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DFB-Pokal: Borussia Dortmund kämpft 1860 München in Verlängerung nieder

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Neuzugänge erlösen Dortmund in München

25.09.2013, 10:35 Uhr | dpa, t-online.de

DFB-Pokal: Borussia Dortmund kämpft 1860 München in Verlängerung nieder. Matchwinner: Pierre-Emerick Aubameyang (links) und Henrich Mchitarjan ließen Dortmund jubeln. (Quelle: dpa)

Matchwinner: Pierre-Emerick Aubameyang (links) und Henrich Mchitarjan ließen Dortmund jubeln. (Quelle: dpa)

Durchatmen bei Borussia Dortmund. Die Wesfalen haben dank ihrer nervenstarken Neuzugänge das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Der Tabellenführer der Bundesliga war beim Zweitligisten 1860 München die überlegene Mannschaft, berannte das Tor der Löwen pausenlos, entschied das Spiel aber erst in der Verlängerung durch Pierre-Emerick Aubameyang (105. Minute, Foulelfmeter) und Henrich Mchitarjan (108.) mit 2:0 (0:0) für sich.

Schon vor den späten Treffern glich das Spiel einer Belagerung. Dortmund schnürte die leidenschaftlich verteidigenden, ansonsten aber mutlosen Löwen in deren Hälfte ein. Gute Torchancen erspielte sich der BVB trotz seiner erdrückenden Überlegenheit aber erst spät. Zu oft ging es durch die Mitte, die Überraschungsmomente und das Tempo fehlten meist. In der 49. Minute traf Jakub Blaszczykowski nur die Latte. Wenig später scheiterte Robert Lewandowski kläglich beim Versuch, aus nur fünf Metern abzustauben (57.), ehe der starke Marco Reus (87./93./97.) gleich dreimal am Aluminium scheiterte.

Notbremse und Lattenknaller

In der Szene, die zum Foulelfmeter führte, brachte Dominik Stahl den Dortmunder Reus zu Fall und sah wegen seiner Notbremse auch die Rote Karte. Mchitarjan ließ vor seinem 2:0 elegant zwei Löwen ins Leere laufen und schob unbehindert ein. Danach traf auch Aubameyang per Freistoß noch mal die Latte (116.).

Kulisse wirkt sich nicht aus

Die Gastgeber sahen sich von Beginn an mit recht ungewohnten äußeren Umständen konfrontiert - die Arena, in der zuletzt nur 14.500 Zuschauer das Spiel gegen Erzgebirge Aue verfolgt hatten, war ausverkauft, unter anderem mit 10.000 Anhängern aus Dortmund. Trainer Friedhelm Funkel hatte auf eine beflügelnde Wirkung durch die Kulisse gehofft, doch da spielte die Borussia nicht mit.

"Wir müssen laufen, laufen, laufen", hatte Funkel als Devise ausgegeben. Und seine Spieler liefen auch - aber in erster Linie dem Ball hinterher. Dortmund nahm die Sache sehr ernst, das zeigte schon die Aufstellung: Trainer Jürgen Klopp hatte nach dem 1:1 am Samstag beim 1. FC Nürnberg wieder den genesenen Mats Hummels sowie Mchitarjan, Nuri Sahin und Lewandowski aufgeboten - Marcel Schmelzer (Oberschenkelverhärtung) fehlte allerdings noch.

Stahl vergibt große Chance

Trotz seiner Überlegenheit konnte der BVB allerdings zunächst kaum gute Chancen herausspielen. Die Löwen standen unter Druck, sie verteidigten aber mit Leidenschaft. Die beste Möglichkeit blieb lange Zeit ein Schuss von Reus aus etwa 15 Metern knapp neben das Tor von Gabor Kiraly (17.). Die Gastgeber konnten sich kaum befreien, sie hatten aber nach ihrem ersten Eckball in der 35. Minute durch Stahl sogar die große Chance zur Führung - der Kopfball des Mittelfeldspielers flog knapp am diesmal von Mitch Langerak gehüteten Tor des BVB vorbei.

Den Löwen fehlte bei aller Leidenschaft in der Defensive ansonsten aber erkennbar das Durchsetzungsvermögen im Spiel nach vorne. Bei den Gästen kam neben Pech wie beim Lattenschuss von Blaszczykowski dann auch noch Unvermögen hinzu. Nach dem bis dahin besten Spielzug des BVB, einer rasend schnellen Ballstafette über fünf Stationen, brachte Lewandowski das Kunststück fertig, den von Kevin Großkreutz perfekt aufgelegten Ball aus fünf Metern nicht über die Linie zu schieben (57.). Und dann war da noch Torhüter Kiraly, der gegen Reus und Blaszczykowski parierte (65.). Danach tauchten tatsächlich auch die Löwen mal wieder in des Gegners Hälfte auf - Langerak rettete vor Benjamin Lauth (75.).

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