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Pokal-Überraschung in Offenbach: Düsseldorf scheitert

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Pokal-Überraschung in Offenbach: Düsseldorf scheitert

18.12.2012, 22:23 Uhr | dpa

Pokal-Überraschung in Offenbach: Düsseldorf scheitert. Die Offenbacher feierten überraschend den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals.

Die Offenbacher feierten überraschend den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. (Quelle: dpa)

Offenbach (dpa) - Kickers Offenbach hat seinen Ruf als Pokalschreck eindrucksvoll untermauert und Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf das Ende eines ansonsten tollen Fußball-Jahres verdorben. Der Drittligist schaltete den enttäuschenden Favoriten hochverdient mit 2:0 (0:0) aus.

Die Stürmer Matias Fetsch (76.) und Stefan Vogler (85.) sorgten vor 18 400 Zuschauern auf dem ausverkauften Bieberer Berg für die umjubelten Tore. "Das war eine sensationelle Leistung. Wir haben von der ersten Minute an dagegen gehalten. Am Ende war es auch noch verdient. Dann ist es eine doppelte Freude", sagte Kickers-Trainer Arie van Lent. Sein Düsseldorfer Kollege Norbert Meier meinte: "Der Offenbacher Sieg war verdient, weil sie mehr Willen gezeigt haben. Uns haben die Mittel gefehlt, den Gegner in die Knie zu zwingen. Ich hatte meine Mannschaft gewarnt, aber manchmal denkst Du, Du sprichst gegen eine Wand."

Für die mit über vier Millionen Euro verschuldeten Offenbacher, die vor sechs Jahren letztmals im Pokal-Viertelfinale standen, war es ein auch für die finanzielle Lage wichtiger Erfolg. Und für den nach der Niederlagenserie in der dritten Liga in der Kritik stehenden Trainer wohl die Jobgarantie. Nach dem entscheidenden Treffer rannte das Team demonstrativ zum Coach. "Klar weiß ich, dass es in der Liga nicht optimal läuft. Aber ich bin immer gelassen geblieben", sagte der gebürtige Niederländer. Dem anberaumten Gespräch mit dem Vorstand am Donnerstag kann er nun gelassen entgegen sehen.

Düsseldorf wurde seiner Favoritenrolle überhaupt nicht gerecht. Der Erstliga-Aufsteiger machte zwar zunächst das Spiel und versuchte sein Glück über die Flügel. Doch die Hausherren, die in den ersten Runden immerhin Bundesligist SpVgg Greuther Fürth und Zweitligist Union Berlin eliminiert hatten, standen stabil in der Abwehr. Nur in der ersten Viertelstunde wackelte der Drittligist. Nach der 1:5-Klatsche gegen Drittliga-Spitzenreiter Osnabrück, der vierten Niederlage am Stück, überzeugten die Offenbacher vor allem kämpferisch.

Den zwei Klassen höher spielenden Gästen fiel spielerisch wenig ein. Überwiegend mit Fernschüssen suchten die Rheinländer ihr Glück. Oliver Fink (21.) zielte zu ungenau. Der Däne Ken Ilsö (27.) prüfte Keeper Robert Wulnikowski. Doch mit zunehmender Spieldauer waren die Offenbacher kecker geworden. Stefan Vogler (24.) vergab die erste Chance. Kurz vor der Pause dann wurde der OFC-Stürmer nach einem schönen Solo im letzten Moment von Keeper Fabian Giefer mit einem Hechtsprung gestoppt.

Nach der Pause wurde der Außenseiter noch forscher. Hahn (56.), Giefer (56.) und erneut Vogler (61.) vergaben gute Chancen. Der erste Aufreger dann in der 64. Minute, als der Offenbacher Fetsch im Strafraum von seinem Bewacher Tobias Levels leicht berührt wurde und zu Boden ging und ein Elfmeter nicht gepfiffen wurde. Doch Geschenke hatten die Offenbacher nicht nötig. André Hahn scheiterte mit seinem Schuss an Giefer, Fetsch staubte ab. Beim 2:0 dann spielte Nicolas Feldhahn den Ball in den Lauf von Vogler, der mit einem Flachschuss verwandelte.

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