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DFL diskutiert Torlinientechnik nach Torklau im DFB-Pokalfinale

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Nach Torklau im Pokalfinale  

DFL nimmt Technik-Revolution unter die Lupe

19.05.2014, 14:23 Uhr | dpa, t-online.de

DFL diskutiert Torlinientechnik nach Torklau im DFB-Pokalfinale. Drin oder nicht? Diese Frage - wie hier bei Dantes Rettungsaktion im Pokalfinale - können Schiedsrichter ohne technische Hilfsmittel oft nicht klar beantworten. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Drin oder nicht? Diese Frage - wie hier bei Dantes Rettungsaktion im Pokalfinale - können Schiedsrichter ohne technische Hilfsmittel oft nicht klar beantworten. (Quelle: Jan Huebner/imago)

Im Zuge des DFB-Pokal-Endspiels bekommt das Berliner Olympiastadion immer wieder den Spitznamen "Deutsches Wembley" verpasst. Nach dem nicht gegebenen Treffer von Mats Hummels hat das Finale nun sozusagen auch sein "Wembley-Tor". Das Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern hat einmal mehr deutlich gemacht, dass eine Lösung für derart spielentscheidende Streitfälle gefunden werden muss, doch die Torlinientechnik alleine reicht nicht. Nun wird der nächste Anlauf einer Technik-Revolution unternommen.

In dieser Woche wird der Deutschen Fußball-Liga (DFL) eine Weiterentwicklung des Kontrollsystems "Hawk Eye" präsentiert. Dieses technologische Hilfsmittel geht nach "kicker"-Informationen über bisherige Kontrollmechanismen wie das bei der WM 2014 zum Einsatz kommende "Goal Control" hinaus.

Eine Einführung dieses Systems in der Bundesliga wäre revolutionär. Reinhard Rauball lässt in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" aber immerhin eine kleine Chance erahnen: "Torrichter machen auch Fehler. Der einzige Weg, zu wenigstens 99 Prozent korrekten Entscheidungen bei solchen Fällen zu kommen, ist die Technologie", sagte der DFL-Präsident.

UMFRAGE
Sollten technische Hilfsmittel in der Bundesliga eingeführt werden?

Auch Schiedsrichter fordern Technologie-Einsatz

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge plädiert für die Einführung und setzte seine Kollegen bei den anderen Vereinen unter Druck. "Mich enttäuscht, dass die Liga sich nicht zu der Torlinientechnik bekannt hat. So lassen wir die Schiedsrichter gehörig im Regen stehen", sagte 58-Jährige im bayerischen Fernsehen: "Die Bundesliga muss vorausgehen und muss ein Votum pro Torlinientechnik abgehen. Wir sprechen natürlich über Geld. Aber es wäre eine sinnvolle Investition. Denn solche Diskussionen hätten wir dann nicht."

Auch Deutschlands WM-Schiedsrichter Felix Brych und der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichter-Kommission Herbert Fandel haben sich erneut vehement für die Einführung der Tortechnologie ausgesprochen. "Ich habe noch nie etwas gefordert, aber ich bin da klar bei Herrn Rummennige. Die Nutzung der Torlinientechnologie würde dieser niveaulosen Diskussion ein Ende setzen, gerade auch nach so einem großartigen Finale", sagte Fandel.

"Bei den großen Aufregern geht es doch immer um die Frage, Tor oder nicht Tor. Wir würden uns sehr freuen, wenn uns dabei geholfen würde", erklärte Brych.

Technische Antwort auf die Abseitsfrage

Mit "Hawk Eye" steht Schiedsrichtern im Sport eine Ballverfolgung per Kamera und Computer zur Verfügung, um strittige Situationen besser einschätzen und korrekt bewerten zu können. Im Fußball kommt das System seit einem Jahr in der englischen Premier League zum Einsatz.

Ärger um nicht gegebenes Tor 
Hier spottet Klopp über den Schiedsrichter

"Um zu erkennen, dass das ein Tor war, brauche ich keine Torlinientechnik." Video

Der DFL soll allerdings eine neue Technik vorgestellt werden, bei der es um mehr als den Nachweis eines Tores geht. Mindestens neun Kameras im Stadion sollen das Spiel überwachen und auch eine Entscheidungshilfe bei Abseitsfragen sein.

In Sekundenbruchteilen wird hierbei einem zusätzlichen Referee angezeigt, ob Abseits vorliegt oder nicht. Per Funk kann dieser Oberschiedsrichter seine Erkenntnis dann an die Assistenten weiterleiten.

DFL offen für neuerliches Votum

Ob diese oder eine andere Torlinientechnologie: Die DFL steht einer neuerlichen Debatte offen gegenüber. "Wenn Borussia Dortmunds Vorstandschef Watzke oder ein Vertreter eines anderen Klubs die Torlinientechnik erneut vorschlagen, werde ich das befürworten", sagte Rauball.

Ende März hatten die 36 Erst- und Zweitligisten die Einführung der Torlinientechnik mehrheitlich abgelehnt. Nur neun der 18 Erstligisten und drei der 18 Zweitligisten waren dafür. Für die Gegner waren vor allem die Kosten für den Einbau der Technik entscheidend. Dieses Votum soll laut Rauball noch einmal überdacht werden. Dies sei auch "sofort" denkbar und möglich.

Rettig: "Wir sind bestens vorbereitet"

Das Heft des Handelns liege dabei allerdings ausschließlich in den Händen der Verein. "Wenn es der Wunsch der Klubs ist, steht einer erneuten Abstimmung über die Einführung einer Torlinien-Technologie nichts im Wege", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig.

Um ein neues Votum zur Torlinientechnik herbeizuführen, müsste nur ein Verein vor einer Mitgliederversammlung der DFL einen entsprechenden Antrag stellen. "Die DFL selbst war und ist bei diesem Thema bestens vorbereitet", sagte Rettig.

Pokalfinale 2015 mit Torlinientechnik?

Beim Pokalfinale könnten die Diskussionen der Vergangenheit angehören. Der DFB beschäftigt sich laut Mediendirektor Ralf Köttker "sehr intensiv" mit der Frage, ob wenigstens im Finale die Technik zum Einsatz kommen könnte.

Beim 0:2 der Dortmunder im Pokalendspiel gegen den FCB hatte es den Anschein, dass ein Kopfball von Hummels die Torlinie überquerte. Schiedsrichter Florian Meyer erkannte aber nicht auf Treffer. Nach der Partie wetterte BVB-Verteidiger Marcel Schmelzer: "Jeder, der gegen die Torlinientechnik gestimmt hat, sollte mal so eine Situation erleben wie wir heute."

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