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DFB-Pokal: Die Kleinen hoffen auf ihre Außenseiterchance

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Die Kleinen hoffen auf ihre Außenseiterchance

17.08.2012, 22:36 Uhr | dpa, sid

DFB-Pokal: Die Kleinen hoffen auf ihre Außenseiterchance. Marco Reus und der BVB haben die zweite Runde im Pokal im Visier. (Quelle: imago)

Marco Reus und der BVB haben die zweite Runde im Pokal im Visier. (Quelle: imago)

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Und so hoffen auch in diesem Jahr wieder die unterklassigen Vereine den Erst- und Zweitligisten ein Bein zu stellen und für eine Sensation zu sorgen. Eppingen, Weinheim oder Vestenbergsgreuth haben es einst vorgemacht. Nun wollen Teams wie der Bremer Regionalligist FC Oberneuland oder der Verbandsligist FC Schönberg 95 aus Mecklenburg-Vorpommern es ihnen in der 1. Runde des DFB-Pokals nachmachen.

Den attraktivsten Gegner am Samstag hat Oberneuland gezogen. Präsident Holger Micheli schwärmt vor dem Aufeinandertreffen mit Meister und Pokal-Titelverteidiger Borussia Dortmund: "Es ist das größte Spiel, das der FCO je hatte." Coach Peter Moussalli weiß um die Chancen seiner Mannschaft: "Wenn wir 500 Mal gegen Dortmund spielen, werden wir 499 Mal verlieren. Aber vielleicht ist ja am Samstag Spiel Nummer 500." Für diese Partie nahmen die Amateure sogar in Kauf, den Heimvorteil abzugeben. Das heimische Stadion am Vinnenweg ist mit einem Fassungsvermögen von 5000 Zuschauern viel zu klein. Die Bremer ziehen ins Weserstadion um, in dem sonst die Bundesliga-Kicker von Werder auflaufen. (Verfolgen Sie diese und die anderen Partien ab 15.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker)

Klopp und Büskens warnen ihre Teams

Für die oberklassigen Teams gilt es hingegen, sich nicht zu blamieren. "Es sind schon so viele Erstligisten rausgeflogen, weil sie geglaubt haben, in der ersten Runde könnte es gemütlich werden", warnt BVB-Trainer Jürgen Klopp. Die bittere Erfahrung mussten 2011 Wolfsburg, Bremen, Freiburg und Leverkusen machen: Sie schieden gegen unterklassige Vereine aus, der damalige Champions-League-Teilnehmer Bayer sogar nach einer 3:0-Führung bei Dynamo Dresden (3:4 nach Verlängerung).

Voller Respekt geht auch die SpVgg Greuther Fürth in ihr erstes Pflichtspiel als Fußball-Bundesligist. Trainer Mike Büskens will vor dem Spiel bei Kickers Offenbach von einem Spaziergang in die nächste Runde nichts wissen. "Wir wollen eine Runde weiter kommen, aber uns erwartet einiges. Wenn wir Offenbach als klassischen Drittligisten einstufen, ist das eine Fehleinschätzung", sagte er vor dem ersten Pflichtauftritt nach dem erstmaligen Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.

Babelsberg geschlagen und nun in deren Stadion spielen

Die erste Runde ist vor allem für die kleinen Teams attraktiv. Jeder Verein erhält 109.000 Euro Antrittsprämie aus dem Fernseh-Pool und der Zentralvermarktung. "Wir haben den Verein gesund gemacht", sagt Frank Rohde. Er besiegte mit dem Sechstligisten SV Falkensee-Finkenkrug im brandenburgischen Pokalfinale den SV Babelsberg und erwartet nun den VfB Stuttgart - im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion.

Während der ehemalige Bundesliga-Profi Rohde die Partie gegen die Schwaben im Vorfeld nicht zu hoch bewerten wollte ("Wir sollten uns auf das Spiel einfach freuen. Alles andere ist Dummquatscherei"), sind seine Spieler euphorischer. So hat sich Torwart Stefan Demuth viel vorgenommen. "Ich gehe mit dem gleichen Ziel wie immer ins Spiel: Dass ich zu null spiele", sagt der frühere Keeper von Borussia Dortmund selbstbewusst. Und Feldspieler Özkan Yilmaz will einen Sieg nicht ausschließen: "Ein bisschen träumt man schon. Es haben auch andere Vereine gezeigt, dass man Bundesligisten schlagen kann."

Schönberg vernagelt sein Tor

Mit einem Video auf "You Tube" haben die Schönberger Spieler sich und ihre Fans auf das Spiel gegen den VfL Wolfsburg eingestimmt. In diesen ist zu sehen, wie die Fußballer ein Tor vernageln.

Ob das bei der Begegnung hilft, für die die Schönberger extra nach Lübeck umziehen, wird sich zeigen. Zumindest soll dem Klub nicht wieder das widerfahren, was am 21. August passierte. Da verlor das Team aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem 0:15 gegen den 1. FC Kaiserslautern. "Das soll diesmal nicht passieren - versprochen", sagt Mittelfeldspieler Kamil Krol.

Die Partien im Überblick:

Samstag, 18.08.2012:
FC Oberneuland - Borussia Dortmund 15.30 Uhr
SC Victoria Hamburg - SC Freiburg 15.30 Uhr
SpVgg Unterhaching - 1. FC Köln 15.30 Uhr
SV Falkensee-Finkenkrug - VfB Stuttgart 15.30 Uhr
Hallescher FC - MSV Duisburg 15.30 Uhr
Offenburger FV - FC St. Pauli 15.30 Uhr
Alemannia Aachen - Bor. Mönchengladbach 15.30 Uhr
FC Carl Zeiss Jena - Bayer Leverkusen 15.30 Uhr
Berliner AK 07 - 1899 Hoffenheim 15.30 Uhr
1. FC Heidenheim - VfL Bochum 18.00 Uhr
FC Schönberg 95 - VfL Wolfsburg 20.30 Uhr
Kickers Offenbach - SpVgg Greuther Fürth 20.30 Uhr

Sonntag, 19.08.2012:
FC Nöttingen - Hannover 96 14.30 Uhr
Karlsruher SC - Hamburger SV 14.30 Uhr
Wormatia Worms - Hertha BSC 14.30 Uhr
FC Hennef - TSV 1860 München 14.30 Uhr
TSV Havelse - 1. FC Nürnberg 14.30 Uhr
VfR Aalen - FC Ingolstadt 04 16.00 Uhr
Arminia Bielefeld - SC Paderborn 16.00 Uhr
1. FC Saarbrücken - FC Schalke 04 16.00 Uhr
Erzgebirge Aue - Eintracht Frankfurt 16.00 Uhr
Preußen Münster - Werder Bremen 16.00 Uhr
Hansa Rostock - 1. FC Kaiserslautern 18.30 Uhr
Wacker Burghausen - Fortuna Düsseldorf 18.30 Uhr
SV Roßbach/Verscheid - FSV Mainz 05 20.30 Uhr

Montag, 20.08.2012:
SV Sandhausen - Energie Cottbus 18.30 Uhr
Rot-Weiss Essen - 1. FC Union Berlin 18.30 Uhr
Chemnitzer FC - Dynamo Dresden 18.30 Uhr
Jahn Regensburg - Bayern München 20.30 Uhr

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