Schnelligkeit und Präzision im Spielaufbau aller Nicht-Ribérys, die absolute Lust auf Zweikämpfe, die Anfälligkeit in der Abwehr, die Chancenverwertung im Sturm. "Das Team hat seine Qualitäten schon bewiesen, jetzt muss die Konstanz her“, vertröstet Klinsmann, der sich außerdem hinter den Erfolgen seines Vorgängers Ottmar Hitzfeld versteckt: "Nach dem Gewinn des Doubles ist es immer schwer. Die Spieler haben im Hinterkopf, es wird schon irgendwie laufen.“ Solche Sprüche ist die Liga eher vom 10. Spieltag gewohnt und nicht, wenn in der Runde der letzten Acht die Titelverteidigung im Pokal gescheitert ist und der Bundesliga-Endspurt ansteht.

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Bayern: Erklärungen Fehlanzeige

Stattdessen hätte Klinsmann im Detail erklären können, warum Leverkusens Simon Rolfes und Co. nach hohen Abschlägen ihres Torwarts René Adler den Ball ohne Zweikampf im Mittelfeld annehmen konnten; warum Münchens zunächst einzige Sturmspitze Miroslav Klose in der eigenen Hälfte auch noch hinter Bayer-Angreifer Patrick Helmes hergrätschen musste; warum Tranquillo Barnetta nach einem Schulbuchkonter locker das 0:1 aus Münchner Sicht gelang; warum Arturo Vidal beim 0:2 frei zum Kopfball kam; warum aus Bayern-Verteidiger Martin Demichelis ein Sicherheitsrisiko geworden ist; warum Mittelfeldmotor Renato Augusto Weltstar Franck Ribéry die Show stehlen konnte. Und schließlich: Warum ein junges, im Aufbau befindliches Team wie Leverkusen an Abenden wie diesem den Fußball spielt, von dem die nur Bayern träumen.

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Kießling macht alles klar

"Vor allem in der ersten Stunde haben sie uns ganz schön in Schwierigkeiten gebracht“, analysierte Klubtrainernovize Klinsmann trocken, als dauere eine Pokalpartie einen ganzen Arbeitstag. Sage und schreibe acht hochkarätige Chancen hatte die beste Abwehr der vergangenen Spielzeit bis zum bitteren 0:3 durch Patrick Helmes in der 70. Minute zugelassen. Erst danach wachten die Münchner auf verhalfen der Partie durch den Doppelschlag von Lucio und Klose zur angemessenen Pokaldramatik. Ohne unverdientes Bayern-Happy-End allerdings, denn schließlich machte Leverkusens Kießling in der Nachspielzeit noch den Deckel aufs Spiel.

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Hoeneß wirkt bereits resigniert

Auch wenn in der Bundesliga für den Tabellenfünften noch alles drin ist dank schwächelnder Konkurrenz und nur vier Punkten Rückstand auf die Spitze: Angesichts der jüngsten Leistung wirken Klinsmanns Liga-Hoffnungen ("Wir brauchen jetzt eine Serie“) wie Durchhalteparolen. Manager Uli Hoeneß jedenfalls - alles andere als ein Pokerface - scheint den Ernst der Lage erkannt zu haben. Er starrte während der Partie einmal dermaßen ins Leere, als hätte er gerade gehört, dass ein Braunkohlebagger "seine“ Allianz-Arena abgetragen habe.

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