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FCK im Halbfinale: Lauterer DFB-Pokal-Helden feiern sich selbst

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DFB-Pokal  

Lauterns Cup-Helden feiern

13.02.2014, 12:34 Uhr | dpa

FCK im Halbfinale: Lauterer DFB-Pokal-Helden feiern sich selbst. Die FCK-Spieler waren nach dem Sieg gegen Leverkusen außer Rand und Band.

Die FCK-Spieler waren nach dem Sieg gegen Leverkusen außer Rand und Band. Foto: Marius Becker. (Quelle: dpa)

Leverkusen (dpa) - Die Roten Teufel waren nach dem Pokal-Thriller von Leverkusen vor Freude außer Rand und Band, doch das bevorstehende Halbfinale in München verleitete Vorstandschef Stefan Kuntz zu einem verbalen Ausrutscher.

"Typisch. Frauen und Fußball", entfuhr es Kuntz im ARD-Flash-Interview mit gequälter Miene, als die mehrfache Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn dem FCK eine Partie beim übermächtigen FC Bayern zugelost hatte.

4000 Lautern-Fans hatten zuvor in der BayArena immer wieder "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" skandiert. Kuntz wusste: Die Reise in die Hauptstadt zum Endspiel am 17. Mai und eine mögliche Qualifikation für die Europa League sind extrem unwahrscheinlich.

Der Stimmungsumschwung war krass. Auf dem Rasen waren alle über Ruben Yttergard Jenssen hergefallen: Der kleine Norweger wurde zum großen pfälzischen Cup-Helden. "Unglaublich. Das ist ein super Gefühl", entfuhr es dem abgezockt-coolen Schützen nach dem Siegtor in der 114. Minute zum 1:0 nach Verlängerung beim hohen Favoriten Bayer Leverkusen. Mit seinem zweiten Pflichtspieltreffer für den FCK machte es der 25-Jährige möglich: Der Underdog steht als einziger Zweitligist in der Vorschlussrunde. Und - logisch: "Wir träumen vom Finale", ließ Jenssen wissen.

Das dürfen sie auch; sehr wahrscheinlich aber nur bis zum Duell gegen die Bayern am 15. oder 16. April. "Ein tolles Los", schob Kuntz als Kommentar hinterher, erinnerte aber politisch unkorrekt daran, dass in Bundestrainerin Silvia Neid ebenfalls eine Frau das schwere Leverkusen-Los gezogen hatte. Immerhin ist es schon jetzt ein Trost, dass der Coup von Leverkusen noch einmal mehr als 1,5 Millionen Euro in die nicht sonderlich üppig gefüllte Kasse des Tabellendritten der 2. Liga spülen wird.

Den Profis von FCK-Coach Kosta Runjaic war's erstmal egal. Sie wollten den wunderbaren Abend und die Heimfahrt in die Pfalz einfach nur genießen. Rechtsverteidiger Florian Dick sehnte sich nach einem kräftigen Gewinner-Trunk: "Ein Bier? Ich hoffe, es gibt einen ganzen Kasten."

Den hatten sie sich verdient. Wie sie vor den 25 244 Besuchern beim Champions-League-Achtelfinalisten auftraten und sogar den von Mohamadou Idrissou verschossenen Foulelfmeter (98.) wegsteckten, nötigte größten Respekt ab und machte Lust auf Mehr. Sogar Matthias Sammer warnte: "Man muss vor dem FCK auf der Hut sein", sagte der Bayern-Sportvorstand in der ARD.

Runjaic indes machte eines klar: Die "Bonus-Spiele" im Pokal sind kein Alltag. Priorität hat allein die Erstliga-Rückkehr. "Den Spagat müssen wir hinkriegen", sagte Kuntz vor der kommenden Zweitliga-Aufgabe bei Erzgebirge Aue am Montag. Aber, so hielt Kuntz es fest: "Wir haben Bundesliga-Charakter gezeigt."

Die Lauterer waren obenauf, die Bayer-Kicker restlos bedient. "Das war die mit Abstand schlechteste Leistung in dieser Saison. Das war gar nichts. Keine spielerischen Elemente, ich habe keine Erklärung", meinte Simon Rolfes. Und der Kapitän legte verbal nach: "Die Grundtugenden haben gefehlt. Das hat selbst der Blinde unter den Einäugigen gesehen."

Jetzt werde es "ganz schwer" nach der vierten Niederlage in den zurückliegenden sechs Auftritten. Bayer-Geschäftsführer Michael Schade: "Das war miserabel und tut sehr weh für die folgenden Spiele." Am Samstag, in der Liga gegen Schalke, und am Dienstag im Königsklassen-Achtelfinalhinspiel gegen Paris St. Germain, droht weiteres Ungemach.

"Das war der richtige Schuss vor den Bug", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler und forderte seine Profis ultimativ auf, "schnell die Kurve zu kriegen". Chefcoach Sami Hyypiä vermutet aktuell psychische Probleme bei den Spielern, die alle Pokaltugenden wie Zweikampfhärte oder restloses Sich-Aufbäumen vermissen ließen. "Ich weiß nur, dass wir es viel besser können. Es muss etwas im mentalen Bereich sein" - ansonsten hatte der Finne keine Erklärung für die leblose Darbietung seiner Elf.

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