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Fall Dynamo Dresden zeigt die Hilfslosigkeit der Vereine und des DFB

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Allgemeine Hilfslosigkeit

03.11.2011, 08:53 Uhr

Fall Dynamo Dresden zeigt die Hilfslosigkeit der Vereine und des DFB. Fingerzeig: Auch harte Strafen werden die Randalierer nicht stoppen. (Quelle: imago)

Fingerzeig: Auch harte Strafen werden die Randalierer nicht stoppen. (Quelle: imago)

Ein Kommentar von Oliver Strerath

Peng, das ist ein Knalleffekt. Nach den wiederholten Ausschreitungen Fans von Dynamo Dresden hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nun gefordert, die Sachsen von der kommenden Wettbewerb im DFB-Pokal auszuschließen. Endlich, mal eine ernstzunehmende Maßnahme gegen den Wiederholungstäter, werden einige sagen. Die Dresdner selbst finden die mögliche Strafe überzogen und haben bereits einen Anwalt eingeschaltet, um ihre Interessen zu vertreten. Das Säbelrasseln auf beiden Seiten lenkt aber nur von der allgemeinen Hilflosigkeit ab. (Lesen Sie auch: Rummenigge: DFB und DFL mitverantwortlich für Krawalle)

Sowohl der DFB als auch Dynamo – wie viele andere Klubs in Deutschland – werden den Problemen  einfach nicht Herr. Stadionverbote für die Randalierer greifen nicht. Geldstrafen für die Vereine auch nicht. Verstärkte Kontrollen in den Stadien nicht. Drohgebärden, die Chaoten  finanziell zur Rechenschaft zu ziehen, ebenfalls nicht. Ob es das Exempel tut, das am Zweitligisten statuiert  werden soll – großes Fragezeichen. Denn diejenigen, die über die Stränge schlagen wollen, werden es auch weiter tun. Wie sie es seit Jahren tun.

DFB spielt keine glückliche Rolle

Mehrfach wurde Dynamo bereits für die Verfehlungen seiner Anhängerschaft bestraft. Genutzt hat es nichts. Wie in Rostock. Wie in Frankfurt. Und anderswo. Der FC St. Pauli wurde nach dem Becherwurf zu einem Geisterspiel verdonnert. Vor wenigen Wochen warf ein Schalker Anhänger eine Miniatur-Billardkugel auf einen TV-Experten.

Fest steht, der DFB spielt in der Thematik keine glückliche Rolle. Vor allem beim Kapitel Pyrotechnik, die in den Stadien laut Präsident Zwanziger nichts zu suchen hat. Längst hat der Verband Versäumnisse bei dieser Thematik eingeräumt. Eine Task-Force und ein Krisengipfel sollen  helfen. Wieder einmal. Zuvor hofft der DFB aber wohl, mit der drakonischen Strafe gegen Dynamo den Ausschreitungen in den Stadien Einhalt zu gebieten.  Ein Trugschluss – selbst wenn es zumindest ein Spiel weniger wäre, in dem die Dresdner sich daneben benehmen werden. Tun sie es nicht, werden es eben andere tun.

Hohes Risiko für den Kick

Denn die wenigen Unverbesserlichen wird es in den Stadien weiter geben. Sie werden ihre Klubs weiter in Verruf bringen. Egal in welcher Liga. Für den Kick, etwas Verbotenes zu tun und dafür ein Millionen-Publikum zu haben, werden sie weiter hohes Risiko gehen. Wie für die Möglichkeit, die Schlagzeilen der Medien zu füllen. Ob mit Feuerwerk und Faustschlägen. Und sie werden weiter Strafen in Kauf nehmen. Vor allem solche, die sie nicht persönlich betreffen.

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