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Hoffenheim demontiert: Berliner AK gewinnt mit 4:0

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Hoffenheim demontiert: Berliner AK gewinnt mit 4:0

18.08.2012, 17:32 Uhr | dpa

Hoffenheim demontiert: Berliner AK gewinnt mit 4:0. Die Spieler des Berliner AK 07 sorgten für eine Hoffenheimer Blamage.

Die Spieler des Berliner AK 07 sorgten für eine Hoffenheimer Blamage. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - 1899 Hoffenheim hat sich von einem entfesselt spielenden Berliner Viertligisten aufs Schlimmste vorführen und blamieren lassen. Nach einer desaströsen Vorstellung ist der Fußball-Bundesligist in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals ausgeschieden.

Die hilflose Mannschaft von Trainer Markus Babbel unterlag beim Regionalligisten Berliner AK auch in der Höhe völlig verdient mit 0:4 (0:3). So hoch verlor noch kein Bundesligist im Pokal gegen eine Mannschaft aus der vierten Spielklasse. "Das war kollektives Versagen", betonte Babbel mit versteinerter Miene im Mini-Presseraum des Amateurvereins.

Draußen lief schon der Motor des Hoffenheimer Luxus-Busses, drinnen grölten die siegreichen Berliner. "Mit so was kann man doch nicht rechnen", meinte BAK-Coach Jens Härtel: "Wir sind dankbar, hier Geschichte geschrieben zu haben." Wir, das war die gesamte Mannschaft des jüngst zum Amateur-Trainer des Jahres gewählten Härtel. Nach nicht mal drei Minuten hatte Metin Cakmak (3. Minute) die Hausherren in Führung gebracht. Justin Gerlach (31.) und Kevin Kruschke (40.) erhöhten noch vor der Pause. Das Häuflein mitgereister Hoffenheim-Fans forderte bereits lautstark: "Wir wollen Euch kämpfen sehen."

"Wir haben die Fans maßlos enttäuscht", betonte Babbel und will sich seine Mannschaft schon am Folgetag vorknöpfen: "Das kann ich auch nicht auf mir sitzen lassen. Hinfallen darfst du, aber du musst wieder aufstehen. Und das erwarte ich auch", sagte er nach dem "blutleeren" Auftritt seiner Mannschaft, die durch Cakmak kurz nach der Pause auch noch den vierten Treffer (50.) kassierte.

Cakmak war es auch, der die Berliner Anhänger unter den 1468 Zuschauern das erste Mal in Jubelstürme versetzt hatte. Mit seinem Drehschuss von der Strafraumgrenze hatte der Medienwissenschaftsstudent den einige Schritte vor seinem Kasten lauernden 1899-Neuzugang Tim Wiese überwunden. Nach ausgelassenen Chancen von Kruschke und Cakmak schrieb Gerlach die sensationelle Geschichte fort. Er lief - allerdings aus Abseitsposition - mit dem Ball seelenruhig auf Wiese zu und schob das Spielgerät nach einem Konter am ausgebooteten Ersatz-Nationalkeeper vorbei ins Tor.

"Er wurde sehr oft im Stich gelassen", meinte Babbel über seinen Keeper, der an Kruschkes Schuss noch die Finger hatte. Nach der Pause unterlief dann aber auch Wiese ein folgenschwerer Fehler. Sein Abschlag landete vor den Füßen Cakmaks. Und der ließ sich nicht lange bitten.

Babbel versuchte es zur zweiten Halbzeit mit zwei neuen Spielern, brachte Sejad Salihovic und Takashi Usami. Sechs-Millionen-Neuzugang Joselu von Real Madrid durfte nicht ran. Es hätte wohl auch nichts genutzt. "Nach dem 0:4 war mir klar, da ist nichts mehr zu holen", gestand Babbel: "Wir hätten auch noch drei, vier Stunden spielen können und kein Tor gemacht."

Die Berliner trafen hingegen in einer denkwürdigen Partie fast nach Belieben. 25 000 Euro Prämie sollen sie fürs Weiterkommen ausgehandelt haben. "Es war ein Spiel, in dem alles für uns gelaufen ist", meinte Härtel, der den Club zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die zweite DFB-Pokalrunde führte.

Vor zwei Jahren war der Verein, der eine Zeit lang wegen der Kooperation mit dem türkischen Erstligisten Ankaraspor auch "Berlin Ankaraspor Kulübü" hieß, zum Auftakt knapp mit 1:2 am FSV Mainz 05 gescheitert. Mittlerweile nennt sich der Verein wieder Berliner Athletik Klub. Und das dürften die Hoffenheimer und Fußball-Deutschland so schnell nicht vergessen.

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