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DFB-Pokalfinale: Felix Brych feiert Premier des Hawk Eye

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DFB-Pokalfinale  

Premiere mit dem Hawk Eye: Phantomtor-Schiri pfeift

26.05.2015, 17:56 Uhr | t-online.de, sid

DFB-Pokalfinale: Felix Brych feiert Premier des Hawk Eye. Schiedsrichter Felix Brych gibt beim Pokalfinale die Richtung vor.  (Quelle: imago/MIS)

Schiedsrichter Felix Brych gibt beim Pokalfinale die Richtung vor. (Quelle: MIS/imago)

Die Frage "Tor oder nicht Tor" und Felix Brych - da war doch was. Die Ironie ist deshalb fast schon beißend: Dass der Phantomtor-Schiedsrichter vor rund eineinhalb Jahren die Torlinientechnik nicht zur Verfügung hatte, hat maßgeblichen Anteil daran, dass es beim Finale des DFB-Pokals zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg (Samstag ab 19.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) zum Premiereneinsatz des Hilfsmittels in Deutschland kommt. Und ausgerechnet der Münchner darf ihn an vorderster Stelle miterleben.

Die monatelangen Diskussionen nach der Fehlentscheidung Brychs beim "Nicht-Tor" von Stefan Kießling am 18. Oktober 2013 in Sinsheim haben letztlich dazu geführt, dass der VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund als erste deutsche Klubteams in den Genuss der Technik kommen werden. Den Weg für die Torlinientechnik-Ära hatten die Bundesligisten im vergangenen Dezember frei gemacht.

Doch mit dem kleinen Bonbon von Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel für seinen damals arg gescholtenen Schützling, der trotz seines Patzers zur WM-Endrunde im vergangenen Jahr nach Brasilien reisen und dort bereits mit dem Hilfsmittel arbeiten durfte, ist die Ironie noch nicht am Ende.

"Sporthistorisches Spiel" steht an

Schließlich lag die finale Ursache für die Einführung der Technik beim Endspiel vor einem Jahr. Der nicht anerkannte Treffer des Dortmunders Mats Hummels im Spiel zwischen Bayern München und dem BVB (2:0 n.V.) fachte die Diskussion rund ein halbes Jahr nach dem Phantomtor noch einmal so an, dass sich die Klubs zur Einführung genötigt sahen. "Es kann nur besser werden", sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mit Blick auf die Szene aus dem vergangenen Jahr: "Das war ein klares Tor. Hätte das gezählt, hätten wir das Spiel gewonnen."

Für Wolfsburgs Manager Klaus Allofs hat die Technik-Premiere dagegen nicht die ganz große Bedeutung. "In den letzten Wochen hat es kaum noch strittige Szenen gegeben. Ich glaube auch nicht, dass es im Endspiel dazu kommen wird", sagte der 58-Jährige. Doch auch wenn die Technologie nicht gebraucht werden sollte, wird nach Ansicht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Samstag Geschichte geschrieben. "Weil wir zum ersten Mal in einem Pflichtspiel auf diese Technik zurückgreifen, ist das auch ein sporthistorisches Spiel", sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock.

Bald schon Alltag

Nach dem Debüt im Pokal soll die neue Technik ab der kommenden Spielzeit auch in der Bundesliga zum Alltag gehören. In der nächsten Pokal-Saison wird das Hilfsmittel dann wohl dort zum Einsatz kommen, wo es vorhanden ist. Der verbindliche Einsatz ist ab dem Viertelfinale geplant. "Wir versprechen uns eine große Erleichterung, denn bei der Frage, war es ein Tor oder nicht, wird es künftig keine Diskussion mehr geben", sagte Lutz Michael Fröhlich, Abteilungsleiter des DFB-Schiedsrichterwesens, bei der Vorstellung des Systems.

Bei der Frage nach dem System hatte sich der Ligavorstand für das aus dem Tennis bekannte britische Hawk Eye (englisch für Falkenauge) entschieden. Der Vertrag läuft drei Jahre. TV-Zuschauer wie Stadionbesucher werden live sehen können, wie das System arbeitet.

Die auf Hochgeschwindigkeitskameras basierende Technik, die bereits in der englischen Premier League eingesetzt wird, soll rund 135.000 Euro pro Saison und Verein kosten (8000 Euro pro Spiel). Zuvor standen auch GoalControl und GoalRef, die ebenfalls vom Weltverband FIFA lizenziert sind, zur Auswahl. Das deutsche GoalControl-System war bei der WM in Brasilien zum Einsatz gekommen.

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