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Beim FC Bayern München geht die Angst um

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Beim FC Bayern geht die Angst um

13.05.2012, 09:23 Uhr | t-online.de

Beim FC Bayern München geht die Angst um. Manuel Neuer tröstet den hemmungslos schluchzenden Franck Ribéry (Quelle: dpa)

Manuel Neuer tröstet den hemmungslos schluchzenden Franck Ribéry (Quelle: dpa)

Aus Berlin berichten Jörg Runde und Sebastian Schlichting

Philipp Lahm trabte als erster in die Kurve der Bayern-Fans. Bastian Schweinsteiger und Franck Ribéry folgten direkt dahinter. Lust, das war dem Trio und auch den Kollegen anzumerken, hatten sie alle nicht. Nach der derben 2:5-Packung gegen Borussia Dortmund im Pokalfinale, wären sie allesamt am liebsten direkt in die Kabine marschiert. Vermutlich hätten sich die Bayern-Stars die Dankestour zu den Fans auch gespart, wenn da nicht noch das Champions-League-Finale vor der Brust wäre. Da können Lahm und Co. jede Unterstützung gebrauchen. Überhaupt gab es nach dem Desaster von Berlin beim FC Bayern nur ein Thema: Das Spiel des Jahres gegen den FC Chelsea. (Noten: Die Bayern in der Einzelkritik)

Klare Erkenntnis beim FC Bayern: Fehler abstellen!

Beim Rekordmeister kennt man den Grund für die Pokalschlappe und richtet den Blick aufs CHampions-League-Finale.

Beim FCB kennt man den Grund für die Pokalschlappe.


Mit einem einzigen Spiel können die Münchner die Klatsche im DFB-Pokal und auch die verpasste Meisterschaft vergessen lassen. Nach dem schwachen Auftritt und der fünften Niederlage gegen den BVB in Folge geht beim FC Bayern aber auch die Angst vor einer totalen Pleitensaison um. Einer Saison, die ohne Titel und mit einer Niederlage vor eigenem Publikum endet. (Noten: Die BVB-Spieler in der Einzelkritik)

Rummenigge: "Jedes Tor wie eine Watsch'n"

Auf dem Bankett nach dem Finale nahm sich Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge die Spieler dann auch zur Brust. "Das 5:2 war nicht Zufall, das war nicht Pech, sondern eine Blamage, die wir erlebt haben. Jedes Tor war wie eine Watsch'n", sagte der Vorstandschef nach einer der bittersten Niederlagen in der Vereinsgeschichte.

"Wenn wir so gegen Chelsea spielen, dann verlieren wir das Spiel", polterte auch Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer nach der Packung gegen den Deutschen Meister. Der "Kaiser" sprach von einer "peinlichen Niederlage", während Philipp Lahm sein Team "90 Minuten als bessere Mannschaft" gesehen hatte. "Wir bringen Dortmund mit unseren Patzern aber immer wieder ins Spiel. Das können wir uns nächste Woche nicht erlauben." Trainer Jupp Heynckes sah das ähnlich: "Unsere Fehler haben das Spiel entschieden."

Fanvoting

Fehler über Fehler

Fehler in dieser Häufung, daran besteht kein Zweifel, darf sich eine europäische Spitzenmannschaft niemals erlauben. Den Anfang machte Luiz Gustavo. Der schlechteste Spieler auf dem Platz leistete sich schon nach drei Minuten zwei katastrophale Fehlpässe nacheinander. Den zweiten nutzte Kagawa zum 0:1. Nächster Gast der roten Fehlerparty war der völlig verunsicherte Nationalspieler Jerome Boateng. Sein unnötiges Foul gegen "Kuba" führte zum Elfmeter, den Hummels zum 1:2 verwandelte.

Beim 1:3 kurz vor der Pause sah vor allem Holger Badstuber schlecht aus und als Lewandowski kurz vor Ende der Partie auf 5:2 erhöhte, war auch Manuel Neuer im Chaos-Klub Bayern-Defensive angekommen. Der Nationaltorhüter ließ einen sicher geglaubten Pass aus den Händen rutschen.

Sperren können positiven Effekt haben

Heynckes fand für diese Patzerserie deutliche Worte und nannte, entgegen seiner sonst so zurückhaltenden Art, sogar Namen. Angesprochen wurden in der Pressekonferenz die gesperrten Luiz Gustavo, David Alaba und Holger Badstuber. "Auffallend war", so der Bayern-Trainer, "dass die Spieler, die am Samstag gegen Chelsea nicht dabei sein können, weit hinter ihren Möglichkeiten blieben."

So gesehen haben die Sperren sogar noch einen positiven Effekt. Die drei Versager von Berlin können im Spiel des Jahres keinen Schaden mehr anrichten. Dennoch ist auch Heynckes besorgt und spricht von einem "katastrophalen Defensivverhalten der gesamtem Mannschaft." Das müsse man in Ruhe analysieren und dann unbedingt besser machen.

Bayern heiß auf Chelsea

Zum Schluss machte Heynckes den Bayern-Fans aber auch etwas Hoffnung. Das Spiel seiner Mannschaft sei, jenseits der Fehler, gut gewesen und hätte "Fußballkultur" mit sich gebracht. Bis zum Samstag werde man die Niederlage abgehakt haben, so Heynckes weiter. Einen Knacks durch die Pleite erwartet er nicht: "Wir haben noch ein ganz großes Ziel vor Augen. Ich denke, bis Samstag haben sich alle von dem Schock erholt. Das wird ein ganz anderes Spiel."

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