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Werder Bremen feiert den sechsten DFB-Pokalsieg

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DFB-Pokal - Finale  

Bremen feiert den sechsten DFB-Pokalsieg

12.02.2010, 22:20 Uhr | t-online.de

Aus Berlin berichten Sebastian Schlichting und Jörg Runde

Bremens Torschütze Mesut Özil. (Foto: Reuters)Bremens Torschütze Mesut Özil. (Foto: Reuters) Die Fans von Werder Bremen hatten das Motto des Spiels auf zwei großen Transparenten verewigt: "Für Europa die letzte Pforte. Hier und heut an diesem Orte" – das galt für Werder ebenso wie für Bayer Leverkusen. Die Pforte öffnete sich nur für die Bremer. Durch das 1:0 (0:0) im Finale des DFB-Pokals sicherte sich das Team nicht nur zum sechsten Mal die 52 Zentimeter hohe Trophäe, sondern startet nächste Saison auch in der Europa League.

Leverkusen steht ohne Europa-Ticket da. Das Tor des Tages gelang Mesut Özil in der 58. Minute.

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Der Auftakt hat es in sich

Die Abtastphase zu Beginn fiel komplett aus. Bayer suchte sofort den Weg nach vorn. Nach der ersten Ecke von Tranquillo Barnetta köpfte Lukas Sinkiewicz den Ball aufs Tor. Am Fünfmeterraum kam Simon Rolfes an die Kugel, war aber zu überrascht, um die Chance zu nutzen (3.). Auf der Gegenseite schlug Diego einen Freistoß aus dem Mittelfeld direkt auf den Kopf von Sebastian Prödl, doch Keeper René Adler entschärfte den Versuch. Danach wurde Adler von einer verunglückten Flanke von Torsten Frings aus 40 Metern überrascht, die sich gefährlich Richtung langes Eck senkte. Der Torhüter konnte gerade noch zur Ecke klären (13.). Es war ein Auftakt, der es in sich hatte.

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Teams deuten ihr großes Potenzial an

Und Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler durfte sich bestätigt fühlen. Das Duell der "beiden spielerisch besten Mannschaften Deutschlands" hatte er mit Blick auf die Offensive vor der Partie angekündigt. Von den Zahlen her stimmte dies nicht, an Wolfsburgs 80 Saisontore beispielsweise kamen weder Bayer (59 Treffer) noch Werder (64) auch nur annähernd heran. Doch welches - in der Liga nur selten gezeigtes - Potenzial beide haben, wurde vor 72.954 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion deutlich.

Helmes vergibt eine Riesenchance für Bayer

Chancen gab es auf beiden Seiten, wobei sich Werder ein Übergewicht erarbeitete. Doch Hugo Almeida köpfte knapp vorbei (44.), kurz danach reagierte Adler gegen Naldo überragend. Bei der besten Gelegenheit war Diego nach einem Adler-Abpraller am dann gut haltenden Keeper gescheitert. Sehr zum Ärger von Frings, der besser gestanden hatte (26.). Werder-Schlussmann Tim Wiese hatte weniger zu tun als sein Gegenüber, wäre aber in der 22. Minute machtlos gewesen. Patrick Helmes stand nach starker Vorarbeit von Renato Augusto acht Meter vor dem Kasten frei - und bekam nur einen Stolperversuch zustande.

Friedrich fälscht Özils Torschuss ab

Nach dem Wechsel sorgte zunächst Werders Clemens Fritz unfreiwillig für Gefahr vor dem eigenen Tor, als er einen Barnetta-Freistoß mit dem Hinterkopf knapp über die Latte lenkte (50.). Dann griff der in der ersten Hälfte unauffällige Özil verstärkt ins Spiel ein: In der 54. Minute setzte er sich im Strafraum gegen drei Bayer-Abwehrspieler durch, seine Eingabe fand aber keinen Abnehmer. Fünf Minuten später klappte es besser. Von Diego bedient, zog Özil aus halblinker Position ab. Manuel Friedrich fälschte den Ball ab und machte ihn so unhaltbar für Adler.

Almeida verpasst die vorzeitige Entscheidung

Direkt nach der Führung musste Bremens Kapitän Frank Baumann angeschlagen den Platz verlassen. Baumann beendet seine Karriere, er ging unter dem Beifall der Mitspieler vom Rasen. Die letzten 30 Minuten seiner Profi-Laufbahn verbrachte er auf der Bank und sah einiges, was ihn beunruhigen musste. Leverkusen machte immer mehr Druck. Eng wurde es, als Sebastian Boenisch eine Hereingabe von Rolfes fast ins eigene Tor gelenkt hätte (67.) und Stefan Kießling eine Augusto-Vorlage knapp verpasste (77.). Die vorzeitige Entscheidung verpassten Almeida (70.) und Özil (83.) bei Kontern.

Labbadia reagiert erst ganz spät

Kurioserweise verzichtete Bayers Trainer Bruno Labbadia lange auf eine Reaktion, erst in der 85. Minute brachte er mit Toni Kroos und Angelos Charisteas frische Offensiv-Kräfte. Leverkusen versuchte alles, aber auch in der vierminütigen Nachspielzeit wollte der Ausgleich nicht fallen.

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