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DFB-Pokal: Freiburg will den VfB Stuttgart schocken

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Freiburg will den großen Bruder ärgern

16.04.2013, 17:23 Uhr | dpa

DFB-Pokal: Freiburg will den VfB Stuttgart schocken. Stuttgarts Ibisevic (li.) im Zweikampf mit Freiburgs Schuster. (Quelle: imago/Sven Simon)

Stuttgarts Ibisevic (li.) im Zweikampf mit Freiburgs Schuster. (Quelle: Sven Simon/imago)

Ausgerechnet ein badischer Konkurrent kann den Schwaben die ziemlich enttäuschende Saison komplett vermasseln. Sollte der SC Freiburg im DFB-Pokal-Halbfinale triumphieren, stünde der VfB Stuttgart vor dem Nichts. "Das Ergebnis wirkt sich auch auf unsere Ausrichtung für die nächste Saison aus", räumte der zum Sportvorstand aufgestiegene Manager Fredi Bobic im Fall eines K.o. negative Folgen ein.

Für beide Mannschaften ist das traditionell brisante und prestigeträchtige württembergisch-badische Duell ein absoluter Knüller in vielfacher Hinsicht. "Das ist das Spiel der Spiele", sagte Freiburgs Mittelfeldmann Daniel Caligiuri begeistert. "Wir versuchen alles zu geben, damit wir ins Finale kommen. In Berlin ist man nicht alle Tage, das ist eine einmalige Sache." Sein Teamkollege Jonathan Schmid assistierte: "Ich denke, dass jeder Spieler den Traum hat, das Finale in Berlin zu spielen."

Streich hat es als Juniorentrainer vorgemacht

Auch VfB-Trainer Bruno Labbadia kann es kaum erwarten: "Die Vorfreude ist riesengroß. Das ist gigantisch." Stürmer Martin Harnik versprach: "Wir wollen im Halbfinale ein Highlight setzen und ins Finale nach Berlin." Christian Gentner wittert "eine Riesenchance auf Berlin. Da wollen wir unbedingt hin." Der Mittelfeldspieler stand schon 2007 bei der Endspiel-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg in der VfB-Elf und schwärmte von der Atmosphäre im Olympiastadion: "Der Pokal ist eine Riesensache."

Für den dreimaligen Pokal-Gewinner Stuttgart ist das fast schon Routine: Zum sechsten Mal könnten die Schwaben ins Endspiel einziehen, zum zehnten Mal stehen sie unter den besten Vier. Für Freiburg ist dagegen der Vorstoß ins Halbfinale eine Premiere. Christian Streich führte in seiner Zeit als Juniorentrainer die A-Jugend des Sportclubs allerdings dreimal zum Pokalsieg. Einige seiner damaligen Schützlinge gehören heute zur Stammformationen der in der Liga so frisch und frech auftrumpfenden Freiburger.

Heimvorteil spricht für den VfB

Caligiuri zählt dazu. "Ich war mit der A-Jugend schon Pokalsieger, davon haben wir einige in der Truppe. Aber das war natürlich A-Jugend und jetzt sind wir Profis. Aber da Streich schon dreimal im Finale war, kann es gut sein, dass wir wieder mit ihm nach Berlin fahren."

Einen Favoriten gibt es für den Pokal-Knüller nicht. Der VfB überzeugte zuletzt gegen Gladbach und hat Heimvorteil in der noch nicht ausverkauften Mercedes-Benz Arena. Für Freiburg spricht die seit Wochen überzeugende Leistung, was Tabellenplatz fünf mit nur einem Punkt Rückstand auf Rang vier und damit die Qualifikation zur Champions League eindrucksvoll untermauert.

Streich tritt auf die Euphoriebremse

Labbadia schätzt die Chancen "50:50" ein. "Die Geschlossenheit wird eine entscheidende Rolle spielen", sagte er. "Eine geschlossene Mannschaftsleistung ist gegen Freiburg das A und O." Freiburg sei sehr gut drauf und besinne sich stets auf seine Stärken. Der VfB habe aber zuletzt wieder Aufwind bekommen. Sein Gegenüber Streich versucht, den Hype um das Halbfinale etwas einzudämmen - soweit das überhaupt geht. "Die Bundesliga ist für uns eine so große Herausforderung, da kann der Pokal nicht so viel mehr sein", sagte er. "Es gibt keine 120 Prozent, wir haben sie zumindest noch nicht gefunden, wir können nur 100 Prozent geben." Auch bezüglich der Vorbereitung hielt sich Streich bedeckt: "Wir machen kein einstündiges Motivationsvideo."

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