Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > DFB-Pokal >

Bremen-Blamage beim 2:4 nach Verlängerung in Münster

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Bremer Blamage beim 2:4 nach Verlängerung in Münster

19.08.2012, 18:36 Uhr | dpa

Bremen-Blamage beim 2:4 nach Verlängerung in Münster. Matthew Taylor (2.

Matthew Taylor (2. (Quelle: dpa)

Münster (dpa) - Rollstuhlfahrer Vitali heizte den Preußen-Fans bei brütender Hitze nach dem Pokal-Coup gegen Bremen noch weiter ein, die Werder-Profis sanken erschöpft und enttäuscht zu Boden.

Clubchef Klaus Allofs war stocksauer. "Das war ein unnötiger Rückschlag. Die Enttäuschung ist riesengroß. Man kann bei einer guten Mannschaft ausscheiden, aber diese Niederlage gefällt mir gar nicht", schimpfte Allofs, der vor allem Kampfbereitschaft vermisste. "Ich bin doch Profi. Da will ich doch weiterkommen und muss mich mehr wehren."

Der sechsmalige Cup-Gewinner scheiterte wie im Vorjahr schon an der ersten Pokal-Hürde, diesmal mit 2:4 (2:2, 1:0) nach Verlängerung. Dabei lief es zunächst gut. Neuzugang Eljero Elia (45. Minute) und der eingewechselte Niclas Füllkrug (67.) hatten Werder in der regulären Spielzeit zweimal in Front gebracht. Doch der Amerikaner Matthew Taylor (54./82.) schoss Münster noch in die Verlängerung, in der Dimitri Nazarow (96.) und erneut Taylor (118.) vor 18 000 Zuschauern im ausverkauften Preußen-Stadion für die Entscheidung sorgten. "Wir haben verloren, weil wir es nicht geschafft haben, unsere klaren Chancen zu nutzen. In der Defensive haben wir zu sorglos agiert", bemängelte Trainer Thomas Schaaf.

Den Preußen gelang im sechsten Pflichtspiel-Duell mit Bremen seit 1945 nicht nur der erste Sieg, sondern auch der erstmalige Einzug in die zweite Runde seit 1990. Bremens Innenverteidiger Sokratis (108.) sah noch die Gelb-Rote Karte. "Trotz des 0:1 direkt vor der Pause zu einem psychologisch schlechten Zeitpunkt sind wir noch zweimal zurückgekommen. Das hat die Mannschaft sehr gut gemacht", meinte Preußen-Trainer Pawel Dotschew überglücklich. "In der Halbzeit habe ich der Elf gesagt, dass wir es heute nur über den Willen schaffen."

Anders als der Bundesligist, der im Vorjahr in der ersten Runde in Heidenheim ausgeschieden war, absolvierten die Preußen bereits fünf Spieltage in der 3. Liga. Und dem Tabellen-Vierten merkte man an, dass er durch den guten Saisonstart Selbstbewusstsein getankt hat.

Bei brütender Hitze war Münster dem Gegner läuferisch und kämpferisch mindestens ebenbürtig. Angesichts der Temperaturen von mehr als 35 Grad boten beide Teams ein ansehnliches Spiel. In der 35. Minute hätten die Offensiv-Bemühungen der Preußen fast zum ersten Mal Erfolg gehabt. Doch Werder-Keeper Sebastian Mielitz hatte zweimal großes Glück, als ein Freistoß des Ex-Bremers Amaury Bischoff und ein Knaller von Kevin Schöneberg am Aluminium landeten. Auf der Gegenseite parierte Masuch zunächst glänzend gegen Theodor Gebre Selassie (43.), bei Elias Schuss in den Winkel war er aber machtlos.

Nach dem Wechsel drängte der Drittligist auf den Augleich. Taylor setzte sich nicht nur gegen Sokratis, sondern auch gegen Torhüter Mielitz durch und schob zum verdienten 1:1 ein. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung brachte Füllkrug Werder wieder auf die Siegerstraße, doch Taylor (83.) egalisierte erneut - Verlängerung. Dann sorgten Nazarow und Taylor dann endgültig für das bittere Bremer Aus. "Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff, aber diese dummen Fehler im Sechzehner sind unverständlich. Wir werden jetzt ein, zwei Tage traurig sein. Dann müssen wir wieder nach vorne schauen Richtung BVB", kritisierte Bremens Spielmacher Aaron Hunt.

Laut Allofs könnte wegen der fehlenden Mindereinnahmen nun sogar der geplante Transfer des nigerianischen Stürmers Joseph Akpala vom FC Brügge in Gefahr geraten. Dabei sind sie Gespräche schon weit. "Wir haben eigentlich mindestens mit der zweiten Pokal-Runde gerechnet." Nun müsse man "neu diskutieren", weil die finanziellen Mittel eigentlich fehlen, räumte Allofs ein. Die Belgier verlangen für den 25 Jahre alten Profi eine Ablöse von rund 1,2 Millionen Euro.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal