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Hertha BSC Berlin: Rotation von Trainer Jos Luhukay geht in die Hose

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Neun Neue in der Startelf  

Luhukays Total-Rotation geht in die Hose

26.09.2013, 11:46 Uhr | t-online.de

Hertha BSC Berlin: Rotation von Trainer Jos Luhukay geht in die Hose. Jos Luhukay kann das Aus nach dem Abpfiff nicht fassen. (Quelle: imago/Werner Schmitt)

Jos Luhukay kann das Aus nach dem Abpfiff nicht fassen. (Quelle: Werner Schmitt/imago)

Jos Luhukay hat sich verzockt. Der Trainer von Hertha BSC hatte seine Startelf beim DFB-Pokalspiel in Kaiserslautern gegenüber dem letzten Bundesligaspiel gleich auf neun Positionen verändert, anschließend unterlag der Hauptstadtklub beim Zweitligisten mit 1:3 (1:0).

Der Berliner Coach rechtfertigte seine Maßnahme nach dem Spiel. "Wir waren überzeugt, mit der Mannschaft weiterkommen zu können. Wenn wir das nicht gedacht hätten, dass es auch trotz der Wechsel klappt, hätten wir es auch nicht gemacht", sagte Luhukay, der unter anderem auf Ronny, Adrian Ramos und Änis Ben-Hatira verzichtete. Doch die Rotation ging in die Hose, die Hertha-Elf offenbarte schwere Mängel im Spielaufbau.

Manager Preetz liegt falsch

Dabei hatte sich Manager Michael Preetz vorab trotz der personellen Rochade siegessicher gegeben. "Wir gehen davon aus, dass das kein Nachteil für uns ist", hatte der Ex-Profi bei Sky gesagt. Selbst der Kaiserslauterer Trainer Kosta Runjaic hatte nicht mit der Berliner Elf, die dann auf dem Platz stand, gerechnet. "Wir waren etwas überrascht von der Aufstellung", gab der FCK-Coach zu.

Die Gäste aus der Hauptstadt lagen trotzdem zunächst auf Kurs, Peter Niemeyer brachte die Alte Dame vor der Pause in Führung (25. Minute). Doch nach der Pause gab die Hertha das Spiel aus der Hand, Mohamadou Idrissou (52.), Karim Matmour (63.) und Olivier Occean (83.) drehten die Partie.

"Haben nicht mehr dagegen gehalten"

Trotz der desolaten zweiten Halbzeit seiner Elf verzichtete Luhukay lange Zeit auf Wechsel. Erst nach dem 1:2-Rückstand brachte er Ramos, Regisseur Ronny wechselte er sogar erst nach dem 1:3 ein. Zu spät, um das Ruder noch herumzureißen. So stand am Ende das erneute vorzeitige Aus der Hertha. Seit dem Jahr 2000 erreichte der Hauptstadtklub nur fünf Mal das Achtelfinale beziehungsweise kam noch weiter im Pokal.

Luhukay analysierte nach dem Spiel: "Wir haben in der zweiten Halbzeit dem Druck nicht standgehalten und nicht mehr dagegen gehalten." Warum er dann so spät reagierte, bleibt sein Geheimnis. Luhukay saß nach Spielende noch minutenlang regungslos auf der Bank. Möglicherweise hat er über seine Aufstellung nachgedacht.

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