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Dynamo legt Einspruch gegen Pokal-Ausschluss ein

08.11.2011, 15:19 Uhr | dpa

Dynamo Dresden legt Einspruch gegen Ausschluss ein. Bleiben die Ränge im Dynamo-Stadion in der nächsten Pokal-Saison leer? (Quelle: imago)

Bleiben die Ränge im Dynamo-Stadion in der nächsten Pokal-Saison leer? (Quelle: imago)

Zweitligist Dynamo Dresden hat fristgerecht Einspruch gegen den geforderten Ausschluss aus dem DFB-Pokal eingelegt. Anwalt Christoph Schickhardt begründete dies in der "Sächsischen Zeitung" mit unüberschaubaren Konsequenzen der Strafmaßnahmen. "Sie könnten ein Spiel in der ersten Runde betreffen, aber theoretisch auch sieben Spiele inklusive Finale. Wenn man es zu Ende denkt, sogar bis zum internationalen Wettbewerb in der übernächsten Saison. Eine solche Strafe, deren Auswirkungen nicht bestimmbar sind, macht keinen Sinn", sagte Schickhardt.

Nachdem Dresdner Fans im Zweitrundenspiel bei Borussia Dortmund neben Pyrotechnik auch Böller und Raketen gezündet und damit mehrfach einen Spielabbruch provoziert hatten, fordert der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine Sperre der Dresdner für die kommende Pokalsaison.

Stadionverbote für Mitläufer gefordert

Der Klub-Anwalt betonte, Dynamo habe im Vorfeld der Partie alles Erdenkliche unternommen. Er forderte ein striktes Vermummungsverbot in den Stadienordnungen und bundesweite Stadionverbote auch gegen Mitläufer: "Wer danebensteht und den Täter nicht meldet, sollte auch bestraft werden."

Schickhardt regte an, keine Gästeblocks in Stadien mehr anzubieten und auch keine Karten über die Gastvereine zu verkaufen. "Durch einen Gästeblock entsteht erst die Gefahr der Verantwortlichkeit des Vereins. Es muss klar sein, jeder Zuschauer trägt für sein Verhalten allein die ganze Verantwortung", sagte der Anwalt.

Calmund will hartes Vorgehen gegen Störenfriede

Auch Dynamo-Berater Reiner Calmund forderte drastische Strafen für die Randalierer. "Die überführten Störenfriede müssen mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln zur Verantwortung gezogen werden", sagte Calmund. Dies bedeute, dass vom bundesweiten Stadionverbot bis hin zu straf- und zivilrechtlichen Maßnahmen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssten. Das Recht auf einen Dialog hätten sie verwirkt.

Den Antrag auf einen Pokalausschluss für Dynamo hält Calmund für völlig überzogen. "Der DFB darf kein Exempel statuieren, er muss im Interesse des gesamten Fußballs das Problem an der Wurzel packen. Es geht nur, dass Vereine, Verband, Polizei, Staatsanwaltschaft und andere Behörden die Gewalt im Umfeld des Fußballs durch eine gezielte Kooperation und Zusammenarbeit gemeinsam in den Griff bekommen. Es hilft nicht, Vereine drakonisch zu bestrafen und sie dann mit Problemen, die sie schon alleine aus rechtlichen Gründen nicht lösen können, allein zu lassen", hieß es in einer vom Verein verbreiteten Pressemitteilung Calmunds.

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