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DFB-Pokal: Schweinsteiger rettet Bayern vor dem Aus

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Schweinsteiger rettet Bayern vor dem Pokal-Aus

19.01.2011, 12:21 Uhr | sid, sid

DFB-Pokal: Schweinsteiger rettet Bayern vor dem Aus. Bastian Schweinsteiger rettet Bayern vor dem Aus im DFB-Pokal. (Foto: Reuters)

Bastian Schweinsteiger rettet Bayern vor dem Aus im DFB-Pokal. (Foto: Reuters)

Ein Doppelpack von Bastian Schweinsteiger und ganz viel Dusel haben Titelverteidiger Bayern München einen glücklichen Sieg im Vergleich der beiden Vorjahresfinalisten des DFB-Pokals beschert. Der Rekordmeister zog mit einem 2:1 (1:1) gegen den streckenweise überlegenen Erzrivalen Werder Bremen ins Achtelfinale ein.

Bastian Schweinsteiger sorgte in der 74. Minute mit einem Traumtor aus 25 Metern für den Triumph, nachdem die Gäste beste Chancen auf den Sieg vergeben hatten. Der Mittelfeldspieler hatte nach 27 Minuten schon den 1:1-Ausgleichstreffer erzielt. Zuvor hatte Claudio Pizarro die Gastgeber mit seiner Führung nach zwei Minuten geschockt, als er eine Flanke von Marko Arnautovic mit dem Oberschenkel ins Tor beförderte.

Van Gaal: "Es ist Wahnsinn"

"Ich musste das Tor machen, so einfach ist das", sagte Schweinsteiger. Seit 1991 sind die Bayern nun 24 Heimspiele in Serie im DFB-Pokal ungeschlagen. "Ich finde es fantastisch. Wir haben so viele Verletzte, es ist Wahnsinn eigentlich", sagte Trainer Louis van Gaal.

"Wir haben uns heute selbst geschlagen. Wenn man hundertprozentige Chancen nicht nutzt, kann man so ein Spiel nicht gewinnen. Das ist ärgerlich, vollkommen unnötig. Der Gegner hat nichts zustande gebracht in der zweiten Halbzeit", zürnte Werder-Coach Thomas Schaaf und Manager Klaus Allofs hatte "so einen Hals" wegen eines nicht gegebenen Bremer Tores: "Dann brauchen wir nicht mehr Fußball spielen." Nüchterner urteilte Torschütze Pizarro: "Wenn du die Tore nicht machst, bekommst du die Tore."

Bayern-Abwehr wacht erst nach der Führung auf

164 Tage nach dem souveränen 4:0-Triumph der Bayern im DFB-Pokalfinale von Berlin war Bremen von Beginn an auf Revanche aus. Und schon der erste Angriff brachte die Führung im 100. Duell der beiden Klubs, als sich die komplette Bayern-Abwehr noch im Tiefschlaf befand und der schwache Anatolij Timoschtschuk keine Gegenwehr bei Pizarros Treffer leistete. Erst danach erwachten die Gastgeber.

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Neben Ivica Olic saßen vor 64.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena auch die wieder einsatzfähigen Miroslav Klose und Daniel van Buyten vorerst auf der Bank. Auch ohne die potenziellen Stammspieler kontrollierten die Bayern gegen viel zu passive Bremer in der ersten Hälfte das Spiel. In der 17. Minute sorgte ein Kopfball der einzigen Spitze Mario Gomez erstmals für echte Gefahr vor dem Gäste-Tor. Drei Minuten später zwang Kapitän Philipp Lahm Gäste-Keeper Sebastian Mielitz zur ersten Glanzparade.

Prödl verpasst aus kurzer Distanz

Bei einem der wenigen Bremer Vorstöße hatte dann allerdings Sebastian Prödl die riesige Chance auf das 2:0, doch er setzte seinen Kopfball völlig frei aus fünf Metern neben das Tor (25.). Das sollte sich bitter rächen, denn nur zwei Minuten später erzielte Schweinsteiger aus Nahdistanz den Ausgleich, als der Bremer Wesley das Abseits aufhob. Die Flanke zum 1:1 hatte Hamit Altintop geschlagen. Noch vor der Pause fiel Thomas Müller zweimal im Strafraum elfmeterreif, doch der Pfiff des unsicheren Schiedsrichters Michael Weiner blieb aus.

Nach dem Wechsel kamen die Gäste wie verwandelt aus der Kabine und vergaben gegen die überforderte Bayern-Abwehr fast im Minutentakt klarste Chancen auf die Vorentscheidung. Zunächst traf Wesley (59.) das Außennetz, dann wurde ein Kopfballtreffer von Prödl (60.) nicht anerkannt. Zwei Minuten später rettete Altintop bei einem Kopfball von Pizarro auf der Linie (62.). Arnautovic scheiterte dann zunächst alleinstehend an Bayern-Keeper Jörg Butt (64.), dann hämmerte er eine Minute später einen Freistoß an die Latte, ehe er in der 69. Minute erneut ganz frei vorbeizielte.

Wie aus dem Nichts fiel dann der Siegtreffer für die Bayern, die in der zweiten Hälfte bis dahin keine einzige Chance hatten. Beste Spieler bei den insgesamt enttäuschenden Gastgebern waren Schweinsteiger und Torhüter Butt. Bei den Bremern überzeugte neben Arnautovic auch Marko Marin.

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