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Greuther Fürth und Mönchengladbach ziehen ins DFB-Pokal-Halbfinale ein

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Gladbach und Fürth ziehen ins Halbfinale ein

09.02.2012, 08:31 Uhr | sid

Greuther Fürth und Mönchengladbach ziehen ins DFB-Pokal-Halbfinale ein. Gladbach jubelt über den Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale. (Quelle: Reuters)

Gladbach jubelt über den Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale. (Quelle: Reuters)

Borussia Mönchengladbach und Zweitligist SpVgg Greuther Fürth sind Borussia Dortmund ins Halbfinale des DFB-Pokals gefolgt, für die Trainer Holger Stanislawski und Michael Skibbe wird die Luft dagegen immer dünner. Mönchengladbach siegte dank eines umstrittenen Foulelfmeters von Filip Daems (101.) mit 2:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung bei Hertha BSC, dessen Coach Skibbe im vierten Spiel die vierte Niederlage kassierte. Gleichzeitig platzte für Hertha abermals der Traum vom Pokalfinale im eigenen Stadion.

Fürth gewann durch einen Treffer von Torjäger Olivier Occean (44.) beim Erstligisten 1899 Hoffenheim mit 1:0 (1:0) und zog erstmals ins Halbfinale des Cup-Wettbewerbs ein. Der erst im Sommer verpflichtete Stanislawski steht bei Hoffenheim nun vor dem Aus. Klubmäzen Dietmar Hopp hatte Stanislawski zuletzt angezählt und ohne Wenn und Aber den ersten Halbfinaleinzug der Hoffenheimer im Pokal verlangt. Angeblich hatt Hoffenheim Markus Babbel im Visier. Bei 1899 hatte Ex-Nationalspieler Marvin Compper in der 36. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen.

Schiedsrichter Brych im Blickpunkt

Gladbach reichte eine durchschnittliche Leistung und die Hilfe von Schiedsrichter Felix Brych zum Sieg gegen engagierte, aber glücklose Berliner. Für hitzige Diskussionen sorgte die entscheidende Szene vor dem Tor in der 101. Minute. Hertha-Verteidiger Roman Hubnik hatte Gladbachs Stürmer Igor de Camargo im Strafraum nach Meinung des Unparteiischen eine Kopfnuss verpasst, der Belgier ließ sich spektakulär fallen. Hubnik sah für seine Aktion die Rote Karte, Daems verwandelte den Elfmeter. In der zweiten Minute der Nachspielzeit machte der gerade eingewechselte Oscar Wendt mit dem 2:0 alles klar.

"Die Krönung war, was der Schiedsrichter in der Verlängerung gepfiffen hat. Hier sind 50.000 Zuschauer im Stadion. Keiner hat gesehen, was er gesehen hat", sagte Hertha-Coach Skibbe nach dem Spiel. Berlins neuer Trainer stellte fest: "Das war eine eindeutige Fehlentscheidung." Auch Manager Michael Preetz war sauer auf den Unparteiischen. "Ich habe schon mit Brych gesprochen. Er ist einigermaßen entsetzt über seine Entscheidung", sagte Preetz.

Favre: "In der ersten Halbzeit war Hertha besser"

"In der ersten Halbzeit war Hertha besser", sagte Gladbachs Trainer Lucien Favre. Zur strittigen Szene nahm der ehemalige Hertha-Coach nicht Stellung. "Ich habe auf der Bank nichts gesehen. In der zweiten Halbzeit und in der Verlängerung haben wir besser gespielt. Aber Hertha hatte auch Möglichkeiten."

Vor dem Liga-Topspiel am Samstag (ab 18.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen Schalke 04 beschränkte sich die Borussia vor 47.465 Zuschauern auf konzentrierte Abwehrarbeit und gelegentliche Konter. Das allerdings reichte, um erstmals seit acht Jahren wieder das Halbfinale zu erreichen und vom vierten Pokal-Triumph zu träumen. Zuletzt hatten die Fohlen 1995 gegen Wolfsburg (3:0) den Cup gewonnen.

Occean schießt Fürth ins Halbfinale

Auch in Hoffenheim war ein Platzverweis mitentscheidend. Compper hatte sich nach einem Schubser gegen Christopher Nöthe nicht im Griff und leistete sich während der anschließenden Rudelbildung noch einen Wischer in das Gesicht von Stephan Fürstner. Wenig später machte Occean die erste Halbfinalteilnahme der Gäste perfekt.

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Stanislawski bezeichnete die Diskussionen um seine Person kurz nach dem Abpfiff bei Sky als "zweitrangig". Er sei viel mehr stolz auf seine Spieler: "Das ist richtig enttäuschend für uns, weil wir eine richtig gute Partie geboten haben. Wir waren auch mit zehn Mann das bessere Team und hatten genug Chancen." Gästetrainer Mike Büskens, der nach dem Spiel alle seine Spieler herzte, meinte: "Alles in allem geht der Sieg in Ordnung. Allerhöchsten Respekt. Was die Jungens leisten, ist sensationell."

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