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DFB-Pokal: Hertha BSC und der VfB Stuttgart wollen aus der Krise

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DFB-Pokal  

Pokal als Weg aus der Krise

12.02.2010, 23:05 Uhr | sid, t-online.de

Vorbei mit dem Versteckspiel: Hertha BSC muss sich im Pokal zeigen. (Foto:imago) Vorbei mit dem Versteckspiel: Hertha BSC muss sich im Pokal zeigen. (Foto:imago) Beide habe das gleiche Ziel: Für die angeschlagenen Bundesligisten Hertha BSC und VfB Stuttgart sollen ihre unterklassigen Gegner in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals (heute ab 18.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) Aufbauhelfer auf dem Weg aus der sportlichen Krise sein. Doch während die Chancen der Schwaben zur Krisenbewältigung angesichts der Aufgabe beim Viertligisten VfB Lübeck recht gut stehen, gehen die derzeit desolaten Berliner nicht einmal als Favorit in die Partie bei Zweitligist 1860 München.

Favre kämpft um seinen Job

"In unserer Situation ist jeder Gegner gefährlich", sagte der angezählte Hertha-Trainer Lucien Favre, der in den kommenden Wochen um seinen Job beim Bundesliga-Letzten kämpfen muss. Im Pokal in München, in der Liga bei 1899 Hoffenheim und gegen den Hamburger SV sowie in der Europa League bei Sporting Lissabon muss der 51 Jahre alte Schweizer die Wende einläuten, wenn er seinen Arbeitsplatz in der Hauptstadt behalten möchte.

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Preetz: "Es geht nur um Ergebnisse"

Von einem Ultimatum wollen die Hertha-Verantwortlichen zwar nicht sprechen, doch nach dem 0:4-Debakel gegen Aufsteiger SC Freiburg, dem schlechtesten Saisonstart seit zwölf Jahren sowie dem Krisengespräch mit den Teilnehmern Favre, Präsident Werner Gegenbauer und Manager Michael Preetz ist allen klar, was die Stunde geschlagen hat. "Wir müssen mit dem Druck klarkommen, der auf uns lastet. In den nächsten Spielen geht es nur noch um Ergebnisse", äußerte Preetz. Für Mittelfeldspieler Maximilian Nicu ist die Situation derzeit sogar ein wenig aussichtslos: "Es ist, als ob du im Treibsand steckst. Je mehr du versuchst, dich frei zu strampeln, desto tiefer zieht es dich runter."

VfB Stuttgart Lehmann bricht Training ab

Mini-Trainingslager in Lübeck

Runtergezogen wurden zuletzt auch die Stuttgarter. Nach der 0:2-Heimpleite gegen den 1. FC Köln sowie dem Absturz auf den 15. Tabellenplatz sorgte Torwart Jens Lehmann mit seinem Besuch auf dem Münchner Oktoberfest für weiteren Zündstoff und wurde für das Pokalspiel beim Regionalligisten suspendiert. Wie es nach der Partie in Lübeck mit Lehmann und dem VfB weitergehen wird, soll nach der Rückkehr aus dem hohen Norden geklärt werden. "Am Tag nach dem Spiel werden Horst Heldt und ich mit Jens über die Sache reden - und dann sehen wir weiter", sagte Stuttgarts Teamchef Markus Babbel, der mit seiner Mannschaft bereits zwei Tage vor der Partie zu einem Mini-Trainingslager nach Lübeck gereist ist.

HSV Smolarek im Probetraining

Aachen Krüger neuer Trainer

Viermal Erste gegen Zweite Liga

Neben dem VfB und der Hertha peilen auch die Bundesligisten, die derzeit nicht in der Krise stecken, Siege gegen unterklassige Gegner an. Tabellenführer Hamburger SV muss beim Drittligisten VfL Osnabrück antreten, der SC Freiburg reist zum Zweitligisten FC Augsburg und Eintracht Frankfurt trifft auf Alemannia Aachen mit dem neuen Trainer Michael Krüger. Auch Werder Bremen und Bayer Leverkusen müssen sich ebenfalls gegen Zweitligisten beweisen.

FC St. Pauli selbstbewusst

Die Bremer, die auf Nationalspieler Mesut Özil (Knieprobleme) verzichten müssen, treffen im Nord-Derby auf den Zweitliga-Dritten FC St. Pauli. Bayer ist in der Pfalz beim 1. FC Kaiserlautern gefordert, der derzeit auf Rang zwei in der 2. Liga steht. Dabei sehen vor allem die selbstbewussten Hamburger ihren Auftritt in Bremen offenbar nur als Durchgangsstation auf dem Weg in den Endspielort Berlin. "Wenn wir ins Finale wollen, müssen wir jeden Gegner schlagen", meinte Max Kruse, der in der vergangenen Saison noch bei Werder II spielte. Etwas zurückhaltender äußerte sich Kaiserslauterns Coach Marco Kurz: "Wir müssen einen tollen Tag erwischen, um für die Überraschung zu sorgen."

Köln erwartet den Meister

Eine kleine Überraschung wäre auch ein Sieg des 1. FC Köln im einzigen Bundesliga-Duell. Die Kölner müssen gegen Meister VfL Wolfsburg antreten, gegen den sie in der Liga am zweiten Spieltag mit 1:3 verloren haben.

Video Veh über Pokal, Mini-Krise und Grafite

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