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DFB-Pokal: Magath kontert vor dem Pokal-Knaller

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DFB-Pokal - Halbfinale  

Magath kontert vor dem Pokal-Knaller

24.03.2010, 10:21 Uhr | sid,dpa, dpa, sid

DFB-Pokal: Magath kontert vor dem Pokal-Knaller. Felix Magath reagiert süffisant auf die Verbalattacken aus München. (Foto: imago)

Felix Magath reagiert süffisant auf die Verbalattacken aus München. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Prestigeduell, Pokal-Klassiker und richtungsweisendes Vorspiel für die Endspiel-Wochen: Das Halbfinale im DFB-Pokal an diesem Mittwoch (ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) zwischen dem FC Schalke 04 und Bayern München hat für das Top-Duo der Bundesliga immense Bedeutung. Nicht zuletzt wegen der besonderen Brisanz lassen die Rivalen nichts unversucht, sich gegenseitig mit Psychotricks, Sticheleien und verbalen Scharmützeln zu verunsichern und zu provozieren. Eine Attacke von Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger, der sich über Schalkes schlechte Spielkultur mokierte, konterte Trainer Felix Magath bestens vorbereitet: "Nerlinger hat in fünf Jahren Bundesliga 364 Fouls begangen. So viele wie kein anderer. Er muss also Experte sein", sagte Magath süffisant.

Die Datenbank des Statistik-Dienstes Impire bestätigte, dass Nerlinger im Glashaus sitzend mit Steinen geworfen und Magath seinen Konter von langer Hand vorbereitet hat. Zwischen 1993 und 1998 spielte Nerlinger in der Tat 364-mal Foul, es folgten Thomas Berthold (VfB Stuttgart) und Jens Todt (SC Freiburg/Werder Bremen) mit je 336 Fouls. Aber auch Nerlinger hat Recht: Die Datenbank weist Schalke tatsächlich als Spitzenreiter in der Foul-Statistik dieser Saison aus.

Schalkes Spiel von Fouls geprägt

Damit nahm der 56-Jährige Bezug auf ein Interview, mit dem Nerlinger im "Münchner Merkur" die Stimmung kräftig angeheizt hatte. Darin warf er Schalke eine gezielte Foul-Taktik vor. Das Spiel der Magath-Elf sei "von zwei Stilmitteln geprägt", so der Ex-Profi. "Bei Standards sind sie höllisch gefährlich, da muss man wirklich aufpassen. Das zweite Spielmittel sind taktische Fouls. Wir beim FC Bayern wollen hier aber einen anderen Fußball spielen", betonte Nerlinger, der der Schalker Spielweise nicht viel abgewinnen kann. "Das ist eine Politik, eine Philosophie, die den Fußball einfach nicht weiterbringt. Das kann nicht das Ziel dieses Sports sein." Die Schalker würden es aber immer wieder schaffen, so den Rhythmus aus dem Spiel zu nehmen. Bei "30, 40 taktischen Fouls" sei es schwer für einen Gegner "Druck aufzubauen". Zudem empfahl Nerlinger den Schiedsrichtern, genau hinzuschauen.

S04 kann finanziell nicht mithalten

Magath räumte ein, dass sein Team in der Foulstatistik derzeit führe, entgegnete aber mit Blick auf die Finanzen: "Wir sind eben nicht in der Lage, 70 bis 80 Millionen Euro für bestens ausgebildete Spieler zu zahlen. Wir müssen kleinere Brötchen backen und unsere Spieler selbst ausbilden. Natürlich könnte es sein, dass sie taktisch und technisch noch nicht auf dem Niveau sind wie Robben und Ribéry." Gleichwohl sieht der Coach seine Elf und die Bayern in der "selben Klasse": "Und ich würde mich freuen, wenn wir dem Favoriten mit läuferischen und kämpferischen Mitteln Paroli bieten können."

Wut aus der Pleite in Frankfurt

Bastian Schweinsteiger sieht die Spielweise der Königsblauen ähnlich wie Nerlinger: "Schalke spielt manchmal etwas dreckig." Der deutsche Nationalspieler und sein Bayern-Kollege Mark van Bommel gaben sich siegesgewiss vor dem ersten von zwei Duellen innerhalb von zehn Tagen. Denn die beiden in der Liga nur durch einen Punkt getrennten Teams treffen bereits am 3. April an selber Stelle im Punktspiel wieder aufeinander. "Vielleicht ist gar nicht so schlecht, dass wir in Frankfurt einen Dämpfer bekommen haben. Man nimmt viel Wut aus so einer Niederlage mit", sagte Schweinsteiger, der überzeugt ist, dass seine Elf "mehr Qualität als Schalke" hat: "Aber wir müssen das auch umsetzen und zeigen, dass wir die stärkste Mannschaft der Liga sind." Kapitän van Bommel riet, das eigene Spiel zu machen: "Dann gewinnen wir gegen jede Mannschaft in Deutschland."

Den Heimvorteil nutzen

Magath will die Chance nutzen, seinen Ex-Klub im K.-o.-Spiel in der ausverkauften Veltins-Arena zu bezwingen. "Wir wollen ins Finale nach Berlin. Wir haben den Vorteil des Heimspiels, vor allem weil Team und Fans wieder zusammengerückt sind. Deshalb sind die Bayern jetzt mein Traumlos. Zu Hause haben wir eher eine Chance als in Berlin", betonte Magath, der mit den Münchnern 2005 (im Finale gegen Schalke) und 2006 in der Hauptstadt triumphierte. Sollte es Magath in seinem ersten Jahr gelingen, Schalke ins zwölfte Cup-Finale zu führen, würde das nicht nur willkommene Millionen-Einnahmen bescheren. Es wäre zudem eine Kampfansage im Meisterschaftsendspurt.

Van Gaal spielt Heimvorteil runter

Nach der 1:2-Pleite in Frankfurt, die Schalke mit dem 2:2 in Hamburg tags darauf nicht zur Übernahme der Spitze nutzen konnte, machte Bayern-Coach Louis van Gaal seinen Profis die Bedeutung des Pokal-Krachers klar. "Wir bekommen die Gladiolen oder wir sind tot", sagte der Niederländer vor den "Wochen der Wahrheit". Er hofft, dass Schalke dem Druck vor eigenem Publikum nicht gewachsen ist. "Ich denke, der Heimvorteil ist nicht so groß."

Magath nicht noch einmal vorbeiziehen lassen

Die wohl entscheidende Phase beginnt mit dem Pokalduell, findet am Samstag (ab 18.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) bei Bayer Leverkusen seine Fortsetzung und endet am 3. April mit der Revanche gegen Bayern in der Bundesliga. Die Münchner haben mit den beiden Champions-League-Duellen noch Manchester United vor der Brust und müssen in der Bundesliga auch in Leverkusen antreten. Diesmal wollen sie sich nicht wie im Vorjahr von Magath bremsen lassen. "Der hat uns mit Wolfsburg schon mal ein Bein gestellt", sagte Schweinsteiger, "das darf kein zweites Mal passieren."

Die Statistik spricht für die Bayern

Van Gaal sieht den Rekord-Pokalsieger trotz zuletzt gezeigter Schwächen gut gerüstet, um zum 17. Mal ins Pokalendspiel einzuziehen. Zumal die Statistik für die Münchner spricht: In den sieben bisherigen Pokal-Duellen setzten sich die Bayern sechsmal durch, nur im Halbfinale 2002 zogen sie mit 0:2 n.V. in Gelsenkirchen den Kürzeren. Schalke holte danach zum bisher letzten Mal den Pott.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Schalke: Neuer - Rafinha, Höwedes, Bordon, Westermann - Matip - Kluge (Baumjohann), Rakitic, Schmitz - Farfan, Kuranyi. - Trainer: Magath

München: Butt - Lahm, van Buyten, Badstuber, Alaba - Robben, van Bommel, Schweinsteiger, Müller (Ribery) - Klose, Olic (Müller). - Trainer: van Gaal

Schiedsrichter: Knut Kircher

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