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DFB-Pokal 2014: FC Bayern München demontiert Krisen-HSV

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DFB-Pokal 2014  

FC Bayern München demontiert Krisen-HSV

13.02.2014, 08:44 Uhr | dpa

DFB-Pokal 2014: FC Bayern München demontiert Krisen-HSV. Die Bayern gaben sich auch im DFB-Pokal keine Blöße und siegten souverän in Hamburg.

Die Bayern gaben sich auch im DFB-Pokal keine Blöße und siegten souverän in Hamburg. Foto: Axel Heimken. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Titelverteidiger FC Bayern München ist gegen den Krisenclub HSV wie erwartet locker und leicht ins Halbfinale des DFB-Pokals getänzelt - und hat bei der 5:0 (2:0)-Demontage der Hanseaten sogar noch Milde walten lassen.

Bei drückender Überlegenheit trafen in der mit 57 000 Zuschauern ausverkauften Hamburger Arena Mario Mandzukic (22./74./76. Minute), Dante (26.) und Arjen Robben (54.) für den nie ernsthaft gefährdeten deutschen Fußball-Rekordchampion. Im Halbfinale treffen die Bayern daheim auf Zweitligist 1. FC Kaiserslautern - der Weg zum Finale nach Berlin scheint geebnet.

"Wir haben gegen einen übermächtigen Gegner gespielt. Wir waren von der ersten Sekunde in die Defensive gedrängt. Trotzdem haben die Jungs gezeigt, dass sie dagegen halten wollen. Jetzt zählt nur das Spiel in Braunschweig", sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer bei Sky mit Blick auf das Bundesliga-Kellerduell am kommenden Samstag. "Wir sollten mal ein paar Spiele gewinnen und am Samstag damit anfangen", sagte Verteidiger Heiko Westermann in der ARD, die ganze 19 Prozent Ballbesitz für die Hamburger berechnet hatte.

Schlimmer als die einkalkulierte Niederlage würde ein Ausfall von Rafael van der Vaart oder Milan Badelj wiegen. Beide mussten gegen die Bayern angeschlagen vom Platz. "Ich muss schauen, wer zur Verfügung steht", sagte Trainer Bert van Marwijk.

Nach peinlich turbulenten Tagen mit Fanprotest und Chaos in der Führungsriege waren die Hamburger nur auf Schadensbegrenzung bemüht und verabschiedeten sich dennoch sang- und klanglos mit ihrer höchsten Cup-Niederlage gegen die Bayern aus dem Wettbewerb. Die internen Debatten um die Zukunft des Bundesliga-Gründungsmitgliedes und van Marwijk oder den vermeintlichen Heilsbringer Felix Magath werden in den kommenden Tagen nicht nachlassen.

Die Bayern mussten für die in der kommenden Woche anstehende Aufgabe in der Champions League gegen den FC Arsenal keine Kräfte vergeuden. Trainer Pep Guardiola nutzte die einseitige Partie auch zum Comeback von Bastian Schweinsteiger nach rund drei Monaten Verletzungspause. "Es war ein schönes Gefühl, so empfangen zu werden. Wenn man gewinnt, ist es noch schöner", sagte der Nationalspieler. Toni Kroos durfte nach seiner viel diskutierten Auszeit wieder in der Startelf ran.

Van Marwijk änderte sein Team im Vergleich zur letzten Bundesliga-Pleite gegen Hertha BSC auf drei Positionen: Jonathan Tah, Ivo Ilicevic und Tomas Rincon kamen für Johan Djourou, Ouasim Bouy und Jacques Zoua ins Team. Einzige Spitze war Hakan Calhanoglu. Die neuen Namen konnten aber keinen Stimmungsumschwung herbeizaubern.

170 Euro hätte man für 10 Euro bei den Buchmachern für einen HSV-Sieg erhalten. Viele Wagemutige dürfte es nicht gegeben haben. Warum, war schnell auf dem Rasen zu sehen. Der FC Bayern spielte seine Kombinationen locker herunter und musste sich nicht großartig verausgaben. Ein Schuss von Rafael van der Vaart in die Arme von Bayern-Torwart Manuel Neuer (18.) war die einzige Annäherung ans Münchner Tor.

Als sich Mario Götze auf der linken Seite einmal durchsetzte, konnte Mandzukic zum ersten Tor einschieben. Kurz darauf köpfte Dante wuchtig zum zweiten Treffer ein. Es schien, als wählten sich die Bayern die Zeitpunkte ihrer Tore nach Belieben aus. Die HSV-Fans nahmen es vergleichsweise locker und feierten die wenigen gelungenen Szenen ihres Teams. Kurz vor der Pause musste van der Vaart angeschlagen raus - vielleicht schon einen Vorsichtsmaßnahme für das wichtige Kellerduell der Bundesliga bei Eintracht Braunschweig am Samstag.

In der zweiten Halbzeit - in der Schweinsteiger für 25 Minuten sein Comeback gab - herrschte das gleiche Bild. Der HSV konnte sich nur mit Mühe und Not gegen die Übermacht der Bayern wehren. Kroos zirkelte einen Traumpass auf Robben. Der schoss zum nächsten Tor ein. Alle Bayern-Spieler liefen zu Kroos - auch das ein Symbol der produktiven Einheit beim Rekordchampion. Drei Gegentore wären noch achtbar gewesen für den HSV. Doch es wurde bitter. Haarsträubende Defensivfehler ermöglichten Mandzukic noch zwei Treffer.

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