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DFB-Pokal: Bayern und Schalke im Halbfinale - Köln blamiert sich in Augsburg

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DFB-Pokal - Viertelfinale  

Köln blamiert - Bayern muss im Halbfinale nach Schalke

24.02.2010, 20:28 Uhr | t-online.de, sid

DFB-Pokal: Bayern und Schalke im Halbfinale - Köln blamiert sich in Augsburg.

Bayerns Anatoliy Tymoshchuk feiert den Einzug ins Halbfinale. (imago) (Quelle: imago)

Ein denkwürdiger DFB-Pokal-Viertelfinalabend hatte seine ereignisreichsten 90 Minuten zweifelsohne in Augsburg: Die Fans des FCA gerieten ob des 2:0 über den Bundesliga-Elften aus Köln aus dem Häuschen. In München fielen zwar zwischen dem FC Bayern und der SpVgg Greuther Fürth sechs Tore mehr. Die aber verblassten gegen drei Kölner Platzverweise: Der zweite traf Lukas Podolski. Der FC-Ikone waren nach ihrer Einwechslung für Sebastian Freis nach einer Stunde gar nur 8:28 Minuten Einsatzzeit vergönnt. Dann beklatschte der Nationalstürmer seine Gelbe Karte. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer beantwortete die Provokation mit dem Zücken von Gelb-Rot.

Augsburg setzte sich gegen acht Kölner durch und reist nun im Halbfinale nach Bremen. Der Knaller steigt in Gelsenkirchen: Felix Magath erwartet mit seinen Schalkern die Bayern, die der einstige Münchner Meistermacher auch noch im Titelkampf abfangen möchte.

Kuranyi entscheidet Partie in Osnabrück

Der Rekordpokalsieger FC Bayern steht zum 21. Mal in seiner Vereinsgeschichte im Halbfinale des DFB-Pokals. Mit 6:2 rang der Tabellen-Zweite der Bundesliga die SpVgg Greuther Fürth letztlich standesgemäß nieder. Der FC Schalke 04 gab sich in Osnabrück keine Blöße. Torjäger Kevin Kuranyi beendete in der 59. Minute mit dem Tor des Tages den Lauf des Favoritenschrecks aus Liga drei. Der VfL hatte zuvor Rostock, Hamburg und Dortmund ausgeschaltet.

Allagui trifft auf beiden Seiten

Entscheidend in der Münchner Allianz-Arena waren die sieben Minuten zwischen der 58. und 65. Minute, als Arjen Robben per Handelfmeter, Franck Ribéry (61.) und Philipp Lahm einen 1:2-Rückstand in den erwarteten Sieg verwandelten. Zur Pause noch hatte Fürth durch die Treffer seiner Torjäger Christoph Nöthe zum 1:1 und Sami Allaguis zum 2:1 (40.) verdient geführt. Ausgangspunkt des siegreichen Abends für den FC Bayern war dessen Jungstar Thomas Müller. Der WM-Kandidat traf zum 1:0 bereits in der fünften Minute und ließ in der 82. Minute zum 5:2 seinen fünften Treffer im laufenden Wettbewerb folgen. Den Schlusspunkt setzte allerdings Fürths Allagui sieben Minuten später - per Kopf ins eigene Netz.

Lell und Tymoshchuk müssen zwei Jugendlichen weichen

Zwei Nachwuchsakteure, die an der Isar auf einen ähnlichen Weg wie Müller hoffen, warf Cheftrainer Louis van Gaal in der 59. Minute zeitgleich ins kalte Wasser. Neu-Profi Diego Contento, 18 Jahre alt, ersetzte Christian Lell. Und der österreichische Nationalspieler David Alaba, Sohn einer Philippinerin und eines nigerianischen Soldaten, kam für Anatoliy Tymoshchuk. Der Ukrainer hatte - wie Lell - eine Chance von van Gaal in der Startelf erhalten und nicht genutzt. Durch den 17-jährigen Alaba ersetzt zu werden, war deutliches Indiz dafür.

Kabinenpredigt zahlt sich aus

"Wir haben das nicht verdient. Das ist bitter für uns", bilanzierte Fürths Cheftrainer Mike Büskens. "Wir haben uns als Zweitligist sehr gut präsentiert und hatten vor der Pause sogar noch weitere Chancen. Aber durch den Doppelschlag in der zweiten Hälfte haben wir dann die Organisation verloren. Die Räume waren dann zu groß, weshalb die individuelle Qualität der Bayern zum Tragen kam." Die freuten sich derweil: "Es ist schön, dass wir weiter in drei Wettbewerben dabei sind. Das ist wichtig für eine Spitzenmannschaft", sagte van Gaal, der die zweite Halbzeit "in Ordnung" fand. Müller meinte nach dem Spiel: "Jeder kann sich vorstellen, dass in der Pause deutliche Worte gefallen sind. Schließlich war es für uns eine Pflicht, gegen einen Zweitligisten das Halbfinale zu erreichen."

Niemand kümmert sich um Torjäger Thurk

Dieser Pflicht kam der Bundesliga-Elfte aus Köln in Augsburg vor 30.660 Zuschauern nicht annähernd nach. Schon in der dritten Minute ließen die Geißböcke den heimischen Torschützen vom Dienst, Michael Thurk, drei Meter vor dem eigenen Tor so frei stehen, als hätten sie von den 19 Saisontoren des 33-Jährigen noch nie gehört. Was sich in den restlichen 87 Minuten zutrug, ging in die Kölner Vereinshistorie ein: Anstatt auszugleichen oder gar in Führung zu gehen, dezimierten sich die undisziplinierten Gäste vom Rhein sukzessive bis auf acht Mann. "Wir dürfen uns nicht beklagen", bilanzierte Manager Michael Meier bei "Sky". "So dürfen wir in dieser Situation nicht auftreten."

Hartes Rot gegen Chihi

Nach einer halben Stunde musste Adil Chihi gehen. Der Marokkaner hatte gegen seinen Landsmann Yoessef El Akchaoui dessen dreimaliges Treten in seine Hacken mit einer Abwehrreaktion mit dem rechten Ellbogen beantwortet. El Akchaoui flog so theatralisch zu Boden, dass Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer Chihi glatt Rot zeigte.

Poldis Blitzbesuch in Augsburg

Auch nach dem Seitenwechsel kam der Gast zu keinem Torerfolg gegen den Aufstiegsanwärter aus der 2. Bundesliga. Das nächste unrühmliche Kölner Kapitel schrieb ausgerechnet der seit Wochen von seiner Bandscheibenverletzung geplagte Superstar Podolski. Nach einer Stunde kam der Linksfuß für Sebastian Freis zu seinem Comeback - das dauerte genau 8:28 Minuten. Podolski hatte den Belgier Glen de Boeck gefoult. Kinhöfer zückte die Gelbe Karte. Podolski "bedankte" sich mit ironischen Gesten und Klatschen. Der Referee quittierte das nicht zum ersten Mal unerwachsene Verhalten Podolskis mit der Gelb-Roten Karte.

Rafael setzt nach Petits Abgang den Schlusspunkt

Kölns Coach Zvonimir Soldo musste hilflos mit ansehen, wie seine vor der Schwere der Aufgabe in Augsburg "gewarnte" Mannschaft weiter in ihr Verderben rannte. "Nach dem zweiten Platzverweis war es sehr schwer für uns", so der Kroate. Nach dem dritten gegen Kapitän Petit in der 85. Minute (erneut Gelb-Rot) gelang Nando Rafael das entscheidende 2:0. Der frühere Gladbacher hatte in der 76. Minute Thurks Platz auf dem Feld eingenommen. Nochmals Soldo: "Es darf nicht passieren, dass eine Mannschaft mit so vielen erfahrenen Spielern drei Platzverweise kassiert. Ich bin über die Art und Weise der Niederlage enttäuscht."

Rettig und Luhukay genießen den Triumph über den alten Klub

"Man sollte nicht mit dem Finger auf den Schiedsrichter zeigen und den hoch verdienten Sieg unserer Mannschaft darauf reduzieren", hob FCA-Manager Andreas Rettig zum Lobgesang auf die eigenen Farben an. "Wir waren leidenschaftlicher und hatten die bessere Spielanlage. Das ist schon ein Highlight unserer Vereinsgeschichte", so der ehemalige Manager des 1. FC Köln, der vor sieben Jahren in dieser Funktion Podolski dessen ersten Vertrag als Profi anbot. Auch Augsburgs Trainer Jos Luhukay hat eine FC-Vergangenheit aus jener Zeit. Der Niederländer schrie den Fans nach dem erstmaligen Vordringen in die Vorschlussrunde des Pokals durchs Mikrofon entgegen: "Jetzt feiern wir gemeinsam unsere Mannschaft für eine großartige Leistung." Die dürfe sich nun auch "ein Bierchen" gönnen: "Das kann ich den Spielern nicht verbieten", sprach Luhukay von einer "einmaligen Situation" für "Verein und Mannschaft, unter den besten Vier zu stehen".

Osnabrück wehrt sich tapfer

Dieses Ziel erreicht auch Schalke in Osnabrück. "Wir wussten, dass es gegen den Drittligisten nicht einfach wird, und dass Osnabrück schon zwei Bundesligisten ausgeschaltet hatte. Aber wir haben unsere Arbeit richtig erledigt", sagte Kuranyi: "Wir wollten unbedingt weiterkommen." Torhüter Manuel Neuer hofft jetzt sogar schon aufs Finale. "Heute war es ein Minimalerfolg, hoffentlich können wir das beim nächsten Mal früher klar machen", erklärte Neuer." Es war das erwartet schwere Spiel und eine erstklassige Leistung des VfL", lobte Schalkes Trainer Felix Magath den Gegner. "Klar ist man enttäuscht, wenn man am Ende nur 0:1 verliert. Letztlich wird aber der Stolz überwiegen, was wir in diesem Jahr im Pokal geschafft haben", sagte VfL-Trainer Karsten Baumann.

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