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DFB-Pokal: Bayern München dank Robben im Finale

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Bayern München dank Robben im DFB-Pokal-Finale

25.03.2010, 10:44 Uhr | dpa, dpa

DFB-Pokal: Bayern München dank Robben im Finale. Matchwinner für die Bayern: Arjen Robben. (Foto: dpa)

Matchwinner für die Bayern: Arjen Robben. (Foto: dpa)

Dank eines Geniestreichs von Arjen Robben hat der FC Bayern München die erste von drei Titelchancen in dieser Saison gewahrt und steht zum 17. Mal im Endspiel des DFB-Pokals.

Nach einem unwiderstehlichen Solo des Niederländers in der 112. Minute gewann der Rekord-Cupsieger den niveauarmen Halbfinal-Schlager beim FC Schalke 04 mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung und trifft nun am 15. Mai im Berliner Olympiastadion auf Werder Bremen (Robbens Traumtor und Werders Sieg im Video).


Nächstes Duell am 3. April

Mit dem verdienten Erfolg vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena gegen das Team ihres Ex-Trainers Felix Magath verschafften sich die Münchner womöglich auch einen kleinen psychologischen Vorteil für das Titelrennen in der Bundesliga, in dem Bayern einen Punkt vor Schalke liegt. Beide Klubs stehen sich am 3. April in Gelsenkirchen im Kampf um Punkte erneut gegenüber.


Schweinsteiger: "Ein Wahnsinnstor"

"Wir waren heute die bessere Mannschaft und auch in der Extra-Zeit fitter als Schalke", sagte Matchwinner Robben, der von seinen Kollegen höchstes Lob erhielt. "Ein Wahnsinnstor. Wir sind froh, dass wir solche Leute haben", meinte Bastian Schweinsteiger, der kurz vor Schluss mit einem Krampf vom Feld musste. Dagegen ließen die Schalker, die ihre zwölfte Final-Teilnahme verpassten, die Köpfe hängen. "Das darf uns nicht passieren. Wir hatten den absoluten Willen, aber am Ende hat einfach die Kraft gefehlt. So ein Tor kurz vor Schluss ist bitter", gestand Abwehrspieler Heiko Westermann.

Bayern dominieren Spiel auf niedrigem Niveau

Die hohen Erwartungen an das Pokal-Duell der beiden Bundesliga-Topklubs wurden enttäuscht - stattdessen kamen Taktik-Fans voll auf ihre Kosten. Zum Start in ihre Endspiel-Wochen waren die Bayern eine Halbzeit lang die klar dominierende Mannschaft, versäumte es aber, die wenigen zwingenden Torchancen gegen die von Felix Magath betont defensiv eingestellten Gastgeber zu nutzen. Schalke wagte sich erst im zweiten Durchgang etwas aus der Deckung und gestaltete das Spiel offener, doch eine wirkliche Bedrohung für die Münchner Abwehr stellten die zumeist harmlosen Angriffsbemühungen kaum dar.


Löw: "Das Spiel ist schlecht"

"Das Spiel ist schlecht. Und ich glaube, das liegt am Platz. Der ist für März in einem verheerend schlechten Zustand", kritisierte Bundestrainer Joachim Löw zur Halbzeit die Rahmenbedingungen für den Pokal-Klassiker. Auf dem schwierigen Geläuf konnte auch Franck Ribéry, der bei den Bayern nach gut einer Stunde für Ivica Olic eingewechselt wurde, seine Fußball-Kunst nur selten demonstrieren.

Neuer verhindert frühen Rückstand

Das erste Achtungszeichen in einer von beiden Seiten verbissen geführten Partie setzten die Schalker durch Alexander Baumjohann. Der Ex-Münchner, nach seiner starken Vorstellung beim 2:2 in Hamburg überraschend als zweite Spitze aufgeboten, prüfte Jörg Butt mit einem Flachschuss aus 16 Metern (6.). Doch das gefälligere Offensivspiel zogen zunächst die Münchner auf: Erst verzog der freistehende Ivica Olic (7.), als die königsblaue Abwehr zu Unrecht auf Abseits spekulierte, dann verhinderte Manuel Neuer mit prächtiger Fußabwehr gegen Robben (10.) den drohenden Rückstand. Auch Miroslav Klose gelang es per Kopf nicht, Schalkes Schlussmann zu überwinden (16.).

Schalke beschränkt sich auf die Defensive

Auf weitere prickelnde Torraumszenen warteten die Zuschauer in der ersten Halbzeit vergebens, weil sich die kompakte Schalker Defensive allmählich besser auf das Angriffsspiel der Gäste einstellte. Eigene Offensivversuche der Gelsenkirchener hatten Seltenheitswert, auch der in der Liga schon 15 Mal erfolgreiche Kevin Kuranyi konnte sich vor der Pause nicht einmal in Szene setzen.

Schweinsteiger hat die Entscheidung auf dem Fuß

Seine erste Chance bekam der Ex-Nationalstürmer erst in der 49. Minute nach einem Querschläger von Holger Badstuber serviert, doch Butt im Bayern-Tor ließ sich nicht überlisten. Durch diese Aktionen mutig geworden, suchten die Schalker nun etwas häufiger den Weg zum gegnerischen Tor. Auf der Gegenseite kam Thomas Müller (73.) nicht zum Zuge, wenig später wurde Klose vom eingewechselten Joel Matip am Einschuss gehindert. Zwei Minuten vor dem Ende verhinderte Neuer gegen Bastian Schweinsteiger einen Rückstand für Königsblau.

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