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Werder, Bayer und die letzte Chance

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DFB-Pokal - Finale  

Werder, Bayer und die letzte Chance

12.02.2010, 22:05 Uhr | Sebastian Schlichting, FUSSBALL.DE

Leverkusens Schweizer Tranquillo Barnetta (li.) im Zweikampf mit dem scheidenden Bremer Kapitän Frank Baumann. Beobachter ist Bremens Clemens Fritz, früher selbst in Leverkusen. (Foto: imago) Leverkusens Schweizer Tranquillo Barnetta (li.) im Zweikampf mit dem scheidenden Bremer Kapitän Frank Baumann. Beobachter ist Bremens Clemens Fritz, früher selbst in Leverkusen. (Foto: imago) Die Bundesliga-Saison ist vorbei. Bedauern wird das bei Bayer Leverkusen und Werder Bremen kaum jemand. Als Tabellenneunter ist Bayer eingelaufen, einen Platz dahinter Werder. "Beide Mannschaften konnten die Erwartungen nicht erfüllen", fasste es Bremens Kapitän Frank Baumann vor seinem letzten großen noch recht zurückhaltend zusammen.

Zumindest ein Klub wird die Saison aber heute (ab 19.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) mit dem Gewinn des DFB-Pokals retten. Der Verlierer muss nicht nur bei der Siegerehrung dem Gegner beim Jubeln zusehen. Das diesjährige Endspiel zieht seine besondere Brisanz aus der Tatsache, dass der unterlegene Finalist erstmals seit Energie Cottbus 1997 nicht europäisch vertreten sein wird.

Teamvergleich Werder hat knapp die Nase vorn
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2,5 Millionen Euro für den Sieger


"Der Titelgewinn steht im Vordergrund, ein Pokalsieg bleibt ewig in Erinnerung", betonte zwar Werders Sportdirektor Klaus Allofs. Und Kollege Rudi Völler verwies darauf, dass "wir in Leverkusen nicht gerade mit Titeln gesegnet" sind. Den letzten gab es 1993 nach einem Sieg im Pokalfinale gegen die Amateure von Hertha BSC zu feiern. Der Pott und die damit verbundene Prämie von 2,5 Millionen Euro ist die eine Sache, das Europa-Ticket die andere.

Bayer-Stürmer Kießling "Das wird hochinteressant"

Gut fürs sportliche Renommee

Der Einzug in den UEFA-Cup-Nachfolger Europa League ist finanziell gesehen verglichen mit der Champions League ein kleiner Fisch. "Unsere Pläne hängen davon nicht ab", sagt Allofs. Aber dabei zu sein, ist immer noch besser, als den anderen Mannschaften vor dem Fernseher zuzusehen. Auch die sportliche Perspektive sieht mit Europacup deutlich besser aus. Beide Klubs waren dort in der Vergangenheit Stammgast. Für Bayer wäre es aber nun schon die zweite Saison nacheinander ohne internationale Spiele, für Werder die erste nach fünf Jahren in Folge in der Champions League.

Erste Chance vertan


Die Gelegenheit, sich über den UEFA Cup direkt für das internationale Geschäft zu qualifizieren, haben die Bremer mit der Final-Niederlage gegen Schachtjor Donezk vertan. Trainer Thomas Schaaf versucht im Vorfeld des Pokalendspiels, Werders 55. Pflichtspiel der Saison, aus der Niederlage noch Positives zu ziehen: "Der Finaleinzug war etwas Besonderes, etwas Schönes. Es ist wichtig, das der Mannschaft zu vermitteln."

Abschiedsvorstellung von Diego


Schaaf muss auf die verletzten Per Mertesacker und Daniel Jensen verzichten, kann allerdings ein letztes Mal auf Diego zurückgreifen. Gegen Donezk hatte er wegen einer Gelbsperre gefehlt und dem Bremer Spiel mangelte es an Kreativität und Einfallsreichtum. Der Brasilianer wird in der nächsten Saison das Trikot von Juventus Turin tragen, will aber mit einem Titel im Gepäck gehen. Verabschieden wird sich nach der Partie auch Frank Baumann, der seine Karriere beendet. "Das spielt im Vorfeld keine Rolle", sagte der 33-Jährige, "aber danach werde ich sicher wehmütig sein."

Labbadia: "Ein 'Weiter so' kann es nicht geben"


Wie Werder hat auch Leverkusen insgesamt betrachtet eine Bundesliga-Saison zum Vergessen hinter sich. Mit dem Unterschied, dass Bayer eine sehr gute Hinrunde gespielt hat, aber dann im Ausweichquartier Düsseldorf reihenweise Punkte liegen ließ, während Werder von Beginn an nicht ins Rollen gekommen war. Und - noch eine Parallele - sowohl Schaaf als auch Bayer-Coach Bruno Labbadia bekamen Gegenwind zu spüren. Wobei dieser für Labbadia deutlich heftiger weht. Immer wieder gibt es Gerüchte, dass seine Zeit bei Bayer nach dem Finale endet. Kurz vor dem Spiel hat er die Diskussion nun selbst weiter angeheizt. "Ein 'Weiter so' kann es ja für beide Seiten nicht geben", sagte er in der "Süddeutsche Zeitung". Es werde nach dem Endspiel ein Gespräch mit Völler und Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser geben: "Nur wir drei. Wir werden alles klar analysieren."

Die voraussichtlichen Aufstellungen


Leverkusen: Adler - Castro, Friedrich, Sinkiewicz, Kadlec - Vidal, Rolfes - Renato Augusto, Barnetta - Kießling, Helmes

Bremen: Wiese - Fritz, Prödl, Naldo, Boenisch - Baumann - Frings, Özil - Diego - Hugo Almeida, Pizarro

Schiedsrichter: Fleischer (Sigmertshausen)

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