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FSV Mainz 05 nach Pokal-Drama gegen SC Freiburg am Boden

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Mainz 05 nach Pokal-Drama gegen Freiburg am Boden

27.02.2013, 19:16 Uhr | t-online.de

FSV Mainz 05 nach Pokal-Drama gegen SC Freiburg am Boden. Andreas Ivanschitz und Nikolce Noveski.  (Quelle: dpa)

Andreas Ivanschitz und Nikolce Noveski. (Quelle: dpa)

Alles sprach nur über das Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (heute ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Doch das Spiel der Spiele lieferten sich Mainz 05 und der SC Freiburg. 3:2 siegten die Breisgauer nach Verlängerung. Und das, obwohl sie bereits nach vier (!) Minuten mit 0:2 zurücklagen. Freiburg in Party-Laune, Mainz im Tal der Tränen. Auch, weil der Schiedsrichter eine gewichtige Rolle in dem Pokal-Duell einnahm.

Erst stellte Deniz Aytekin den Mainzer Pospech in der 65. Minute mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz. Dann pfiff er in der zweiten Minute der Nachspielzeit nach einem Foul von Zabavnik an Krmas Elfmeter für Freiburg. Nach den frühen Toren durch Parker (2.) und Zimling (4.) konnte Freiburg tatsächlich noch ausgleichen. Nach Santinis Anschlusstreffer (85.) verwandelte Daniel Caligiuri eiskalt vom Punkt (90.+3). Und dieser Caligiuri sorgte dann in der 108. Minute endgültig für Aschermittwochsstimmung in Mainz.

"Aytekin geht jetzt was essen, und wir fliegen raus"

Die Mainzer Seele lag am Boden - und kochte. "Das kann doch nicht sein. Aytekin geht jetzt was essen, und wir fliegen raus", schimpfte Bo Svensson nach dem Spiel. Und Nikolce Noveski fügte hinzu: "Der Schiedsrichter hatte großen Anteil an unserer Niederlage."

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Nach den beiden umstrittenen Entscheidungen Aytekins rechnete nun jeder mit einem neuerlichen Ausbruch von Thomas Tuchel. Der Trainer der 05er hatte erst am Montag in drastischen Worten unterstellt, die Schiedsrichter der Bundesliga würden seine Mannschaft "krass benachteiligen" ("Hier wird eine Mannschaft für ihren Trainer bestraft. Das ist nicht mehr zu tolerieren").

Tuchel: "Haben uns extremen Schaden zugefügt"

Doch ausgerechnet am Dienstagabend, als Tuchel sich einmal mehr benachteiligt hätte fühlen können, trat er stattdessen seinen Spielern in den Allerwertesten. "Wir haben uns völlig allein um den Lohn der Arbeit gebracht", rang er nach der Partie um Fassung. "Wir hatten totale Kontrolle über das Spiel. Es war eher eine Frage der Zeit, bis das 3:0 fällt. Mit der Gelb-Roten Karte haben wir uns einen Bärendienst erwiesen, damit haben wir uns selbst einen extremen Schaden zugefügt. Das war grob fahrlässig", ließ er bei Ansicht der Fernsehbilder kein gutes Haar an Übeltäter Pospech.

Und auch beim Strafstoß fand er kein Haar in der Suppe des Schiedsrichters. "Der Elfmeter war kein klarer, aber man kann ihn wohl geben. Er (Zabavnik, Anm. d. Red.) darf zu dieser späten Zeit im Spiel einfach nicht so hingehen", kommentierte Tuchel die Aktion im Rande des Fünfmeterraumes. Und so blieb am Ende eines denkwürdigen Abends nicht nur die Überraschung des Freiburger Sieges, sondern auch die des handzahmen Mainzer Trainers. Dessen Enttäuschung über das Pokal-Aus werden nun wohl seine Spieler zu spüren bekommen.

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