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DFB-Pokal: Pep Guardiola warnt FC-Bayern-Profis vor Überheblichkeit

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DFB-Pokal-Achtelfinale  

Guardiola warnt vor Überheblichkeit: "Es ist ein K.-o.-Spiel"

03.03.2015, 22:41 Uhr | dpa

DFB-Pokal: Pep Guardiola warnt FC-Bayern-Profis vor Überheblichkeit. Für den zu Rückrundenbeginn verletzten Franck Ribéry ist das DFB-Pokal-Spiel gegen Braunschweig eine gute Möglichkeit weitere Spielpraxis zu erlangen. (Quelle: imago/MIS)

Für den zu Rückrundenbeginn verletzten Franck Ribéry ist das DFB-Pokal-Spiel gegen Braunschweig eine gute Möglichkeit weitere Spielpraxis zu erlangen. (Quelle: MIS/imago)

Vermutlich wird Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht seine Profis vor der Herkulesaufgabe im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Bayern (Mittwoch, ab 20.15 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) nicht an Peter Lux erinnern. Aber Lux, Eintracht und Bayern - da war doch was. Der heute 52-Jährige ist der letzte Braunschweiger Spieler gewesen, dem ein Treffer gegen die Bayern gelang. Vor mehr als 31 Jahren, am 10. September 1983 bei einer 1:2-Heimniederlage um Bundesligapunkte.

Der letzte Treffer der Niedersachsen in München liegt sogar noch etwas länger zurück: Günter Keute überwand den damaligen Bayern-Schlussmann Jean-Marie Pfaff am 2. Oktober 1982 beim 1:1 im Olympiastadion.

Der Pokal, so heißt es, habe seine eigenen Gesetze. Den Satz bemühte auch Pep Guardiola. Und der Bayern-Coach ergänzte: "Es ist ein K.-o.-Spiel. Pokal ist immer gefährlich." Im Achtelfinale zwischen dem Rekordgewinner und dem Tabellenfünften der 2. Liga in der Münchner Arena dürfte die uralte Fußball-Weisheit allerdings aller Voraussicht nach außer Kraft gesetzt werden.

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Braunschweig will sich "nach Kräften wehren"

Selbst Lieberknecht gestand, dass er anfangs "keinen Bock" auf den Ausflug nach München gehabt habe, den immerhin auch rund 4000 Braunschweiger Fans antreten wollen. "Mir geht es nicht so, dass ich mich sehr freue. Der Fußball stellt uns im Moment vor große Herausforderungen", sagte Lieberknecht und kündigte als Zielsetzung an: "Wir wollen uns mit Kräften wehren und möglichst besser aussehen als zuletzt so mancher Erstligist." So verlor in dieser Spielzeit Werder Bremen 0:6 in München, der Hamburger SV jüngst gar 0:8.

Mit einem Augenzwinkern verriet der Eintracht-Coach seine Taktik. "Wir werden die Bayern des Öfteren in unserem Sechzehner einschnüren und müssen sie dort unter Druck setzen." Dem Bundesliga-Absteiger fehlen Torjäger Havard Nielsen, Deniz Dogan und Marc Pfitzner. Marcel Correia plagen Knieschmerzen. Lieberknecht versprach trotzdem ein Eintracht-Team, das bereit sei, "über die Schmerzgrenze zu gehen".

Bayern wollen nach Berlin

Auch wenn Bundesliga und Champions League für die Bayern bei der Triple-Jagd Vorrang genießen, soll der Pokal nicht vernachlässigt werden. "Ich habe einmal erlebt, wie schön das Finale in Berlin ist", erinnerte Guardiola an den Titelgewinn gegen Borussia Dortmund 2014.

In dieser Saison ist ein historischer Erfolg möglich: Noch kein Verein konnte den DFB-Pokal dreimal nacheinander gewinnen. Es werde die aus seiner Sicht "bestmögliche Mannschaft" für diese Partie auflaufen, kündigte Guardiola an. Folglich dürften auch die beiden Superstars Arjen Robben und Franck Ribéry mit von der Partie sein.

"Wir wissen, wie wichtig Berlin für uns ist", betonte auch Torwart Manuel Neuer. Weltmeister-Kollege Thomas Müller versicherte, dass die Braunschweiger Außenseiter keine leichtsinnigen Bayern-Stars erwarten können. "Ein Ligaspiel kann man verlieren und es korrigieren, im Pokalspiel bist du weg", mahnte der Angreifer.

Worm und Hollmann trafen damals zum Sieg

Das verunsicherte Braunschweiger Team wartet 2015 sogar noch auf den ersten Sieg überhaupt. Nur ein Punkt sprang aus vier Zweitligapartien heraus, die Aufstiegsplätze sind fast schon aus dem Blick geraten. Immerhin eines von fünf Pokalspielen gegen die Bayern konnten die Niedersachsen aber gewinnen. Am 16. Oktober 1982 gelang im eigenen Stadion ein 2:0-Sieg. Die Torschützen hießen Ronald Worm (heute 61) und Reiner Hollmann (65).

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