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DFB-Pokal: Torwart Starke vor Bayern-Debüt

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Gelassene Bayern hoffen auf Blitztherapie im Pokal

30.10.2012, 17:21 Uhr | dpa

DFB-Pokal: Torwart Starke vor Bayern-Debüt. Steht er gegen Kaiserslautern zwischen den Pfosten? Bayerns Ersatzkeeper Tom Starke. (Quelle: imago)

Steht er gegen Kaiserslautern zwischen den Pfosten? Bayerns Ersatzkeeper Tom Starke. (Quelle: imago)

Der Premieren-Ausrutscher in der Bundesliga soll beim FC Bayern bloß keine Herbstdepression auslösen. Inmitten des Punktspielalltags und der Champions League könnte der teils etwas belächelte DFB-Pokal für die Münchner genau zur richtigen Zeit kommen - quasi als Blitztherapie nach der unerwarteten Pleite gegen Bayer Leverkusen.

Mit alter Stärke, neuem Elan und einem neuen Torhüter will der Pokalrekordsieger das Negativerlebnis schnell vergessen machen und sich vom Zweitliga-Dritten 1. FC Kaiserslautern auf seinem Weg ins Achtelfinale nicht aufhalten lassen.

Martinez steht wieder zur Verfügung

Das 1:2 gegen Leverkusen vom Sonntag sei aufgearbeitet, betonte Coach Jupp Heynckes."Wir müssen ganz gelassen mit der Situation umgehen. Man sollte keine Szenarien herbeireden. Wir sind gefestigt", sagte der Trainer. Gefestigt genug jedenfalls, um - aus Vorsicht und aus Prinzip - gegen den Außenseiter nicht in Bestbesetzung anzutreten. So wird wohl Ersatztorhüter Tom Starke sein Pflichtspieldebüt für den FC Bayern feiern. Auch der eine oder andere Bankdrücker könnte aufrücken, um einigen Kandidaten aus der strapazierten ersten Elf eine Verschnaufpause zu gönnen. "Ich berücksichtige Leistungen auch bei Spielern, die hinten dran sind. Wir haben Optionen, die qualitativ sehr hoch sind", sagte Heynckes.

Der genesene Arjen Robben allerdings warnte vor den Gästen: "Die sind nicht schlechter als die Mannschaften, die unten in der Bundesliga stehen. Die haben nichts zu verlieren - und wir haben alles zu verlieren." Gegen Leverkusen fehlte dem bayerischen Spiel vor allem das Filigrane von Franck Ribéry, der mit muskulären Problemen zu kämpfen hat. Noch sei offen, ob der Franzose rechtzeitig fit für Lautern werde, sagte Heynckes. Auf Nationalverteidiger Holger Badstuber (Muskelfaserriss) muss er auf jeden Fall verzichten. Dafür stehen Robben und Javier Martínez wieder zur Verfügung; auch Luiz Gustavo dürfte seine Gelenkprobleme rechtzeitig überstanden haben.

Kaiserslautern ohne den Toptorjäger

Lautern reist als krasser Außenseiter und mit großer Demut nach München. Die Devise lautet: sich achtbar schlagen. 15 Jahre nach dem letzten Sieg in München - zu Beginn der Meistersaison 1997 unter Otto Rehhagel - wollen die Roten Teufel keinesfalls als Spielbälle der bayerischen Stars wieder in die Pfalz heimkehren. "Wir klopfen keine großen Sprüche. Von zehn Spielen gegen die Bayern verlieren wir vielleicht neun. Eventuell ist am Mittwoch das eine Spiel", sagte Franco Foda.

7000 Anhänger begleiten den FCK in die ausverkaufte Allianz Arena. Foda war bereits am Wochenende gegen die Werkself da, als Bayerns Serie von saisonübergreifend elf nacheinander gewonnenen Bundesligapartien jäh endete. "Leverkusen hat aus einer kompakten Abwehr heraus gespielt, war meistens mit zehn Mann in der eigenen Hälfte", berichtete Foda. Eine Marschroute, die er auch seinem Team mitgeben dürfte. Ein Offensivspektakel erwartet niemand von den Lauterern, die neben Enis Alushi (Kreuzbandriss) auch auf ihren Topscorer Albert Bunjaku (Muskelfaserriss) verzichten müssen.

Mit einem großen Manko ins Spiel beim FC Bayern

Beim FCK steht in dieser Saison vor allem die Rückkehr in die Bundesliga auf der Agenda - mit einem nach dem Abstieg völlig veränderten Team. "Für die kurze Zeit, in der ich hier bin, sind wir schon auf einem sehr guten Weg", sagte Trainer Foda. Schwächen aber zeigt die Defensive, die 14 Gegentreffer in elf Zweitligapartien zuließ. "Wir bekommen zu viele Gegentore, auch wenn wir nur wenige Chancen zulassen", sagte Foda. Ein klares Manko - gerade gegen die Bayern.

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