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Babbel entsetzt: "Das war blutleer" - Party beim BAK

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Babbel entsetzt: "Das war blutleer" - Party beim BAK

19.08.2012, 11:17 Uhr | dpa

Babbel entsetzt: "Das war blutleer" - Party beim BAK. Hoffenheims Trainer Markus Babbel will das Elend nicht mehr sehen.

Hoffenheims Trainer Markus Babbel will das Elend nicht mehr sehen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Hoffenheims Markus Babbel versuchte nach seiner schlimmsten Niederlage als Trainer irgendwie die Fassung zu bewahren.

Als ihn im übervollen Presseraum des Berliner AK auch noch ein Mikrofon beinahe am Kopf traf, bewies der Trainer des gestrauchelten Fußball-Bundesligisten einen Rest Galgenhumor. "Das wäre das i-Tüpfelchen gewesen", meinte der Bayer nach dem desaströsen Scheitern in der ersten DFB-Pokalrunde.

Während die siegreichen BAK-Spieler die neue Aufmerksamkeit samt Sportstudio-Auftritt ihres Doppeltorschützen Metin Cakmak genossen und die Nacht zum Tag machten, bestellte Babbel nach dem 0:4 seine gedemütigten 1899-Profis mit versteinerte Miene zum Rapport: "Das kann ich auch nicht auf mir sitzen lassen. Das war blutleer. So habe ich die Mannschaft nicht kennengelernt."

So wird er sie auch nie wieder sehen wollen, erst recht nicht beim Bundesliga-Auftakt bei Borussia Mönchengladbach. Das Häuflein mitgereister Hoffenheimer Fans skandierte in Berlin schon vor der Pause "wir wollen Euch kämpfen sehen". Kurz nach dem Wiederanpfiff rollten sie aus Protest gegen die lustlose Leistung der hochbezahlten Kicker gegen die Berliner No-Name-Truppe die Banderolen ein. "Es war desolat, wir müssen uns dafür schämen", gestand 1899-Neuzugang und Kapitän Tim Wiese nach der höchsten Pokalniederlage eines Bundesligisten gegen einen Viertligisten.

Viermal musste der ehemalige Ersatz-Nationalkeeper hinter sich greifen. Das erste Mal nach knapp drei Minuten, als Cakmak - ein Student der Medieninformatik - von der Strafraumgrenze Maß nahm und den Ball über den ein paar Schritte vor seinem Tor stehenden Wiese hob. Fünf Minuten nach der Pause bekam der BAK-Angreifer den Ball vom Hoffenheimer Keeper unfreiwillig bei einem verunglückten Abstoß vor die Füße und machte den Endstand perfekt.

"Wir haben schon gedacht, dass wir auf Augenhöhe sind", meinte der über dem Auge lädierte Pokalheld des BAK. Am Abend hatte er einen Auftritt im Sportstudio: "Das geht jetzt alles schnell", sagte er. So wie auf dem Platz des Poststadions vor 1468 Zuschauern, die aus dem Staunen nicht mehr herauskamen.

Nicht der Bundesligist bestimmte die Partie, sondern das Viertliga-Team eines Vereins, der eine Zeit lang "Berlin Ankaraspor Kulübü" hieß, weil man eine Zusammenarbeit mit dem türkischen Erstligisten pflegte. Mittlerweile nennt sich der Verein aber wieder Berliner Athletik Klub und die Spieler machten dem Namen alle Ehre. Justin Gerlach (31.) und Kevin Kruschke (40.) belohnten den sehenswerten Einsatz mit der Vorentscheidung schon vor der Pause.

Die verbrachte Babbel fast komplett auf dem Platz. Was er seiner Mannschaft nach den desaströsen ersten 45 Minuten zu sagen hatte, ging schnell. Nach den gesamten 90 Minuten brachte Babbel den Auftritt seiner Truppe, die mit vier Neuzugängen in der Startformation angetreten war, auf einen Nenner und sprach vom "kollektiven Versagen. Das Bittere ist, du kannst es nicht mehr wiedergutmachen", sagte Babbel, dessen Hauptstadt-Beziehung nach seinem schmachvollen Abgang bei der Hertha um ein weiteres Kapitel reicher geworden ist: "Langsam wird mir Berlin unsympathisch."

Die Spieler des Berliner AK durften sich hingegen darüber freuen, einmal aus dem Schatten der beiden Hauptstadt-Clubs Hertha und Union getreten zu sein. Die Spieler genossen den Ruhm und träumten nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte schon vom FC Bayern oder Borussia Dortmund als nächstem Kontrahenten.

Trainer Jens Härtel, der nicht die "Spaßbremse" geben wollte und seine Schützlinge allein Party machen ließ, richtete aber den Blick auf das tägliche Geschäft: "Wir sind dankbar, Geschichte geschrieben zu haben. Das war heute ein einmaliges Fest. Nächste Woche gegen Zwickau müssen wir weider hellwach sein."

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