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DFB-Pokal: Kuntz rettet Kinder bei Randalen

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Schwere Vorwürfe gegen Sicherheitskräfte

01.08.2011, 08:54 Uhr | t-online.de

DFB-Pokal: Kuntz rettet Kinder bei Randalen. Randale in Berlin: BFC-Dynamo-Hooligans stürmen den FCK-Block. (Foto: imago)

Randale in Berlin: BFC-Dynamo-Hooligans stürmen den FCK-Block. (Foto: imago)

Vorwürfe, Schuldzuweisungen und eine Rettungstat: Noch immer diskutiert Fußball-Deutschland über die Krawalle nach dem Pokalspiel zwischen dem BFC Dynamo und dem 1. FC Kaiserslautern. Während die Polizei dem Ordnungsdienst im Stadion nun erhebliche Fehler zur Last gelegt hat, bestätigte FCK-Boss Stefan Kuntz, zwei Kinder eigenhändig vor den Chaoten in Sicherheit gebracht zu haben.

Kuntz und Team-Manager Marco Haber halfen dabei, die eigenen Fans vor den Angriffen der Dynamo-Hooligans zu schützen. In der "Bild" sagte Kuntz: "Wir haben aus dem Block zwei Kinder rausgeholt und im Mannschaftsbus in Sicherheit gebracht." Nötig war dieser Einsatz auch, weil den Hooligans im wahrsten Sinne Tür und Tor geöffnet worden waren.

Ordnungsdienst soll Polizei ausgeschlossen haben

"Eine erste Auswertung, auch unter Einbeziehung von Video- und Fernsehbildern, ergab, dass Maßnahmen des Ordnerdienstes, teilweise entgegen vorheriger Absprachen mit der Polizei, zu den Problemen geführt beziehungsweise den Verlauf begünstigt haben, was vom Verantwortlichen des Sicherheitsdienstes auch eingeräumt wurde", ließ die Polizei am Tag nach den Ausschreitungen verlauten.

Konkret beschuldigt die Polizei den Ordnerdienst, ein Tor geöffnet zu haben, durch das bis zu 300 BFC-Hooligans in den Gästebereich eindringen und die Fans des FCK angreifen konnten. Doch damit nicht genug: Das Tor soll laut Polizei anschließend wieder geschlossen worden sein, sodass die Einsatzkräfte nicht sofort eingreifen konnten.

Fanbeauftragter: "Das ist der Wahnsinn!"

In der Berliner Tageszeitung "B.Z." bestätigte der BFC-Fanbeauftragte Rainer Lüdtke, dass ein Rolltor am Ende der Gegengeraden nach Schlusspfiff nicht ausreichend mit Ordnern besetzt gewesen sei. "Wenn die ersten auf dem Weg sind, ist es wie ein Kartenhaus, das zusammenfällt. Es gibt dann die Mitläufer", sagte Lüdtke. Besonders beschäftigte ihn die Frage, wie die Randale überhaupt entstehen konnten. Auslöser waren mehrere BFC-Fans, die sich unmittelbar nach Spielende Zutritt zum Innenraum verschafft hatten. Sie hatten sich vor den Gästefans aufgebaut, die FCK-Fans provoziert und waren anschließend mit Fahnenstangen attackiert worden. "Dass es überhaupt möglich sein soll, so ein Tor von innen zu öffnen, ist der Wahnsinn", sagte Lüdtke.

BFC Dynamo entschuldigt sich: "Ein Albtraum"

Am Ende des Chaos standen 18 verletzte Polizisten, 27 Festnahmen und eingeleitete Strafverfahren gegen 50 Personen zu Buche. Die Anzahl der verletzten Fans ist bisher nicht bekannt. Der BFC Dynamo hat sich für die Vorfälle bereits entschuldigt und seine Vereinswebsite aktuell umgestellt: Alle Inhalte wurden vorübergehend entfernt, zu lesen ist ausschließlich ein Entschuldigungsschreiben von Präsidium, Mannschaft und Trainerkollektiv. "Leider, leider endete ein schönes Spiel mit einer zu 99 Prozent friedlichen Kulisse in einem Albtraum. Was passiert ist, tut uns sehr leid."

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