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Jürgen Klopp nach verlorenem DFB-Pokalfinale: "Es tut extrem weh"

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Klopp nach Final-Niederlage  

"Der Abschiedsschmerz kommt. Es tut extrem weh"

31.05.2015, 11:10 Uhr | t-online.de

Jürgen Klopp nach verlorenem DFB-Pokalfinale: "Es tut extrem weh". Jürgen Klopp hat den DFB-Pokalsieg mit Borussia Dortmund verpasst.  (Quelle: Reuters)

Jürgen Klopp hat den DFB-Pokalsieg mit Borussia Dortmund verpasst. (Quelle: Reuters)

Aus Berlin berichtet Sebastian Schlichting

Plötzlich war Jürgen Klopp verschwunden. Verschluckt von einer riesigen Fahne, die ein Dortmunder Fan im Innenraum des Olympiastadions schwenkte. Klopp hatte den Fan kurz umarmt und war nun nicht mehr zu sehen. Aber nur für zwei Sekunden, ehe er die Abschiedsrunde fortsetzte.

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Etwa eine Stunde später war auch seine letzte Pressekonferenz als Trainer von Borussia Dortmund Geschichte. "Der Abschiedsschmerz kommt. Es tut extrem weh. Es fällt total schwer loszulassen", sagte er nach dem 1:3 im DFB-Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg.

Klopp schützt die Spieler

Ein letztes Mal nahm er seine Spieler in Schutz: Torwart Mitch Langerak sei nicht schuld gewesen am ersten Gegentor, als er einen Freistoß nach vorne abwehrte ("Naldo hat einen Schuss wie ein Gaul"). Und wenn Marco Reus bei seiner Riesenmöglichkeit das 2:0 gelungen wäre, hätte man, so Klopp, vielleicht trotzdem noch die drei Gegentore bekommen.

Klopp schloss mit den Worten, dass es kein Problem sei, Wolfsburg und Trainer Dieter Hecking den Sieg zu gönnen. Das habe mit der "Verarbeitung des Spiels nichts zu tun". 

Zum Abschied in Bestform

Zuvor war er im ARD-Interview mit Moderator Gerhard Delling aneinander geraten und hatte gesagt, dass dieses Verarbeiten sicher nicht stattfinden werde, solange er eine "Kamera im Gesicht" habe. Zudem blaffte er Delling an: "Sie glauben doch nicht, dass Sie in fünf Minuten noch ein bisschen Mitleid mit uns haben." Da war Klopp zum Abschluss noch einmal Klopp.

Im Spiel hatte er nach außen hin sehr beherrscht gewirkt. Stand die meiste Zeit mit verschränkten Armen vor der Bank, klatschte bei guten und misslungenen Aktionen. Wechselte in der 68. Minute Sebastian Kehl aus, der seine Karriere beendet. Nur einmal trat er in den angeregten Dialog mit dem Vierten Offiziellen Robert Hartmann.

Zahlreiche Erfolge

Kurz vor Ende der vierminütigen Nachspielzeit setzte sich Klopp auf die Bank. Die Wolfsburger Fans sangen seit zehn Minuten "Oh wie ist das schön" in Dauerschleife. Es liefen die letzten Sekunden seiner siebenjährigen Amtszeit. Sie hatte für den BVB zwei Meistertitel, einen Pokalsieg und einen Einzug ins Champions-League-Finale gebracht.

Nach einer desaströsen Hinrunde hatte er die Mannschaft noch in die Europa League geführt. Der Pokalsieg zum Abschied, das war in diesem Moment klar, würde ihm verwehrt bleiben.

"Kopf ist manchmal zu voll, aber nie leer"

Nach Schlusspfiff dauert es rund 60 Sekunden, bis ihn die Fans mit Sprechchören feierten. Klopp ging allein ein Stück Richtung Marathontor und applaudierte. Eine Kamera, die ihm folgte, schob er weg. Zwischen dem Abpfiff und der Siegerehrung umarmte er neben seinen Spielern alle, die zum BVB gehören und auf dem Rasen waren. "Jedes Mal, wenn ich einen meiner Spieler in den Arm nehme, kommen mir die Tränen", sagte Klopp später. 

Wie seine Zukunft aussieht, ist weiter offen. Aber niemand müsse sich Sorgen machen, dass jetzt eine Art von Leere aufkomme: "Ich habe noch nie Leere verspürt. Mein Kopf ist manchmal zu voll, aber nie leer."

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