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DFB-Pokal: Kaiserslautern will Chance gegen FC Bayern nutzen

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Lautern will Chance nutzen  

"Fahren nicht nur nach München, um Trikots zu tauschen"

16.04.2014, 10:20 Uhr | sid, dpa

DFB-Pokal: Kaiserslautern will Chance gegen FC Bayern nutzen. In der letzten Saison schieden Marc Torrejon (re.) und Co. gegen den FC Bayern sang- und klanglos aus.  (Quelle: imago/MIS)

In der letzten Saison schieden Marc Torrejon (re.) und Co. gegen den FC Bayern sang- und klanglos aus. (Quelle: MIS/imago)

Als eine Journalistin den jüngsten 3:0-Sieg des BVB beim FC Bayern auch zum Erfolgsrezept für den FCK erheben wollte, musste Kosta Runjaic schmunzeln. "Kick it like Dortmund - und alles wird gut. Wenn es nur so einfach wäre...", sagte der Trainer des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern vor dem DFB-Pokal-Halbfinale (am Mittwoch ab 20.15 Uhr im T-Online.de Live-Ticker) beim Triple-Gewinner aus München: "Wir müssen schon realistisch bleiben."

Mit Realismus meint der Coach des zweimaligen Pokalsiegers (1990 und 1996) vor allem Demut. "Wir sind uns unserer Unterlegenheit bewusst. Die Bayern sind die beste Mannschaft der Welt. Sie sind übermächtig und können sich nur selbst schlagen", sagte Runjaic: "Wir haben nur minimalste Chancen. Aber wir werden versuchen, diese zu nutzen."

Obwohl der Trainer nicht wirklich an den Finaleinzug glaubt, sollen die Profis den viermaligen Meister vor den 6660 mitreisenden Fans dennoch würdig vertreten. "Wir repräsentieren auch einen großen Verein mit einer großen Tradition", sagte Runjaic: "Wir fahren nicht nur nach München, um die Trikots zu tauschen. Wir wollen nicht ängstlich reingehen, sondern mit Spaß und Entschlossenheit."

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Schafft der 1. FC Kaiserslautern die Pokal-Sensation in München?

Schon Leverkusen und Hertha BSC ausgeschaltet

Dieses Rezept hat in der laufenden Pokalsaison immerhin schon zweimal zum Erfolg gegen Bundesligisten geführt. Der FCK, der im August 2010 den bisher letzten Pflichtspielsieg gegen die Bayern (2:0) feierte, hat Hertha BSC und Bayer Leverkusen ausgeschaltet. Diese beiden Siege waren allerdings die Höhepunkte einer bisher verkorksten Spielzeit - der dritten in Folge.

Der spanische FCK-Kapitän Marc Torrejon, der keine guten Erinnerungen an seine Duelle in der Heimat mit Bayern-Trainer Pep Guardiola hat ("Ich habe nur einmal gewonnen"), beziffert die Chance der Pfälzer allerdings auf lediglich "ein bis zehn Prozent". Torrejon weiß, wovon er redet: In der vergangenen Saison verloren die Roten Teufel in der 2. Runde sang- und klanglos mit 0:4 bei den Bayern, die damals mit einer besseren B-Elf aufgelaufen waren.

Chronisch klammer FCK

Mit dem angestrebten Aufstieg wird es angesichts von derzeit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz wohl zum zweiten Mal in Folge nichts werden - auch der spektakuläre "Last-Second-Sieg" am Freitag beim FC Pauli (3:2) hat daran nichts geändert. Dabei ist der chronisch klamme Verein eigentlich auf die Einnahmen aus der Bundesliga angewiesen.

Die vier Millionen Euro, die der FCK durch das Erreichen des Halbfinals eingenommen hat, werden immerhin den Verlust in der laufenden Saison auf knapp eine Million Euro senken. "Dank des Pokals können wir den Schaden in Grenzen halten", sagte Klubchef Stefan Kuntz, der seit dem Bundesliga-Abstieg vor zwei Jahren nicht mehr unumstritten ist und seinen Status als Klub-Ikone verloren hat.

Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden kann der FCK noch eine Saison in der 2. Liga spielen, ohne finanzielle Einschnitte vornehmen zu müssen. Der Countdown zum wirtschaftlich unbedingt notwendigen Aufstieg läuft also noch ein Jahr - das gilt auch für Kuntz. Der Vertrag des Klubchefs, der mit seiner unbedachten Äußerung bei der Auslosung in Richtung von Losfee Kirsten Bruhns ("Frauen und Fußball...") für einen Eklat gesorgt hatte, endet ebenfalls nach der kommenden Spielzeit.

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