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DFB-Pokal: Die Bayern feiern gegen Bremen in Berlin ihren 15. Pokalsieg

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DFB-Pokal - Finale  

Die Bayern lassen Bremen nicht den Hauch einer Chance

17.05.2010, 14:28 Uhr | t-online.de, t-online.de

DFB-Pokal: Die Bayern feiern gegen Bremen in Berlin ihren 15. Pokalsieg. Double perfekt: Mark van Bommel streckt den Pokal in den Berliner Nachthimmel. (Foto: imago)

Double perfekt: Mark van Bommel streckt den Pokal in den Berliner Nachthimmel. (Foto: imago)

Aus Berlin berichten Sebastian Schlichting und Julian Moering

Das Berliner Olympiastadion wird langsam zum Party-Zimmer des FC Bayern München. Genau eine Woche nach dem Feiern der Meisterschaft mit ausgiebigen Bierduschen und allem Drum und Dran, holten die Bayern in der Hauptstadt auch den DFB-Pokal, zum insgesamt 15. Mal. Und das atemberaubend überlegen. Am Ende hieß es 4:0 (1:0) gegen Werder Bremen, die Tore erzielten Arjen Robben per Elfmeter (35.), Ivica Olic (51.), Franck Ribéry (63.) und Bastian Schweinsteiger (84.).

Die Bayern lassen vom Start weg keine Zweifel aufkommen

"Der FC Bayern greift immer an", hatte Trainer Louis van Gaal vor der Partie angekündigt. Robben setzte dies als erster in die Tat um. Keine drei Minuten waren gespielt, als der Niederländer aus 20 Metern abzog - Torwart Tim Wiese lenkte den Ball zur Ecke. Nur ein paar Sekunden später kam Martin Demichelis zum Kopfball, setzte diesen aber drüber. Die Münchner hatten gleich klargemacht, dass sie trotz zurückliegender Meisterfeier und anstehendem Champions-League-Finale voll da waren.

Das Finale leidet nicht unter dem ungemütlichen Wetter

Werder brauchte einige Minuten, um reinzukommen. Hatte dann aber gleich drei Chancen auf einmal: Claudio Pizarro versetzte Daniel van Buyten und Schweinsteiger, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Hans-Jörg Butt. Der Keeper hielt auch den Nachschuss von Torsten Frings, ehe Aaron Hunt geblockt wurde. Das 25. Finale im diesmal kalt-nassen Olympiastadion (vor dem Anpfiff wurde der Rasen noch mit Walzen getrocknet, das Endspiel der A-Jugend hatte kurzfristig im benachbarten Amateur-Stadion von Hertha BSC stattfinden müssen), benötigte vor 75.420 Zuschauern keine Anlaufphase.

Chef Arjen Robben

In der Folge setzten die Bremer zwar immer wieder kleine Nadelstiche, Chef auf dem Platz waren aber die Bayern. Und deren Chef war natürlich Robben. Er gab den Pass, an dem Ivica Olic und Thomas Müller im Fünfmeterraum vorbeirutschten (24.), spielte Doppelpass mit Müller, schoss dann aber übers Tor (30.) und besorgte auch die Führung. Bei Robbens Handelfmeter, den Per Mertesacker verschuldet hatte, war Wiese machtlos.

Almeida gleich nach seiner Hereinnahme im Pech

Der FCB hätte noch beruhigter in die Pause gehen können, wenn Müller nach sehenswerter Vorbereitung von Ribéry nicht rechts am Tor vorbeigeschossen hätte (42.). So aber blieb Werder noch kurze Zeit in der Partie und hatte die erste Gelegenheit in der zweiten Halbzeit: Der eingewechselte Hugo Almeida erwischte eine Eingabe von Tim Borowski, verfehlte das Ziel aber knapp (47.).

Nur kurze Aufregung wegen des nicht gegeben Elfmeters

Dann spielte wieder der Deutsche Meister. Robben hätte nach einer Attacke von Philipp Bargfrede in der 49. Minute gerne noch einen Elfmeter gehabt. Dass er ihn nicht bekam, dürfte ihm zwei Minuten später egal gewesen sein. Da profitierte Olic von einer zu kurzen Kopfballabwehr von Mertesacker nach einer Ecke und schob zum 2:0 ein.

Werder findet vorne nicht mehr statt

Während Ribéry und vor allem Robben der gegnerischen Abwehr ein Problem nach dem anderen servierten, war die Bremer Offensive abgesehen von einem Pizarro-Kopfball (64.) nahezu wirkungslos. Dabei hatte Werder in der Bundesliga-Saison 71 Tore erzielt. Besser waren nur die Bayern mit 72. Auch im Pokalfinale war Werder die zweitbeste Mannschaft, genauer gesagt die deutlich unterlegene.

Frings' Frust entlädt sich in einem Foul zuviel

Die Überlegenheit sollte sich schon bald wieder auf der Anzeigetafel zeigen. Ribéry schloss nach feinem Pass von Mark van Bommel zum 3:0 ab, Schweinsteiger legte nach. Langsam wurde es peinlich für Werder. Es passte zu diesem für die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf frustrierenden Abend, dass Frings in der 76. Minute die Gelb-Rote Karte sah.

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