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Shaqiri und Gomez wirbeln Bayern ins Pokalfinale: 6:1

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Shaqiri und Gomez wirbeln Bayern ins Pokalfinale: 6:1

21.05.2013, 16:52 Uhr | dpa

Shaqiri und Gomez wirbeln Bayern ins Pokalfinale: 6:1. Die Spieler des FC Bayern München bejubeln den 6:1-Sieg über den VfL Wolfsburg.

Die Spieler des FC Bayern München bejubeln den 6:1-Sieg über den VfL Wolfsburg. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Angeführt vom herausragenden Ribery-Ersatz Xherdan Shaqiri und Dreifachtorschütze Mario Gomez hat der FC Bayern furios sein erstes Saison-Endspiel erreicht.

Eine Woche vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Barcelona bejubelten die Münchner im Pokal-Semifinale den beeindruckenden 6:1 (2:1)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg. Dadurch steht der deutsche Fußball-Rekordmeister am 1. Juni im Berliner Olympiastadion zum 19. Mal im DFB-Pokalendspiel und ist weiter auf Double-Kurs.

Der enorm quirlige Shaqiri war Wegbereiter der Bayern-Tore von Mario Mandzukic (17. Minute), Arjen Robben (35.) und Mario Gomez (80.) und erzielte vor 71 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena das dritte Tor selbst (50.). Gomez setzte mit seinem zweiten und dritten Tor (83./86.) den Schlusspunkt. Nutzloser Lohn für das trotz einem halben Dutzend Gegentoren achtbare Auftreten der Wolfsburger war deren Tor durch Diego (45.). Münchens Gegner für das Finale am 1. Juni in Berlin wird im zweiten Halbfinale am Mittwoch zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg ermittelt.

"Ich denke, dass man das Spiel schon richtig bewerten muss. Wir haben uns lange Zeit sehr schwergetan. Der Gegentreffer hat uns aufgeweckt. In der zweiten Halbzeit haben wir die Fehler eiskalt ausgenutzt", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes dem TV-Sender Sky. "Wir haben sehr gut gespielt. Wir haben es versucht. Das Ergebnis ist zu hoch. Das Spiel war kein 6:1", sagte Wolfsburgs Naldo in der ARD.

Durch den Endspieleinzug der Bayern wurden noch zwei Fakten geschaffen. Der Sieger des zweiten Halbfinales startet in der kommenden Saison in der Europa League - unabhängig vom Finalergebnis, da der FC Bayern als deutscher Meister in der Champions League dabei ist. Fest steht auch, dass Bundestrainer Joachim Löw auf seine acht Münchner Nationalspieler bei der USA-Reise verzichten muss. Das Pokalfinale kollidiert zeitlich mit den Testspielen gegen Ecuador (29. Mai) und die USA (2. Juni).

Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der im dritten Finalanlauf erstmals als Trainer den Cup gewinnen kann, musste neben dem rot-gesperrten Franck Ribéry auch auf David Alaba verzichten. Der Österreicher meldete sich wenige Stunden vor dem Anpfiff wegen eines Magen-Darm-Infekts ab. Diego Contento rückte in die Startelf. Für Ribéry durfte Shaqiri auf dem linken Flügel ran und zeigte einen tollen Auftritt. "Er hat sehr intelligent gespielt", lobte Heynckes.

Vor dem 1:0 nahm Robben sein schönes Zuspiel auf, passte flach in den Strafraum und Mandzukic schoss knallhart ein. Schon in den Bundesligaspielen hatte der Kroate dreimal gegen seinen Ex-Club getroffen. Der Freude folgte ein Schreckmoment. Beim Zusammenprall nach dem Torschuss mit Alexander Madlung tat sich der Stürmer oberhalb des rechten Knies weh, konnte aber nach kurzer Behandlung weitermachen. Die Fans riefen schon jetzt: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin."

Kurz nach der Führung bot sich auch Wolfsburg eine Chance. Makoto Hasebe (22.) nahm eine Faustabwehr von Bayern-Torwart Manuel Neuer auf, sein Schuss wurde aber noch von Dante geblockt. Die Bayern waren dominant und effektiver. Shaqiri lief einen Madlung-Fehlpass ab, bediente wieder Robben, und der Niederländer hatte keine Mühe einzuschieben.

Ein Klassenunterschied war unverkennbar - und doch wurde es dann wieder spannend. Die Wolfsburger Chancen durch Naldo (38.) und Veirinha (43.) überstanden die Bayern unbeschadet, dann überraschte Diego Neuer mit einem Flatterball. Der VfL durfte in der Halbzeitpause Hoffnung schöpfen - und fünf Minuten lang im zweiten Durchgang. Dann schoss Shaqiri nach Robben-Pass flach ins untere Toreck. Die Bayern-Führung war wieder kommod.

Die Wolfsburger mühten sich ohne Durchschlagskraft und brachten Offensivkräfte. Die Bayern ließen den Ball aber laufen und schlugen dann wieder eiskalt zu. Joker Gomez hatte nach Pässen von Shaqiri und zweimal Schweinsteiger keine Mühe, zum Hattrick binnen sechs Minuten zu vollenden.

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