Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > DFB-Pokal >

Erstligisten nach Pokal-Aus auf Erklärungssuche

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Erstligisten nach Pokal-Aus auf Erklärungssuche

20.08.2012, 14:27 Uhr | dpa

Erstligisten nach Pokal-Aus auf Erklärungssuche. HSV-Trainer Thorsten Fink konnte sich die schwache Leistung seiner Mannschaft nicht erklären.

HSV-Trainer Thorsten Fink konnte sich die schwache Leistung seiner Mannschaft nicht erklären. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die peinlichen Pokalpleiten von gleich sechs Erstliga-Vertretern fordern Erklärungen und fördern Ausreden.

In Hoffenheim, Hamburg, Frankfurt, Fürth, Bremen und Nürnberg stehen wenige Tage vor Beginn der Jubiläums-Saison in der Fußball-Bundesliga erst einmal Ursachenforschung und unerwartete Krisenaufarbeitung an. "Wir werden jetzt eine Woche lang Feuer bekommen. Und diesmal völlig zu Recht", sagte HSV-Trainer Thorsten Fink nach dem 2:4 beim Drittligisten Karlsruher SC. "Wir haben Schwächen gezeigt, die mir so neu waren", analysierte Nürnbergs Übungsleiter Dieter Hecking nach dem 2:3 nach Verlängerung beim Regionalliga-Club TSV Havelse.

Erstmals seit 25 Jahren ist ein Drittel der Erstligisten schon an den vermeintlich lockeren Erstrunden-Hürden im DFB-Pokal hängen geblieben. Als misslichen, aber verschmerzbaren Betriebsunfall wollten die Vereinsverantwortlichen die Schlappen nicht abhaken. Die Analysen fielen schonungslos, aber uneinheitlich aus. Die einen monierten die Hitze, die anderen den fehlenden Rhythmus.

"Natürlich hat Münster schon fünf Spieltage in der 3. Liga absolviert. Wenn wir fünf Spieltage hinter uns haben, können wir in der Verlängerung vielleicht auch noch eine Schippe drauflegen. Aber das darf keine Entschuldigung sein", sagte Bremens Coach Thomas Schaaf nach dem 2:4 des sechsmaligen Cupsiegers bei Drittligist Preußen Münster und betonte: "Trotzdem müssen wir hier unsere Führung verteidigen und das Ding nach Hause bringen."

So wie der Hamburger SV, der 1. FC Nürnberg und Werder erlebten am Wochenende auch 1899 Hoffenheim (0:4 beim Berliner AK 07), die SpVgg Greuther Fürth (0:2 bei Kickers Offenbach) und Eintracht Frankfurt (0:3 bei Erzgebirge Aue) ihre unangenehmen Pokal-Überraschungen.

Nürnbergs Trainer Hecking sprach zwar nur über seine Elf, die nach der Pleite in Havelse bei Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke den direkten Fluchtweg in die Kabine suchte und von Kapitän Raphael Schäfer dann den Canossa-Gang in die Fankurve befohlen bekam. Doch seine Worte trugen den Charakter einer Gesamt-Analyse.

"Wenn die ganze Mannschaft den Rückwärtsgang nicht einschaltet und der Gegner macht's und wirft sich aufopferungsvoll in das Spiel rein, dann muss man sich nicht wundern", sagte Hecking und zog ein alarmierendes Fazit: "Wir haben Schwächen gezeigt, die mir so neu waren. Auch die Körpersprache hat mir bei vielen Spielern überhaupt nicht gefallen."

Wie so oft wie auch schon an vergangenen Pokalsensationstagen liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Tatsächlich stehen Drittliga-Clubs wie Offenbach, Münster oder Karlsruhe schon mitten im Liga-Alltag und sind eingespielt. Zudem laufen für den einen oder anderen Traditionsverein gestanden Akteure mit Profi-Erfahrung auf.

"Sie hatten schon fünf Spiele in dieser Saison. Sie haben eine gewisse Wettkampfhärte", sagte Aufsteiger-Trainer Mike Büskens über die Offenbacher. "Wenn bei einer Mannschaft acht Spieler mit Profi-Erfahrung auflaufen und die dann gerade vorher mit 3:1 bei Alemannia Aachen gewonnen hat, dann sollte man schon wach sein als Bundesligist." Und genau daran hat es den Favoriten gemangelt.

Die Hoffenheimer Lethargie, Nürnberger Behäbigkeit oder Hamburger Harmlosigkeit sind einfach zu wenig, um im prestigereichen Pokalwettbewerb gegen ambitionierte unterklassige Clubs zu bestehen. Ernüchtert klang auch HSV-Trainer Fink, als er sagte: "Mir bleibt auch nichts anderes übrig, als nach vorne zu schauen. Wir haben wenig Positives zu vermelden. Das ist ein schlechter Start."

Sein Kollege Büskens blickte optimistischer in die Zukunft, die Erstliga-Premiere und Derby gegen den FC Bayern München heißt. "Wir haben eine historische Partie vor uns, der unser voller Fokus nun gilt. Zurückschauen bringt da nichts mehr", sagte der Fürther Coach.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Historischer Panzer fährt nach 70 Jahren wieder

Mit großer Not startet der 520-PS-starke Motor zu neuem Leben. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal